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Landtag debattiert über Wirtschaftsstandort

Dresden - Sachsens Landtag debattiert seit dem Vormittag über den Wirtschaftsstandort Sachsen. Dabei soll es vor allem um die Mikroelektronik gehen. Gestern hatten die Abgeordneten über weitere Maßnahmen zum Hochwasserschutz nach der Flut debattiert. Ministerpräsident Tillich kündigte an, den Hochwasserschutz in Sachsen zu beschleunigen. Dabei kritisierte er, dass in Überschwemmungsgebieten immer noch neu gebaut wird. Die SPD forderte ein striktes Bebauungsverbot.

Flutsperrmüll brennt in Grimma

In Grimma ist in der vergangenen Nacht Flutmüll in Brand geraten. Nach Angaben der Polizei entzündete auf einem zentralen Sammelplatz ein zehn Meter hoher und 50 Meter bereiter Müllberg selbst. Rund 120 Feuerwehrleute versuchen, das Feuer zu löschen. Eine Messung ergab, dass von dem Rauch keine Gefahr für die Bevölkerung ausgeht. Nach dem Mulde-Hochwasser hatten die Grimmaer Tausende Kubikmeter Flutmüll auf das Gelände gebracht.

Prozess gegen Jenaer Pfarrer wird fortgesetzt

Der Prozess gegen den Jenaer Stadtjugendpfarrer Lothar König ist am Morgen vor dem Dresdner Amtsgericht fortgesetzt worden. Befragt werden zunächst zwei Polizisten, die mit der Auswertung von Videomaterial zu den Tatvorwürfen gegen den 59-Jährigen befasst gewesen sind. König wird schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen. Laut Staatsanwaltschaft soll der 59-Jährige im Februar 2011 bei einer Anti-Nazi-Demonstration in Dresden zu Gewalt gegen Polizeibeamte aufgerufen haben. König bestreitet die Vorwürfe.

Lehrer wollen über Altersteilzeit verhandeln

Die Lehrergewerkschaft GEW will mit der sächsischen Landesregierung über Teilzeitregelungen für ältere Lehrer verhandeln. Das erklärte die Vorsitzende Sabine Gerold nach einem Treffen der Tarifkommission. Die Gehaltsstruktur müsse gesondert behandelt werden. Am Ende solle ein regulärer Tarifvertrag für die rund 30.000 nicht verbeamteten Lehrer in Sachsen stehen, sagte Gerold. Die Landesregierung hatte den Gewerkschaften Angebote vorgelegt und verlangt, die Lehrer sollten in diesem Jahr auf Warnstreiks verzichten. Daran fühlt sich die GEW laut Gerold nicht gebunden.

Warnstreik bei Metro in Leipzig

Einen Tag vor der neuen Tarifrunde im sächsischen Groß- und Außenhandel sind Beschäftigte der Handelskette Metro in Leipzig am Morgen in den Warnstreik getreten. Verdi fordert für rund 35.000 Beschäftigte im Freistaat 6,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 120 Euro mehr im Monat. Die Arbeitgeber haben zwei Prozent mehr in diesem und weitere 1,7 Prozent im kommenden Jahr angeboten.

Zuletzt aktualisiert: 20. Juni 2013, 10:40 Uhr

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