MDR INFO | Exklusiv : Unternehmerin nimmt Wulff in Schutz
Die Unternehmerin Angela Solaro-Meyer hat Bundespräsident Wulff in der Affäre um Gratis-Urlaube bei Geschäftsfreunden in Schutz genommen. Die Inhaberin eines Süßwarenfachgeschäfts auf Norderney bestätigte, dass Wulff - wie von ihm eingeräumt – 2008 und 2009 – Urlaub bei ihr und ihrem Mann gemacht habe. Bei weiteren Aufenthalten auf Norderney habe Wulff in Hotels übernachtet. Im Haus der Familie befinde sich eine Wohnung, die man für gute Freunde freigehalten habe.
Solaro-Meyer: Kennen uns seit der Schüler-Union
Ihre Freundschaft zu Wulff bezeichnete Solaro-Meyer als sehr eng: "Wir kennen uns seit über 30 Jahren, da war er noch Vorsitzender der Schüler-Union in Niedersachsen. Der Kontakt ist immer intensiver geworden, wie das mit Freundschaften so ist. Man muss Freundschaften auch pflegen, und das haben wir getan. Wir kennen die Kinder gut, wir sind auf den Privatfeiern und übernehmen auch schon mal die Kinder - also das ist doch eine sehr private Freundschaft, keine politische und auch keine finanzielle."
"Immer von der Presse verfolgt"
Die beiden Urlaube 2008 und 2009 seien sehr privat gewesen, sagt Solaro-Meyer. "Er hat gerne bei uns gewohnt. Es ist so, dass er ja immer von der Presse irgendwie verfolgt wird und auch von Fotografen. Und so ist das eben schön, wenn man zusammen in einem Haus ist, dann kann man auch mal auf Socken über den Flur gehen oder mit dem Kleinen auf dem Arm durch meinen Laden laufen oder einen Kaffee in meinem Büro trinken - das ist dann doch sehr privat."
"Das ist eine rein private Freundschaft"
Dass es bei den Urlauben um geschäftliche Dinge gegangen sei, wies Solaro-Meyer ausdrücklich zurück: "Das ist eine rein private Freundschaft. Ich würde niemals Vorteile davon haben wollen." Weiter sagte sie: "Ich finde es auch wichtig, dass große Persönlichkeiten Freunde haben. Sonst wären sie doch ganz schnell ganz klein."
Die öffentliche Aufregung um Wulffs Urlaube versteht Solaro-Meyer nicht. "Das finde ich sehr übertrieben. Wenn es so wäre, dass er im Ausland schlecht über Deutschland reden würde oder Deutschland diskreditieren würde, dann könnte ich eine Aufregung verstehen, aber nicht so." Solaro-Meyer betonte zudem, sie kenne nicht alle Geschäftsfreunde von Wulff, aber: "Ich denke, bei einigen Freunden wird das so sein wie bei uns, dass man sich kennen gelernt hat, da war man noch gar nichts. Sowohl er nicht als auch wir nicht."
5 Kommentare
Die Kommentierungsdauer ist abgelaufen.
Der Beitrag kann deshalb nicht mehr kommentiert werden.


