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Festakt mit Altkanzler Kohl in Dresden

25 Jahre nach seiner historischen Rede vor der Ruine der Frauenkirche hat Altkanzler Kohl im Albertinum an einer Feierstunde teilgenommen. Vor 600 geladenen Gästen würdigte Sachsens Ministerpräsident Tillich den 84-Jährigen als "Macher der Deutschen Einheit". Dieser habe es verstanden, Ängste bei den Nachbarn und Partnern zu überwinden und Vertrauen aufzubauen. Mit Blick auf die aktuelle Debatte um Asyl und Flüchtlinge erinnerte Tillich daran, dass Hunderttausende in vier Jahrzehnten deutscher Teilung von Ost nach West geflohen sind. Diese Menschen hätten in Westdeutschland Aufnahme gefunden. Jetzt gelte es, dieselbe Solidarität mit denen zu zeigen, die heute aus ihrer Heimat fliehen müssten und hierher kämen, so der Ministerpräsident.

Betrieb bei Straathof-Schweinezucht in Nordsachsen geht weiter

Der niederländische Schweinezüchter Adrianus Straathof darf seine Betriebe in Nordsachsen weiterführen. Das entschied das Sächsiche Sozialministerium. Danach wurden bei Kontrollen der Anlagen in Wellaune und Wannewitz Ende November keine Mängel festgestellt. - In der vergangenen Woche war Straathof mit einem bundesweiten Tierhaltungsverbot belegt worden. Grund dafür waren grobe Verstöße gegen den Tierschutz, die in den Betrieben in Sachsen-Anhalt festgestellt worden waren.

Gesünderer Wald im Erzgebirge und im Vogtland

Dem Wald in Sachsen geht es gut, allerdings mit großen regionalen Unterschieden. Das ist das Ergebnis des Waldzustandsberichts, den Landwirtschaftsminister Schmidt in Dresden vorstellte. Danach ist der Anteil der vollständig gesunden Bäume gegenüber dem Vorjahr um zwei auf 39 Prozent gestiegen. Der Anteil stark geschädigter Bäume sei dagegen um zwei auf 15 Prozent zurückgegangen. Der Zustand der Wälder ist im Vogtland, im Erzgebirge und im östlichen Tiefland besser als in den anderen Regionen, weil es dort feuchter ist.

Vorerst kein Abbau von Seltenen Erden in Delitzsch

Die Firma Ceritech will die Abbau-Lizenz für die Seltenen Erden bei Delitzsch offenbar zurückgeben. Vorstandsmitglied Jörg Reichert sagte MDR INFO, die Entscheidung falle vermutlich noch in diesem Jahr. Grund für den Rückzug ist offenbar der Preisverfall für Seltene Erden auf dem Weltmarkt. Der Delitzscher Oberbürgermeister Wilde bedauerte die Entscheidung. Man lasse die wissenschaftlichen Erkenntnisse aber in der Schublade, sagte er dem Sender. - In Storkwitz bei Delitzsch war bei Probe-Bohrungen eine große Lagerstätte von Seltenen Erden nachgewiesen worden. Die Stoffe werden unter anderem für die Herstellung von Computern, Handys und Akkus gebraucht.

Leipziger Versorger erwägt Übernahme von VNG

Die städtische Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft ist bereit, die Aktienmehrheit an der Verbundnetz Gas AG VNG zu übernehmen. Das erklärte das Unternehmen angesichts eines möglichen Verkaufs der Aktien durch den Oldenburger Energieversorger EWE. Um die Anteile im Wert von rund 1,4 Milliarden Euro übernehmen zu können, braucht die Leipziger Gesellschaft allerdings Partner. - Hintergrund ist die Befürchtung der Stadt Leipzig, ein anderer Mehrheitsaktionär könnte den Hauptsitz von VNG aus Leipzig abziehen. Der Energieversorger ist eines der größten Unternehmen in Ostdeutschland.

Dresdner Semperoper enthüllt Gedenktafel für NS-Opfer

Die Semperoper erinnert künftig an in der NS-Zeit verfolgte Künstler und Mitarbeiter. Eine entsprechende Gedenktafel wurde am Nachmittag im Eingangsbereich enthüllt. Sie macht auf die Schicksale von Menschen an Dresdner Staats- und Privattheatern aufmerksam, die von den Nazis wegen ihrer jüdischen Herkunft oder ihrer politischen Überzeugung verfolgt wurden. Etliche von ihnen wurden deportiert und ermordet. Bis 1938 wurden aus Dresdner Theatern mindestens 50 Mitarbeiter entlassen. Forscher gehen von einer weitaus höheren Dunkelziffer aus.

Brandserie in Dresden-Gorbitz reißt nicht ab

Die Serie von mutmaßlichen Brandstiftungen im Dresdner Stadtteil Gorbitz reißt nicht ab. Nach Informationen des MDR hat in der Nacht ein Auto gebrannt und wurde dabei komplett zerstört. Ein daneben geparktes Fahrzeug wurde ebenfalls beschädigt. Die Polizei schließt Brandstiftung nicht aus. In den vergangenen Wochen hatte es in Dresden-Gorbitz immer wieder gebrannt. In den meisten Fällen wurde in den Aufgängen von Mehrfamilienhäusern Feuer gelegt. Am vergangenen Wochenende brannte es an drei Stellen gleichzeitig.

Chemnitzer Polizei sucht Autodiebe

Die Polizei in Chemnitz sucht nach Autodieben, die im Landkreis Mittelsachsen unterwegs sind. Allein in der Nacht zum Freitag seien in Döbeln und Freiberg drei Autos gestohlen worden, sagte ein Polizeisprecher. In der Nacht zum Donnerstag verschwanden ebenfalls drei Fahrzeuge in Freiberg und Frankenberg. In zwei weiteren Fällen sei der Diebstahl missglückt. Die Ermittler gehen nach eigenen Angaben von Auftrags-Taten aus. Es handele sich immer um Modelle der Mittel- und Kompaktklasse eines deutschen Autobauers.

Zuletzt aktualisiert: 19. Dezember 2014, 21:40 Uhr

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