MDR FERNSEHEN | M 7 | Magdeburg, 03.02.2012 : "Fakt ist …!" aus Magdeburg
am Montag (06.02.2012) ab 22:15 Uhr im MDR FERNSEHEN
Monatelang zeigte der Winter 2011/2012 seine warme Schulter. Jetzt schlägt er mit Macht zu. Temperaturstürze von 30 Grad Celsius in Teilen Deutschlands vermelden die Meteorologen. Und wieder drängen zwei Fragen in den Vordergrund: Sind das normale Wetterkapriolen oder sind wir mitten im Klimawandel?
Die Fragen haben ihren Grund. Dürre im November, Frühling im Dezember, Jahrhundertstürme, Dauerregen und Jahr für Jahr steigende Temperaturen. Experten sind sich einig, Klimaforscher warnen: langfristig könnten diese Wetterereignisse zunehmen. Vor allem an der wachsenden Erderwärmung besteht längst kein Zweifel mehr. Temperaturen wie im Rekordsommer 2003 könnten zur Norm werden. Europaweit starben seinerzeit 70.000 Menschen infolge der Hitze. Die Unsicherheit ist groß, der Handlungsbedarf enorm. Worauf müssen wir uns einstellen? Was droht uns, wenn wir nichts unternehmen?
Doch nicht nur Katastrophenwarner und Umweltschützer sind besorgt. Verschiedenste Wirtschaftszweige leiden jetzt schon unter den Folgen der jüngsten Wetterereignisse. Versicherer schlagen Alarm. Allein nach dem Unwetter im September 2011 in Sachsen-Anhalt entstand ein Schaden von über 200 Millionen Euro. Hausbesitzer müssen sich langfristig an völlig neue Standards gewöhnen, um ihr Hab und Gut zu schützen. Land- und Forstwirte sind seit Jahren immer wieder von extremer werdenden Wetterschwankungen betroffen.
Aber was können wir tatsächlich tun, um uns an kommende Wetterextreme anzupassen: Sind wir dieser Entwicklung hilflos ausgeliefert? Welche Erkenntnisse liefert die Wissenschaft? Welche Vorsorgemaßnahmen trifft die Politik? Kann man sich überhaupt noch gegen die Unwetter versichern? Müssen wir anders bauen ?
Ines Krüger diskutiert diese Themen mit folgenden Gästen:
· Dr. Michael Kunz, Diplommeteorologe am Institut für Meteorologie und Klimaforschung,
· Dieter Roskowetz, Schadensexperte bei den Öffentlichen Versicherungen Sachsen-Anhalts (ÖSA) und
· Dr. Hermann Onko Aeikens, Minister für Landwirtschaft und Umwelt Sachsen-Anhalt.
