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G7 drohen Russland mit weiteren Sanktionen

Die sieben führenden Industriestaaten G7 haben Russland mit weiteren Sanktionen gedroht. In einer gemeinsamen Erklärung der Staats- und Regierungschefs heißt es, sollte Russland seinen Kurs im Ukraine-Konflikt nicht ändern, werde es den Preis dafür zahlen müssen. Moskau könne immer noch den Weg der Deeskalation einschlagen. Dann würden die Sanktionen aufgehoben. - Russland hatte auf die neuesten Strafmaßnahmen mit einer Drohung reagiert. Das Außenministerium warnte davor, dass Russland die Energiepreise in Europa anheben werde.

Deutschland unterstützt Palästinenser mit Millionen

Angesichts der anhaltenden Kämpfe zwischen Israelis und Palästinensern stellt Deutschland weitere 8,5 Millionen Euro bereit. Das Geld soll zur humanitären Unterstützung der Menschen im Gazastreifen eingesetzt werden. Außenminister Steinmeier erklärte in Berlin, die Gewalt in Gaza führe erneut zu Flucht und Leid vieler Menschen. Sie dürften nicht vergessen werden. Seit Beginn der Offensive wurden auf palästinensischer Seite mehr als 1.300 Menschen getötet, der Großteil davon Zivilisten. Erst heute war ein Markt von einer israelischen Granate getroffen worden. Mindestens 15 Menschen starben, viele wurden verletzt.

Intendant für Theater Naumburg steht fest

Der Potsdamer Stefan Neugebauer wird neuer Intendant am Theater Naumburg. Das hat der Hauptauschuss der Stadt am Abend einstimmig entschieden. Der 51-Jährige wird den Posten im August 2015 antreten. Er löst Susanne Schulz ab, die nach Bayern wechselt. Neugebauer hatte das Clubtheater im Berliner Stadtbad Steglitz gegründet. Daneben arbeitete er unter anderem an mehreren Theaterprojekten im Ausland.

Zahlreiche Lehrstellen noch unbesetzt

Zahlreichen Handwerksbetrieben im Land fehlt es kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres noch an Lehrlingen. Nach Angaben der Handwerkskammer Magdeburg sind in der Landeshauptstadt und Umgebung noch 500 Lehrstellen frei. Ähnliches gilt für den Kammerbezirk Halle. Nachwuchs wird vor allem bei Bäckern, Fleischern, Elektrotechnikern und Metallbauern gesucht.

Haseloff: Stromtrasse in Süden notwendig

Ministerpräsident Haseloff hat sich für den Bau einer Stromtrasse vom Norden in den Süden Deutschlands stark gemacht. Haseloff reagierte damit auf eine Entscheidung von Bundeswirtschaftsminister Gabriel. Dieser hatte verkündet, dass die Gleichstromtrasse von Sachsen-Anhalt nach Bayern in ihrer bisher angedachten Form nicht durchsetzbar sei. Es gebe zu massiven Widerstand aus der Bevölkerung. Haseloff sagte dazu, die Trasse müsse noch einmal genau geplant werden. Dabei sollte auch die Bevökerung mitgenommen werden. Thüringens Ministerpräsidentin Lieberknecht zeigte sich erleichtert. Sie geht davon aus, dass die Trasse nun nicht mehr durch Thrüngen führen werde.

Ermordete Studentin in Halle: keine heiße Spur

Ein halbes Jahr nach der Ermordung einer bulgarischen Studentin in Halle gibt es noch immer keine heiße Spur. Nach Angaben der Polizei hat keine der rund 1.000 Speichelproben eine Übereinstimmung mit den am Tatort gefundenen DNA-Spuren gebracht. Die freiwilligen Proben waren Männern entnommen worden, die sich zur Tatzeit in der Nähe des Tatortes befunden hatten. Dazu waren auch Handydaten ausgewertet worden. Die 29 Jahre alte Studentin war nach Kenntnissen der Polizei im Februar sexuell missbraucht und danach getötet worden.

Erneut Revision im Fall Aken

Der Prozess um den gewaltsamen Tod einer Rentnerin in Aken muss möglicherweise ein drittes Mal von vorn beginnen. Dessaus Oberstaatsanwalt Preissner sagte MDR SACHSEN-ANHALT, man habe gegen das letzte Urteil Revision eingelegt. Nun muss der Bundesgerichtshof entscheiden, ob es eine neue Verhandlung gibt. Ein 56-Jähriger hatte seine Mutter im Streit bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt und sie dann am Hafen Aken in die Elbe geworfen. Dafür bekam er eine dreijährige Freiheitsstrafe.

Spendenaktion für Magdeburger Johanniskirche

Für den abschließenden Wiederaufbau der Magdeburger Johanniskirche werden Förderer gesucht. Wie das Kuratorium für den Wiederaufbau mitteilte, sollen 180 einzelne Glasfelder für die Kirchenfenster verkauft werden. Der Dresdner Maler Max Uhlig wird sie bemalen. Spender können ein Glasfeld symbolisch für 2.000 Euro übernehmen. Bereits im September könnten die ersten Fenster eingesetzt werden. Die Johanniskirche war im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt worden.

Kaiserreich-Ausstellung auf Schloss Wernigerode

Auf Schloss Wernigerode ist ab sofort eine Ausstellung über das deutsche Kaiserreich und die Zeit vor dem 1. Weltkrieg zu besichtigen. Eröffnet wurde sie am Abend von Kultusminister Dorgerloh. Er sagte, wer die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts verstehen wolle, müsse sich mit der Zeit vor 1914 auseinandersetzen. Die Sonderausstellung zeigt die so genannten Boomjahre des Kaiserreichs, die schließlich im 1. Weltkrieg endeten. Sie ist Teil des diesjährigen Gedenkens an den Ausbruch des Krieges vor 100 Jahren.

Drängelnder Pkw: Motorradfahrer stürzt

In Haldensleben hat ein drängelnder Autofahrer einen Motorradfahrer zu Fall gebracht und hat dann auf ihn eingetreten. Wie die Polizei mitteilte, war der 19-jährige Autofahrer so nah aufgefahren, dass der Motorradfahrer in einer Kurve die Kontrolle verlor. Er stürzte und verletzte sich dabei schwer. Der Autofahrer stieg daraufhin aus und trat dem Gestürzten gegen den Kopf. Noch am Umfallort nahmen Beamte den 19-Jährigen fest. Der Motorradfahrer wurde nach Magdeburg ins Krankenhaus gebracht.

Bulle greift Polizisten an

Bei Jerichow sind Polizisten von einem entlaufenen Bullen angegriffen worden. Die Beamten waren gerufen worden, weil das Tier den Verkehr auf einer Straße behinderte. Als sie versuchten den Bullen von der Straße zu scheuchen, rannte er auf sie zu und griff sie an. Die Polizisten brachten sich in ihrem Auto in Sicherheit. Ein Jäger musste das aggressive Tier schließlich erschießen. Die Straße blieb mehrere Stunden gesperrt.

Berühmte Seebrücke Eastbourne Pier in Flammen

Im Süden Englands steht die berühmte Seebrücke Eastbourne Pier in Flammen. Fotos von Augenzeugen bei Twitter zeigen dunkle Rauchwolken. Die Feuerwehr vermutet, dass sich der Brand von der Holzverkleidung eines Gebäudes auf der Landungsbrücke ausgebreitet hat. Rund 80 Feuerwehrmänner seien im Einsatz. Auf der im 19. Jahrhundert erbauten Seebrücke befinden sich zahlreiche Cafés, Restaurants und Nachtclubs. Über den Schaden ist noch nichts bekannt.

Zuletzt aktualisiert: 30. Juli 2014, 22:35 Uhr

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