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Gefahr für Karstadt Dessau doch noch nicht gebannt

Für das Karstadt-Warenhaus in Dessau geht das Bangen offenbar weiter. Der neue Unternehmens-Chef Fanderl hat dem "Handelsblatt" gesagt, er gehe davon aus, dass weitere acht bis zehn Filialen geschlossen werden. Um welche genau es sich handelt, werde aber erst Anfang kommenden Jahres entschieden. Die Filiale in Magdeburg scheint indes sicher zu sein: Oberbürgermeister Trümper sagte MDR SACHSEN-ANHALT, ihm habe Karstadt mitgeteilt, das Haus mache kein Minus. Dessaus OB Kuras sagte, er bleibe für das Haus in Dessau skeptisch. Gestern hatte der Karstadt-Aufsichtsrat entschieden, zunächst sechs Standorte zu schließen. Betroffen sind unter anderem Hamburg, Stuttgart und Göttingen. Insgesamt sollen laut Betriebsrat über 2.200 Arbeitsplätze wegfallen.

Merseburgerin hortet Maschinenpistolen und Panzermine

Die Polizei hat in Merseburg ein illegales Waffenlager ausgehoben. Auf dem Dachboden einer 36 jährigen Frau wurden unter anderem fünf Gewehre, vier Pistolen und zwei Maschinenpistolen gefunden. Laut Polizei muss sich die Frau jetzt wegen des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verantworten. Auf den Fund waren die Ermittler nach einer Zwangsräumung aufmerksam geworden.

AOK Sachsen-Anhalt beschließt neuen Beitragssatz

Die AOK in Sachsen-Anhalt senkt die Beiträge. Die Kasse hat heute mitgeteilt, dass die rund 700.000 Versicherten ab dem kommenden Jahr 14,9 Prozent zahlen statt bisher 15,5 Prozent. Wegen der Gesundheitsreform sinkt der Beitragssatz für alle Krankenkassen 2015 auf 14,6 Prozent. Die Versicherungen können aber Zusatzbeiträge einfordern. Die AOK Sachsen-Anhalt erhebt demnach einen Zusatzbeitrag von 0,3 Prozent.

Schulessen in Sachsen-Anhalt wird teurer

Teurer wird indes das Schulessen in Sachsen-Anhalt. Der Hallesche Zulieferer Heideklause teilte pünktlich zum Ferienbeginn mit, dass das Essen ab Januar etwa 20 Prozent mehr kosten werde. Grund ist demnach der gestetzliche Mindestlohn von 8,50 Euro. Auch andere Anbieter wie Dussmann und Sodexo haben Preiserhöhungen angekündigt.

GDL willl nicht mehr in den Herbstferien streiken

Die Lokführer wollen bis zum Ende der Herbstferien nicht mehr streiken. Die Gewerkschaft GDL teilte heute mit, dass es bis einschließlich 2. November keine neuen Ausstände geben werde. Die Bahn solle so Gelegenheit bekommen, einen Kompromiss zu erarbeiten. Unterdessen wollen die Lufthansa und die Pilotengewerkschaft Cockpit mithilfe eines Moderators wieder verhandeln. Ein Lufthansa-Sprecher sagte, alle Beteiligten suchten jetzt nach einem Termin.

Hochwasserschutz-Programm beschlossen

Bund und Länder haben heute ein nationales Hochwasserschutz-Programm beschlossen. Geplant sind mehr als 100 Projekte an Rhein, Donau, Elbe, Oder und Weser. Wie Bundesumweltministerin Hendricks zum Abschluss der Konferenz mitteilte, sollen die Arbeiten dazu im kommenden Jahr beginnen; sie sind auf zwanzig Jahre angelegt. Kosten werde alles rund fünfeinhalb Milliarden Euro. Bislang hat der Bund 1,2 Milliarden in Aussicht gestellt. Bei den Projekten wird nicht mehr nur auf Deicherhöhungen gesetzt. Es soll den Flüssen auch mehr Raum gegeben werden.

Heftige Kritik von Opposition an EU-Klimaschutzzielen

Die Oppositionsparteien im Bundestag haben die Ergebnisse des EU-Gipfels zur Klimapolitik als völlig unzureichend kritisiert. Grünen-Fraktionschef Hofreiter sagte, der Europäische Rat habe den Klimaschutz verraten. Bundesregierung und EU sendeten damit das klare Zeichen an den Pariser Klimagipfel, dass der Klimaschutz nicht so wichtig sei. Ähnlich lautete die Kritik der Linken: Die Kanzlerin habe ihre klimapolitischen Ansprüche aufgegeben. Die EU-Staats- und Regierungschefs hatten gestern unter anderem beschlossen, den Ausstoß von Kohlendioxid bis 2030 um mindestens 40 Prozent zu senken.

Zuletzt aktualisiert: 24. Oktober 2014, 19:35 Uhr

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