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Dessau-Roßlau Letzter im Ranking

Dessau-Roßlau hat zum zweiten Mal bei einem Ranking den letzten Platz belegt. Das Magazin "Focus" hatte die wirtschaftlich stärkste Region gesucht und insgesamt 402 Städte und Gemeinden Deutschlands miteinander verglichen. Dabei spielten eine Rolle zum Beispiel Wachstum und Jobs, Firmengründungen, Einkommen und Attraktivität. Die 15 wirtschaftlich stärksten Regionen befinden sich alle im Süden Deutschlands. Aus Sachsen-Anhalt schnitt der Saalekreis am besten ab, mit einer Platzierung im unteren Mittelfeld. Vor zwölf Jahren war Dessau bereits Letzter geworden, als der "Stern" die unglücklichste Stadt Deutschlands suchte.

Halle: Eltern wollen Kita-Gebühren zurück

Der unbefristete Streik in Kindertagesstätten bringt Eltern auf die Barrikaden. In Halle fordert der Elternrat jetzt Gebühren zurück. Ein Vorstandsmitglied sagte der "Mitteldeutschen Zeitung", schließlich werde den Eltern eine Leistung vorenthalten. Bei einer Ganztagesbetreuung kämen pro Kind und Tag sechs Euro zusammen. Allerdings gibt es keine Rückzahlpflicht. Streiks zählen zu höherer Gewalt. Die Kita-Streiks gehen nun in die dritte Woche. Schwerpunkte nach Pfingsten sind Halle und Dessau-Roßlau.

Magdeburg: Brand in 15-Geschosser

In Magdeburg haben 150 Hochhaus-Bewohner einen Schreckmoment erlebt. Ihr Haus hatte am Abend Feuer gefangen. Wie die Polizei MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte, war der Brand in einer Küche der sechsten Etage ausgebrochen. Warum, wisse man noch nicht. Eine Frau musste mit einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Alle anderen Bewohner blieben zwar unversehrt, doch der Brand weckte bei vielen schlimme Erinnerungen: Im selben 15-Geschosser waren bei einem Feuer Anfang der 90er Jahre drei Menschen ums Leben gekommen, darunter auch zwei Kinder. Bilder von dem Feuerwehreinsatz gestern finden Sie auf unserer Internetseite "mdrsachsenanhalt.de".

Haseloff besteht auf Rentenangleichung

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff besteht darauf, die Ostrenten bis 2019 an das Westniveau anzupassen. Haseloff sagte der "Mitteldeutschen Zeitung", es sei nicht zu erwarten, dass die Löhne bis dahin identisch seien. Daher brauche man die angeglichenen Renten als Zwischenschritt. Bundesfinanzminister Schäuble hatte die im Koalitionsvertrag verabredete Rentenangleichung in Frage gestellt. Es könne wegen unterschiedlicher Lohn- und Lebenshaltungskosten Verzerrungen geben.

Schnelle Klagen gegen Tarifeinheit

Mehrere kleine Spartengewerkschschaften wollen schnell gegen das Tarifeinheitsgesetz klagen. Die Ärzte-Gewerkschaft Marburger Bund kündigte an, nur noch so lange zu warten, bis das Gesetz im Bundesgesetzblatt steht. Der Beamtenbund will sich mit anderen Gewerkschaften abstimmen. Vorsitzender Dauderstädt sagte, geklagt werde aber getrennt. Es sei mit einer Vielzahl von Klagen zu rechnen. Das Gesetz zur Tarifeinheit war gestern im Bundestag beschlossen worden. Die Regelung dämmt die Macht kleiner Spartengewerkschaften ein.

Amerika überdenkt Zusammenarbeit mit BND

Amerika stellt seine Zusammenarbeit mit dem Bundesnachrichtendienst auf den Prüfstand. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf eine Weisung des US-Geheimdienstdirektors. Darin kritisiert er den deutschen Untersuchungsausschuss. Er gebe geheime US-Dokumente kontinuierlich an die Medien weiter. Auf die Deutschen sei in diesem Punkt kein Verlass mehr. Kritisiert wurde auch, dass Deutschland eine Spionageliste der NSA möglicherweise veröffentlichen will. Ein Geheimdienstmitarbeiter nannte das gefährlicher als die Snowden-Enthüllungen. Der US-Senat hat die angestrebte Geheimdienstreform unterdessen blockiert. Die Senatoren stimmten in der Nacht dagegen, das massenhafte Sammeln von Telefonverbindungsdaten zu beenden.

Gewaltausbruch in Mexiko: Zahlreiche Tote

Im Westen Mexikos ist es zu einem tödlichen Streit zwischen Bewaffneten und der Polizei gekommen. Nach neuesten Berichten gibt es 43 Todesopfer. In der Region hat ein Drogenkartell weitgehend das Sagen. Erst in der vergangenen Woche war dort ein Bürgermeisterkandidat erschossen worden, weil er sich gegen das Kartell zur Wehr gesetzt hatte.

Weinmeile an Saale und Unstrut

An Saale und Unstrut öffnen zu Pfingsten rund 40 Winzer ihre Weinberge. Dabei schenken sie heute und morgen ihre eigenen Weine aus. Weinliebhaber können auf einer sechs Kilometer langen Strecke zwischen Bad Kösen und Naumburg von Winzer zu Winzer wandern und Rast machen. Die Saale-Weinmeile gibt es bereits zum 14. Mal.

Zuletzt aktualisiert: 23. Mai 2015, 09:10 Uhr

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