Starke Frauen, schöne Männer
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Nah dran - das Magazin | 28.09.2017 Starke Frauen, schöne Männer

Es genügt nur ein kurzer Blick zurück: Es ist unübersehbar, wie sehr sich das Rollenverhalten von Männern und Frauen verändert hat. Männer und Frauen teilen sich die Elternzeit, auf den ersten Blick gibt es keine Männerberufe. In vier Beiträgen beschäftigt sich das Magazin von Nah dran mit Rollenbildern von Frau und Mann. So geht es u.a. um geschlechterspezifisches Spielen im Kindergarten und um einen wahrhaft gefährlichen Job für eine Frau.

Starke Frauen, schöne Männer
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Mama arbeitet Teilzeit

Das Vorhaben ist klar: die Ehepartner sind gleichberechtigt, Kinder werden gemeinsam erzogen, nach der Elternzeit geht Mama logischerweise wieder arbeiten. Genauso, wie davor. Die Realität zerschlägt alle Pläne: denn die Zustände – in der Gesellschaft, auf dem Arbeitsmarkt, in der Kinderbetreuung – stimmen nicht. Kapitulation: Mama arbeitet dann doch nur Teilzeit oder ganz flexibel freiberuflich.

Die Schauspielerin Maila Giesder-Pempelforth erzählt bei Nah dran von ihren ganz persönlichen Erfahrungen.

Eine Frau sitzt in ihrer Wühnung und spricht mit einem Reporter. Dabei schaut sie links an der Kamera vorbei zu ihrem Gesprächspartner der nicht im Bild ist.
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Sollen Jungs mit Puppen spielen?

Spätestens mit drei Jahren wissen Kinder genau: ich bin ein Junge oder ein Mädchen. Doch wie dieses Geschlecht definiert wird, das hat die Umwelt ihnen meist schon vorgegeben: mit blauer oder rosafarbener Kleidung, Autos für die einen, Puppen für die anderen. Damit der Bruch zwischen den Geschlechtern nicht zu tief wird, wollen Kindergärten das gemeinsame Spielen üben. Mädchen dürfen Bauarbeiter sein, Jungs in die Rolle der Puppenmama schlüpfen. Oder alle zusammen das, was ihnen gefällt. Kann das helfen, später mehr Verständnis für das andere Geschlecht zu haben?

Was heißt "Mann sein"?

Durchsetzungsfähig sein - aber nicht zu dominant, Emotionen zeigen – aber kein Weichei sein. Mann hat es nicht leicht. Seine  Rolle wird unscharf, manche Männer spielen irgendetwas, von dem sie glauben, es sei gewünscht. Weil sie Angst haben, mit ihren männlichen Attributen nicht mehr anzukommen. Thomas Freitag, 54 Jahre alt, hat erkannt, dass so etwas unglücklich macht. In einer Dresdner Männer-WG auf Zeit versucht er herauszufinden, wie er die richtige Balance finden und Mann sein kann

Eine Frau und ihr lebensgefährlicher Job

Beatrice Müller ist die einzige Frau weit und breit. Was ihren Job betrifft. Die 32jährige bewacht Geldtransporte. Zumindest in Sachsen-Anhalt gibt es keine andere Frau in diesem Job. Schwer bewaffnet muss sie sein und im Ernstfall ihr Leben für das Geld riskieren. Nah dran hat die junge Frau in ihrem Alltag begleitet. Wie sehen sie ihre Kollegen? Und warum nimmt sie das Risiko, ihr Leben verlieren zu können in Kauf?

Zuletzt aktualisiert: 02. Oktober 2017, 18:16 Uhr