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Tumulte bei Asyldebatte in Freital

In Freital stehen sich die Befürworter und Gegner einer Asylbewerberunterkunft weiter unversöhnlich gegenüber. Begleitet von Tumulten fand am Abend im Kulturhaus der Stadt eine Bürgerversammlung zum Thema Asyl statt. Aus den Reihen der Teilnehmer wurden Vorurteile gegen Asylbewerber geäußert. Andere Teilnehmer, die sich für die Flüchtlinge einsetzen wollten, wurden niedergebrüllt. Als Sachsens Innenminister Ulbig die Lage bei der Flüchtlingsunterbringung darstellen wollte, wurde er ausgebuht. Freitals Erster Bürgermeister Kretscher-Schöppan erklärte, erst müsse die Spaltung der Bevölkerung in der Stadt überwunden werden. Danach könne man sich um die Integration der Flüchtlinge kümmern. Die Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates und der künftige Oberbürgermeister Rumberg forderten ein Ende von Fremdenfeindlichkeit und Hass.

Leipzig: Wieder Demos pro und contra Pe-/Legida

In Leipzig hat ein gemeinsamer Aufmarsch von "Pegida" und "Legida" laut Polizei rund 800 Teilnehmer mobilisiert. Ihnen hätten etwa gleich viele Gegendemonstranten gegenübergestanden, die gegen die Islam- und Asylkritiker protestierten. Das Aktionsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz" sprach dagegen von bis zu 3.000 Gegendemonstranten. Nach Polizeiangaben kam es zu Zwischenfällen, als Anhänger der linken Szene den Pegida-Zug mit Gemüse bewarfen. Pegida-Gründer Bachmann kündigte an, dass sein Bündnis künftig bei Landtagswahlen antreten werde. Grund sei der Erfolg bei der Oberbürgermeisterwahl in Dresden. Eine Pegida-Kandidatin hatte dort im ersten Wahlgang fast zehn Prozent bekommen.

Dresdner Bündnis fordert klare Positionierung gegen Rechts

Das Bündnis "Dresden für Alle" hat vom neuen Dresdner Oberbürgermeister Hilbert eine klare Positionierung gegen rechtes Gedankengut gefordert. Die Ereignisse der letzten Monate hätten den dringenden Handlungsbedarf vor Augen geführt, erklärte ein Sprecher des Netzwerks. Hilbert hatte nach seiner gestrigen Wahl angekündigt, das durch Pegida entstandene Bild Dresdens geraderücken zu wollen. Die sächsische Landeshauptstadt solle eine Vorzeigestadt der Integration und Beschäftigung von Flüchtlingen und Zuwanderern werden, sagte Hilbert.

Mord in Leipziger Pflegeheim - Zehn Jahre Haft für 43-Jährigen

Wegen Mordes an seinem Zimmernachbarn in einem Leipziger Pflegeheim ist der Angeklagte zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Leipzig ordnete zudem die Einweisung des alkoholkranken Mannes in eine Psychiatrie an. Er müsse behandelt werden, weil von ihm die Gefahr weiterer Straftaten ausgehe, hieß es zur Begründung. - Der 43-Jährige hatte im Prozess gestanden, das bettlägerige Opfer im vorigen November mit einer hochalkoholischen Flüssigkeit übergossen und angezündet zu haben. Der 66-Jährige starb wenige Tage später an seinen schweren Brandverletzungen.

Mehr Rebflächen für Sachsen - Winzer zeigen sich zufrieden

Die Winzer in Sachsen sind mit der vom Bundestag beschlossenen Ausweitung der Rebflächen zufrieden. Der Vorsitzende des Weinbauverbandes Sachsen, Reiner, sagte, gerade für kleine Betriebe seien zusätzliche Rebflächen wichtig, um wirtschaftlich arbeiten zu können. - Dem Beschluss zufolge darf die Rebfläche bundesweit um 0,3 Prozent pro Jahr wachsen. Für Sachsen bedeutet dies jeweils fünf Hektar. Hier gibt es fast 2.500 Winzer.

Zuletzt aktualisiert: 07. Juli 2015, 06:16 Uhr

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