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Ostdeutschland holt ökonomisch kaum noch auf

Dresden - Die ostdeutsche Wirtschaftskraft ist weiterhin ein Drittel geringer als in Westdeutschland. Der Aufholprozess habe sich in den vergangenen Jahren deutlich abgeschwächt, zitiert die Sächsische Zeitung aus dem Entwurf des aktuellen Jahresberichts zum Stand der Deutschen Einheit. Demnach hat sich das Bruttoinlandsprodukt im Osten seit 1992 zwar verdoppelt. Doch seit 1997 sei der jährliche Zuwachs deutlich schwächer geworden. Auch bei der Arbeitsproduktivität habe der Osten zuletzt kaum noch aufgeholt, heißt es in dem Bericht. Er soll am Mittwoch im Bundeskabinett behandelt werden.

Unwetter fluten Straßen und Keller in Sachsen

Schwere Unwetter haben in Teilen Deutschlands für Überflutungen gesorgt und Schlammlawinen ausgelöst. In Sachsen traf es besonders Zwickau und das Vogtland. Hier fielen in kürzester Zeit bis zu 57 Liter Regen pro Quadratmeter. Die Feuerwehr war im Dauereinsatz, um vollgelaufene Keller abzupumpen. Die Regenmassen überfluteten auch Bahnstrecken, Unterführungen, Senken und Tunnel. In Zwickau musste der City-Tunnel an der B 93 zeitweise gesperrt werden. Mehrere Autofahrer blieben in den Wassermassen stecken. Noch immer gesperrt ist der Olzmanntunnel. Rund um Plauen sind einige Kreisstraßen weiterhin nicht befahrbar. Auch im Raum Kamenz wurden Straßen mit Schlamm überspült.

HeidelDruck-Chef: Kaum Hoffnungen für Leipziger Werk

Die Chancen für den Erhalt des Heidelberg-Druckmaschinenwerks in der Stadt sind weiter gesunken. Wie Konzernchef Linzbach in der "Welt am Sonntag" sagte, ist der Markt für die in Leipzig hergestellten Maschinen so stark rückläufig, dass ein weiteres Engagement in dem Bereich unwirtschaftlich ist. Dies sei kein Kostenproblem, das durch Einsparungen gelöst werden könne. Den Widerstand der 220 Beschäftigten und der Arbeitnehmervertreter in Leipzig bezeichnete Linzbach als sinnlos. Die IG Metall hatte angekündigt, notfalls selbst nach einem Investor zu suchen.

Interkulturelle Wochen in Sachsen

In Sachsen beginnen heute die Interkulturellen Wochen. In Plauen wurden sie am Mittag mit Breakdance und afrikanischen Trommelrhythmen auf dem Altmarkt eröffnet. In Dresden veranstaltet die Caritas seit dem Vormittag ein interkulturelles Fest im Haus der Kathedrale. Oberbürgermeisterin Orosz lädt am Nachmittag zum Ratsschmaus mit Gesprächen zum Thema Integration ein. In Leipzig stellen sich verschiedene Religionsgemeinschaften mit kulturellen und spirituellen Beiträgen vor. In Zwickau wird die Interkulturelle Woche mit einem Friedensgebet eröffnet.

Schauspielerin Iris Berben mit Erich-Kästner-Preis geehrt

Die Schauspielerin Iris Berben ist am Vormittag mit dem Erich-Kästner-Preis geehrt worden. Die 64-Jährige nahm die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung des Presseclubs Dresden auf Schloss Albrechtsberg entgegen. Berben sei eine Künstlerin, die sich leidenschaftlich gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus, Rassismus und jede Form der Ausgrenzung engagiere, begründete der Presseclub die Ehrung. Der Erich-Kästner-Preis wird seit 1994 Dresden verliehen. Vergangenes Jahr wurde der inzwischen gestorbene Kabarettist Dieter Hildebrandt geehrt.

Bundesverband Musikunterricht in Leipzig gegründet

Leipzig - Der Verband deutscher Schulmusiker und der Arbeitskreis für Schulmusik haben sich zusammengeschlossen. Sie gründeten am Rande eines Kongresses in Leipzig den gemeinsamen Bundesverband Musikunterricht. Ziele sind die verstärkte Förderung der musikalischen Bildung und eines darüber hinaus gehenden Musiklebens an den allgemeinbildenden Schulen. Dazu will sich der Verband bei der Politik auch für eine bessere Aus- und Fortbildung einsetzen. In Leipzig hatten seit Mittwoch 1.500 Lehrer, Referendare und Studenten diskutiert, wie der Musikunterricht besser gestaltet werden kann.

Zuletzt aktualisiert: 21. September 2014, 13:40 Uhr

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