Nah dran - die Reportage | 02.03.2017 selbst & ständig - Ein Arbeitsleben ohne Sicherheit

Ein fester Arbeitsplatz und geregelte Arbeitszeiten werden immer seltener. Beruf und Privatleben verschmelzen zunehmend. Die Reportage beobachtet drei Menschen aus unterschiedlichen Generationen und Branchen, in deren Berufsalltag diese Veränderungen sichtbar werden.

David ist ein "digitaler Nomade" und kommt aus Australien. Er arbeitet in der IT-Branche für global tätige Unternehmen und auch mit kleineren Start-Ups zusammen. Sein Arbeitsplatz sind Cafés oder sogenannte Co-Working-Orte. Sein Arbeitsmittel: der Laptop. Für Rücklagen hat es nie gereicht, und er hat Angst davor, von den Jungen seiner Branche abgehängt zu werden. Nicht ganz unberechtigt, denn David ist schon 69.

Thomas ist 50. Sein ursprünglicher Traumjob wird mehr und mehr zum Alptraum. Als Automechaniker hat er eine gut gehende Werkstatt vom Vater übernommen. Doch die Elektronik der Autos von heute hat sein Berufsbild verändert. Es macht ihm Mühe, mitzuhalten. Dann kommt auch noch ein Herzinfarkt. Nun muss er kürzertreten. Wie soll das alles weiter gehen?

Anna hat mit 34 noch nicht ihren Platz in der Arbeitswelt gefunden. Als Designerin hat sie sich der Kunst verpflichtet und träumt von einem eigen Label. Bis es soweit ist, muss sie unregelmäßige Auftragsarbeiten annehmen, weit entfernt von ihrem Traum. Und das Geld ist trotzdem immer knapp.

Zuletzt aktualisiert: 20. März 2017, 11:35 Uhr