MDR.DE

Wirtschaftsminister Möllring nach Unfall wohlauf

Nach dem Verkehrsunfall mit Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Möllring bei Zerbst bleibt der genaue Hergang unklar. Laut Polizei waren insgesamt drei Autos in den Unfall verwickelt, darunter auch Möllrings Dienstwagen. Ein lange eingeklemmter Mann musste mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik nach Halle geflogen werden, eine schwerverletzte Frau wurde ins Krankenhaus nach Dessau-Roßlau gebracht. Mölling und sein Fahrer sind wohlauf - sie wurden nur leicht verletzt.

Gründerwettbewerb: Preisverleihung in Zerbst

Im landesweiten Businessplan-Wettbewerb sind heute die besten Geschäftsideen ausgezeichnet worden. Die Preisträger kommen aus Magdeburg, Halle und den Kreisen Harz und Jerichower Land. Die Erstplatzierten in den vier Hauptkategorien erhielten eine Prämie von jeweils 5.000 Euro. Dazu gehörte zum Beispiel die Firma TinkerToys aus Magdeburg, die mit einem neuartigen 3-D-Drucker Kinderspielzeug aus Biokunststoff herstellen kann. Insgesamt wurden 15 Projekte vergeben.

Theaterverträge in Sachsen-Anhalt - alle unterschrieben

In Sachsen-Anhalt sind jetzt alle umstrittenen Theaterverträge beschlossen. Der letzte von neun wurde heute Mittag in Halle unterzeichnet. Demnach zahlt das Land weniger Zuschüsse, die Stadt stockt entsprechend auf. Bis 2018 wird das Kultusministerium 30 Millionen Euro im Jahr für die Theater im Land zahlen, sechs Millionen Euro weniger als bisher. Das sorgt nach wie vor für heftige Kritik. Erst gestern hatte die Deutsche Orchestervereinigung erneut den Rücktritt von Minister Dorgerloh gefordert.

Haseloff: Bedarf für Gleichstromtrasse unbestritten

Es wird immer wahrscheinlicher, dass die geplante Stromtrasse durch Sachsen-Anhalt und Bayern tatsächlich gebaut wird. Das wurde heute bei einem Treffen in München angedeutet. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff sagte nach einem Gespräch mit seinem Amtskollegen Seehofer, der Bedarf der Trasse sei unbestritten. Es gebe aber eine klare Tendenz, dass sie nicht in Bad Lauchstädt beginnen soll, sondern deutlich weiter nördlich, um den in der Region produzierten Windstrom einzusammeln.

Tödlicher Unfall an einer Tankstelle in Kalbe

In Kalbe an der Milde ist ein Mann auf einem Tankstellen-Gelände tödlich verunglückt. Die Polizei geht von einem Arbeitsunfall aus. Demnach wollte der 62 Jahre alte Mann seinen Mähdrescher betanken. Weil der Tankstutzen des Fahrzeugs in mehr als drei Metern Höhe liegt, wird vermutet, dass der Mann von dort aus in den Tod stürzte.

Ukraine: Angebliche neue Details zum MH17-Unglück

In der Ukraine soll der politische Wandel beschleunigt werden. Die prowestliche Regierung hat deshalb ihren Rücktritt erklärt und den Weg für Neuwahlen freigemacht. Übergangsweise werden die Regierungsgeschäfte nun vom bisherigen Vize-Ministerpräsidenten Groisman geleitet. Der hat sich am Abend mit angeblich neuen Erkenntnissen zum Flugzeugabsturz in der Ostukraine zu Wort gemeldet. Demnach flog die Boeing - anders als vom russischen Militär behauptet - immer genau auf Kurs.

Europarat fordert Ende der Kastration in Deutschland

Der Europarat hat Deutschland aufgefordert, die Kastration von Sexualstraftätern komplett zu verbieten. Konkret will das Anti-Folter-Komitee der Organisation in Straßburg erreichen, dass entsprechende Gesetzesvorschriften auf Bundes- und Landesebene geändert werden. Eine chirurgische Kastration ist hierzulande zwar nicht mehr üblich, trotzdem wurden seit dem Jahr 2000 noch elf Anträge bewilligt. Der Europarat kritisiert den Eingriff als menschenunwürdige körperliche Verstümmelung.

Syrische Chemiewaffen bereit für die Vernichtung

Die Chemiewaffen aus Syrien befinden sich nun offenbar komplett in Vernichtungsanlagen. Das teilte die Organisation mit, die den Abtransport der Giftgasvorräte überwacht. Demnach werden 600 Tonnen Chemikalien auf einem Schiff der US-Marine im Mittelmeer unschädlich gemacht. Weitere 700 Tonnen werden in Finnland, Großbritannien und den USA zerstört. Das syrische Regime hatte vor fast einem Jahr mit der Weltgemeinschaft vereinbart, seine Chemiewaffen im Ausland vernichten zu lassen.

Zuletzt aktualisiert: 24. Juli 2014, 21:10 Uhr

© 2014 MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK