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Sachsens Staatskanzleichef zu Kohle-Gesprächen in Stockholm

Sachsens Staatskanzleichef Beermann trifft sich heute in Schweden mit Energieminister Baylan und dem Vorstand des Vattenfall-Konzern. Er bereitet damit den Besuch von Ministerpräsident Tillich vor. Dieser will in Stockholm für den weiteren Abbau der Lausitzer Braunkohle werben. Anlass ist der geplante Kurswechsel in der schwedischen Energiepolitik. Davon wäre auch das Engagement des Staatskonzerns Vattenfall in der Lausitz betroffen. Dieser ist der größte Arbeitgeber in der Region. Auch Sachsens SPD-Chef Dulig reist kommende Woche nach Schweden. Seine Partei hatte sich im gestern vorgestellten Koalitionsvertrag mit der CDU zur Braunkohle bekannt.

Leipziger Uni-Rektorin begrüßt Koalitionsvereinbarungen

Die Leipziger Universitätsrektorin Beate Schücking hat erleichtert auf die bildungspolitischen Koalitionsvereinbarungen von CDU und SPD reagiert. Dem gestern vorgestellten Vertrag zufolge soll auf den ab 2017 geplanten Stellenabbau an den sächsischen Hochschulen verzichtet werden. Schücking sprach von einer sehr guten Nachricht, auch wenn sie mit Bedingungen verknüpft sei. Ob die in Leipzig bedrohten Institute für Pharmazie, Archäologie und Theaterwissenschaften nun erhalten bleiben, wollte die Rektorin nicht sagen. Dafür sei es noch zu früh. CDU und SPD fordern von den Hochschulen, Schwerpunkte beim Studienangebot zu setzen.

Karstadt-Warenhäuser in Dresden und Leipzig bleiben vorerst

Die sächsischen Karstadt-Häuser in Leipzig und Dresden stehen vorerst nicht auf der Streichliste des Konzerns. Wie der neue Unternehmenschef Stephan Fanderl mitteilte, werden im Zuge des Sanierungsplans sechs Filialen in Hamburg, Stuttgart, Köln, Göttingen, Paderborn und Frankfurt/Oder geschlossen. Allerdings sehe die Situation an acht bis zehn weiteren Standorten ähnlich aus. Hier soll nach individuellen Lösungen, wie anderen Nutzungsmöglichkeiten für die Häuser, gesucht werden. Außerdem will Karstadt im gesamten Konzern 2.000 der derzeit gut 17.000 Stellen streichen. Dadurch könnten auch in in Sachsen Stellen wegfallen. Die Gewerkschaft Verdi kritisierte die Pläne. Gesamtbetriebsratschef Helmut Patzelt sprach von einem dunklen Tag für die Beschäftigten.

Altar von gesprengter Leipziger Uni-Kirche wieder an alter Stelle

Der vor der Sprengung gerettete Altar der früheren Universitätskirche St. Pauli in Leipzig steht wieder auf dem Campus. Er war in den vergangenen Tagen an seinem bisherigen Standort in der Thomaskriche demontiert und im neu errichteten Paulinum wieder aufgebaut worden. Die Paulinerkirche war 1968 auf Geheiß der SED-Führung gesprengt worden. Aus ihrem Innenraum blieben nur wenige Stücke erhalten, darunter der etwa 500 Jahre alte Altar. Das heutige Paulinum auf dem Leipziger Uni-Campus ist äußerlich einer Kirche nachempfunden und beherbergt neben dem Auditorium Maximum einen Andachtsraum.

Stromausfall im Dresdner Süden

Im Süden Dresdens haben etwa 1.500 Haushalte weiter keinen Strom. Wie eine Sprecherin des Netzbetreibers Drewag MDR 1 RADIO SACHSEN sagte, wird derzeit noch in den Dresdner Stadtteilen Räcknitz, Coschütz und Kleinpestitz an der Beseitigung der Störung gearbeitet. Hier soll die Versorgung frühestens am Mittag wieder hergestellt sein. Den Angaben zufolge war in Nacht in insgesamt 10.000 Haushalten Strom ausgefallen. Ursache waren ein Kurzschluss im Umspannwerk Dresden-Räcknitz und eine Kabelstörung. In der Folge musste der Strom auch in benachbarten Stadtteilen abgeschaltet werden.

Prozessbeginn um tödlichen Unfall Pfingsten 2013 auf A4

Ein slowakischer Lkw-Fahrer muss sich seit heute vor dem Amtsgericht Görlitz wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung verantworten. Er war am Pfingstwochenende 2013 auf der Autobahn 4 am Tunnel Königshainer Berge nahezu ungebremst in ein Stauende gefahren. Dabei schob der Lkw des 42-Jährigen ein Auto unter einen weiteren Sattelzug. Ein Mann aus Görlitz kam bei dem Unfall ums Leben, sechs weitere Personen wurden teils schwer verletzt, darunter ein einjähriges Kind. Ursache für den Stau war ein brennender Lkw in dem Autobahntunnel. Dieser musste für Reparaturen ein halbes Jahr gesperrt werden.

Mehrfamilienhaus in Leipzig sicherheitshalber evakuiert

In Leipzig ist ein Mehrfamilienhaus evakuiert worden. Nach Angaben der Polizei in Leipzig mussten zehn Bewohner für mehrere Stunden ihre Wohnungen verlassen, nachdem im leerstehenden Nachbarhaus zwei Zwischendecken nachgegeben hatten. Diese seien bis in die zweite Etage hinabgestürzt. Verletzt worden sei niemand. Die angrenzende Straße wurde für Autos und Straßenbahnen gesperrt. Das Bauordnungsamt will heute über das weitere Vorgehen entscheiden. Zuletzt war Ende Mai im Leipziger Osten ein leerstehendes Haus in sich zusammengefallen.

Zwei Leipziger Messen rund ums Design

In Leipzig finden bis Sonntag zwei Messen rund um das Thema Design statt. Zur Stunde werden auf dem Messegelände die Designers' Open eröffnet. 264 Aussteller präsentieren Entwürfe aus den Bereichen Mode, Industrie, Grafik, Kommunikation und Architektur. Erstmals sind auch Teilnehmer aus dem Ausland dabei. Abseits des Leipziger Messegeländes gibt es 70 Veranstaltungsorte in der Stadt. Parallel zur Designers' Open findet im Leipziger Museum für Angewandte Kunst die Grassi-Messe statt. Hier werden an 70 Verkaufsständen außergewöhnliche Kunstobjekte von Porzellan über Mode bis Schmuck präsentiert.

Zuletzt aktualisiert: 24. Oktober 2014, 11:15 Uhr

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