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Keine leitenden Notärzte in Chemnitz

Die Stadt Chemnitz verfügt seit fast einem Monat über keine für Großeinsätze qualifizierten leitenden Notärzte. Das aus 15 Ärzten bestehende Team lasse sein Ehrenamt derzeit ruhen. Die Notfallmediziner beklagen chaotische Zustände beim Rettungszweckverband Chemnitz/Erzgebirge. Es gebe keine normal funktionierende Einsatzleitung für Großereignisse, der Transport des leitenden Notarztes zum Schadensort sei nicht geregelt. So sei beispielsweise beim letzten Großeinsatz der leitende Notfallmediziner erst nach 90 Minuten vor Ort gewesen. Die Ärzte drohen, das Notfallsystem ganz zu verlassen.

Schadensgelder nach Flut fließen in Sachsen nur langsam

Ein Jahr nach dem Juni-Hochwasser in Sachsen hat der Freistaat erst ein Fünftel der bewilligten Schadenssumme ausgezahlt. Das teilte die Landesregierung auf Anfrage der Grünen-Landtagsfraktion mit. Demnach wurden bis Ende Mai knapp 3.500 Anträge im Umfang von 257 Millionen Euro genehmigt. Gezahlt wurden aber nur 57 Millionen Euro an 1.400 Antragsteller. Grünen-Umweltexpertin Kallenbach beklagte, die meisten Hochwassergeschädigten müssten in Vorleistung gehen. Die Sächsische Aufbaubank solle Betroffene deshalb deutlich schneller vor Ort beraten, um den Zeitraum bis zur Überweisung der bewilligten Gelder so kurz wie möglich zu halten.

Leipzig macht Tempo beim Kita-Bau

Die Stadt Leipzig drückt beim Bau von Kindertagesstätten nach eigenen Aussagen aufs Tempo. Bis Ende des Jahres sollen 17 Kitas mit knapp 1.900 Plätzen gebaut werden, sagte Oberbürgermeister Jung. Er wehrte sich gegen öffentliche Kritik, die Stadt unternehme zu wenig, um den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz zu erfüllen. Bei bis zu 12.000 Zuzügen im Jahr komme die Stadt aber kaum hinterher. Nach Angaben des sächsischen Kultusministeriums werden im Freistaat derzeit 52 Prozent der Kinder unter drei Jahren in Kitas oder in einer Tagespflege betreut. Die Zahl liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt.

Sächsischer Landtag startet Wahl-Infotour

Der Sächsische Landtag hat eine Infotour zur Landtagswahl Ende August gestartet. Erste Station war Hoyerswerda. In den kommenden Wochen wird der Infostand in weiteren 23 sächsischen Städten aufgebaut. Landtagsmitarbeiter sollen den Bürgern im persönlichen Gespräch die Bedeutung des Parlaments nahe bringen und sie davon überzeugen, auch wählen zu gehen. Bei der Abstimmung am 31. August sind rund 3,4 Millionen Sachsen stimmberechtigt.

Offizieller Start für inoffiziellen Sommerschlussverkauf

Zum Start des Sommerschlussverkaufs locken auch sächsische Einzelhändler mit Rabatten. Nach Angaben des Handelsverbandes beteiligen sich drei Viertel der Geschäfte an der zweiwöchigen Aktion. Sie ist seit der Reform des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb vor zehn Jahren freiwillig. Vor allem die älteren Käufer seien aber an die Schlussverkäufe gewöhnt, sagte Gunter Engelmann-Merkel vom Handelsverband Westsachsen. Viele Läden hatten allerdings schon im Vorfeld die Preise gesenkt. Der durchschnittliche Rabatt soll in diesem Jahr mit 23 Prozent geringer ausfallen als im Vorjahr.

Zuletzt aktualisiert: 29. Juli 2014, 00:15 Uhr

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