MDR | 28.09.2017 MDR zum 90. Geburtstag von Rolf Herricht

Vom 1. bis zum 5. Oktober widmet das MDR-Fernsehen dem Komödianten eine Filmreihe und zeigt in "Legenden – Ein Abend für Rolf Herricht" sowie in der Reihe "Lebensläufe" die kaum bekannte private Seite des Künstlers.

Hans-Joachim Preil und Rolf Herricht
Hans-Joachim Preil und Rolf Herricht Bildrechte: Hans-Joachim Preil der Humorist vom 04.11.1999

Er war ein Ausnahmetalent. Am 5. Oktober wäre Rolf Herricht, geboren 1927 in Magdeburg, 90 Jahre alt geworden. Neben der Film- und Fernseharbeit galt Herrichts große Liebe dem Theater. 16 Jahre lang gehörte er u.a. dem Ensemble des Berliner Metropoltheaters an. Im ungleichen Komiker-Duo Hans-Joachim Preil/Rolf Herricht brachte er als bauernschlauer Einfaltspinsel mit entwaffnender Naivität Herrn Oberlehrer Preil auf die Palme. Die Sketche „Mückentötulin“, „Tigerjagd“ oder „Reisebekanntschaft“ sind Legende. Der Schauspieler erlag 1981 mit nur 53 Jahren einem Herzinfarkt. 

Die Dokumentation „Legenden – Ein Abend für Rolf Herricht“ am 1. Oktober, 20.15 Uhr, zeigt den Schauspieler in seinen besten Rollen. Zudem lassen bislang unveröffentlichte private Briefe und Erinnerungen von Familienangehörigen, Kollegen und Freunden an ihre gemeinsame Erlebnisse mit Rolf Herricht den Menschen hinter der Rolle erkennen. Einen, der mit dem Star-Sein extrem gehadert hat, der schüchtern war und im privaten Leben nie Witze erzählte. (Wiederholung: 5. Oktober, 23.35 Uhr)

Ralf Keul (Rolf Herricht) steht auf einem Feld mit einem Schild in den Händen auf welchem steht:
Szene aus "Der Baulöwe" Bildrechte: ©DEFA-Stiftung/Waltraut Pathenheimer

Rolf Herricht drehte DEFA-Komödien und Spielfilme, die allesamt zu Kassenschlagern wurden. Die fünfteilige Filmreihe im MDR FERNSEHEN startet am 1. Oktober, 14 Uhr, mit der DEFA-Komödie  „Geliebte weiße Maus“ aus dem Jahr 1964. Zum ersten Mal ist eine Rolle auf Herrichts liebenswerte Tollpatschigkeit zugeschnitten, als „weiße Maus“ mausert er sich zum Starkomiker. Auch mit „Der Reserveheld“ (1.Oktober, 22.25 Uhr), „Seilergasse 8“ (1. Oktober, 23.40 Uhr), „Der Baulöwe“ (2. Oktober, 20.15 Uhr) und „Der Mann, der nach der Oma kam“ (5. Oktober, 20.15 Uhr) kann Rolf Herricht an seinen Erfolg anknüpfen.

Wer war dieser Mann, auf den die Frauen flogen und über den die Männer lachten? In der Reihe „Lebensläufe“ am 5. Oktober, 23.05 Uhr, spürt der MDR mit der Neuproduktion „Rolf Herricht – Reserveheld der DDR“ dem Phänomen Herricht nach, von dem es kaum privates Bildmaterial gibt.

Den MDR-Fernsehabend für Rolf Herricht beschließt in der Nacht vom 5. zum 6. Oktober, 1.05 Uhr, das Fernsehspiel „Ein gewisser Katulla“.

Weitere Informationen unter www.mdr.de.

Zuletzt aktualisiert: 28. September 2017, 16:23 Uhr