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Bistum Dresden-Meißen : Heiner Koch wird neuer Bischof in Dresden

Papst Benedikt XVI. hat den Kölner Weihbischof Heiner Koch am Freitag zum neuen Bischof von Dresden-Meißen ernannt. Das teilte der Vatikan in Rom mit. Die Amtseinführung in der Dresdner Kathedrale ist nach Angaben eines Bistumssprechers für den 16. März vorgesehen. Der 58-jährige Rheinländer folgt auf Joachim Reinelt, der im Februar vorigen Jahres in den Ruhestand ging.

In einem Interview mit dem Kölner "domradio" sagte Koch: "Ich freue mich, in ein Bistum zu kommen, das enorme Chancen hat". Zugleich betonte er: "Für mich ist es ein großer Sprung." In Dresden-Meißen kenne er bislang kaum jemanden. Nach den Worten Kochs ist seine neue Diözese zahlenmäßig zwar klein. Aber sie sei auch groß, weil dort drei Millionen ungetaufte Menschen warteten, die dazugehörten.

Koch hat langjährige Erfahrung in der Jugendarbeit

Heiner Koch stammt aus Düsseldorf und studierte an der Universität Bonn Theologie, Philosophie und Erziehungswissenschaft. 1980 wurde er zum Priester geweiht. Anschließend arbeitete er als Kaplan, Stadtjugendseelsorger und Studentenpfarrer. Im Erzbistum Köln wurde er 1992 Leiter der Seelsorge. Als Generalsekretär war er für den Weltjugendtag in Köln 2005 zuständig.

Alt-Bischof Joachim Reinelt war im Februar 2012 in den Ruhestand verabschiedet worden. Ursprünglich wollte der Dresdner Bischof schon im Herbst 2011 aus dem Amt scheiden. Weil aber die benachbarten Bischofsstühle in Berlin und Görlitz vakant waren, wurde die Amtszeit noch verlängert.

Evangelischer Bischof hofft auf Fortsetzung der Ökumene

Reinelt, der als sehr volksnah galt, war von 1988 bis 2012 Bischof des Bistums Dresden-Meißen. Während seiner Amtszeit suchte er immer wieder die Zusammenarbeit mit der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens und engagierte sich für die Ökumene. Der evangelische sächsische Landesbischof Jochen Bohl brachte in einem Schreiben mit seinen Segenswünsche an Koch seine Hoffnung zum Ausdruck, dass sich das gute und vertrauensvolle ökumenische Miteinander fortsetzen werde.

In den etwa 100 Pfarrgemeinden des Bistums Dresden-Meißen leben rund 140.000 Katholiken, das sind etwa vier Prozent der Bevölkerung. Nur in den Siedlungsgebieten der sorbischsprachigen Minderheit in der Oberlausitz gibt es einen höheren Katholikenanteil. Das Bistum umfasst den größten Teil Sachsens - mit Ausnahme der Görlitzer Region - sowie Ostthüringen.

Zuletzt aktualisiert: 18. Januar 2013, 20:14 Uhr

Weihbischof

Im Kirchenrecht wird man den Begriff "Weihbischof" vergeblich suchen. Die exakte Bezeichnung ist "Titularbischof". Er ist ohne eigene Diözese und kann einem Bischof zur Unterstützung zugeordnet werden.

Bischof

Ein Bischof ist entweder Diözesanbischof, das heißt Residierender Bischof oder Ortsbischof oder Titularbischof.
Der Diözesanbischof ist Vorsteher seiner Diözese (Bistum) und hat über sie die volle Leitungsgewalt. Er ist allein dem Papst verantwortlich. Das Bischofsamt ist ein Amt auf Lebenszeit. Mit Vollendung des 75. Lebensjahres sind jedoch alle Diözesanbischöfe angehalten, dem Papst den Amtsverzicht anzubieten

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