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Sachsen und Tschechien wollen neue Bahnstrecke Dresden-Prag

Der tschechische Präsident Zeman hat Sachsens Ministerpräsident Tillich zu politischen Gesprächen empfangen. Es war das erste Treffen beider Politiker. Wie Tillich erklärte, wollen Sachsen und Tschechien die Planungen für eine neue Bahnverbindung zwischen Dresden und Prag voranbringen. Ziel sei es, die Strecke ab 2015 in den neuen Verkehrswegeplan der Bundesregierung aufzunehmen. Darüber werde in den kommenden Wochen entschieden, sagte Tillich dem Mitteldeutschen Rundfunk.

Polizei untersucht Vorwürfe gegen Wachmann in Hoyerswerda

Auch in Sachsen ist möglicherweise ein Flüchtling durch Mitarbeiter eines privaten Wachdienstes misshandelt worden. Nach entsprechenden Aussagen eines 29-jährigen Tunesiers in Hoyerswerda hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Danach soll der Wachmann den Flüchtling so schwer gestossen haben, dass er sich Rippen gebrochen hat. Der Vorfall soll sich schon im Juli ereignet haben. Betreiber des Heimes ist dasselbe Unternehmen, das nach den Übergriffen gegen Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen in die Kritik geraten war.

Sachsen zahlt weitere Millionen für frühere Landesbank

Sachsen hat knapp 29 Millionen Euro Verluste der ehemaligen Landesbank ausgeglichen. Die Summe wurde für das dritte Quartal an die Landesbank Baden-Württemberg überwiesen, wie das Finanzministerium mitteilte. Damit seien bisher fast 1,2 Milliarden Euro gezahlt worden. Für weitere rund 1,5 Milliarden Euro hat das Land bereits Steuermittel zurückgelegt. - Die Sachsen LB stand 2007 nach riskanten Geschäften vor dem Ruin und musste an die Landesbank Baden-Württemberg verkauft werden.

Landarzt-Förderung könnte auf Fachärzte ausgeweitet werden

Die sächsische Landesregierung will nach den Hausärzten auch mehr Fachärzte für ländliche Regionen werben. Das teilte das Sozialministerium mit. Der Bedarf werde zunächst mit Hilfe eines Gutachtens ermittelt. Vor allem bei Kinderärzten und Neurologen drohe ein Mangel, da fast jeder vierte Arzt 60 Jahre oder älter sei. - Derzeit erhalten in Sachsen jedes Jahr 20 Studenten Stipendien in Höhe von 1.000 Euro monatlich, wenn sie sich verpflichten, nach dem Studium als Allgemeinmediziner im ländlichen Raum zu arbeiten.

Rund 4.000 Tonnen AKW-Bauschutt auf sächsischen Deponien

Auf sächsischen Deponien sind in den vergangenen Jahren rund 4.000 Tonnen Bauschutt aus Atomanlagen gelagert worden. Das teilte das Umweltministerium auf Anfrage der Grünen-Landtagsfraktion mit. In den Deponien Grumbach, Wetro und Cröbern würden Beton, Metallabfälle und asbesthaltiges Dämmmaterial lagern. Es handele sich nicht um radioaktive Abfälle, sondern um Schutt, dessen Strahlung unter den zulässigen Grenzwerten liege. Die Grünen kritisierten, das Land habe die Lagerung von bis zu 15.000 Tonnen AKW-Bauschutt genehmigt, ohne die Öffentlichkeit zu informieren.

Savchenko und Steuer beenden vorerst Zusammenarbeit

Paarlauf-Weltmeisterin Aljona Savchenko und ihr Trainer Ingo Steuer haben vorerst ihre Zusammenarbeit beendet. Das bestätigten beide dem MDR und führten finanzielle, sportliche sowie private Gründe an. Hauptstreitpunkt sei Steuers Bezahlung. Er erhält wegen seiner früheren Tätigkeit als inoffizieller Stasi-Mitarbeiter kein Geld von der Deutschen Eislauf-Union. Savchenko und ihr neuer Partner Bruno Massot weigern sich, das Trainerhonorar für Ingo Steuer privat zu bezahlen.

Zuletzt aktualisiert: 02. Oktober 2014, 04:15 Uhr

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