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MDR | 13.09.2017 MEDIEN360G vom MDR fragt: Social Bots - tatsächliche Bedrohung oder Hype?

Social Bots als Follower und Friends in sozialen Netzwerken, als Verbreiter von Fake News, als Generatoren für Wellen medialer Erregung - darüber kann man überall lesen und hören. Doch was ist wirklich dran? Was lässt sich wissenschaftlich nachweisen? MEDIEN360G- das MDR-Onlineportal zur Medienkompetenz - hat ein Forschungsprojekt zum Thema Bots auf Twitter in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse gibt es ab Mittwoch, 13. September, ab 20.00 Uhr unter www.mdr.de/medien360g.

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Für den Mitteldeutschen Rundfunk führten Prof. Simon Hegelich, Inhaber der deutschlandweit einzigen Professur für Political Data Science (TU München), und sein Team eine Querschnittsanalyse des politischen Diskurses durch. Basierend auf Listen von relevanten politischen Akteuren und Journalisten in Deutschland sowie mehreren 100 Schlagworten wurden Twitter-Daten gesammelt und datenforensisch ausgewertet. Dazu wurden an der Professur rund 160 Millionen Twitter-Meldungen untersucht, die in das beschriebene Raster fallen.

Dieses Volumen ist im Wahlkampf erheblich angestiegen. Zur Bearbeitung wurden die Tweets inklusive Metadaten gespeichert und weiter sortiert, beispielsweise nach verwendeten Hashtags, Sprache etc. Nach eigener Auskunft kann Prof. Simon Hegelich mit 90 bis 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit einen Bot identifizieren. Er erklärt, wie Bot-Forschung funktioniert, welche politischen Strömungen eher "bot-lastig" sind und wie Parteien zu Bots als Follower stehen. Am Hashtag #Merkel zeigt Hegelich des Weiteren, wie sich die Bot-Aktivitäten entwickelt haben, wo besondere Peaks sind und vieles mehr.

Journalisten vom NDR-Medienmagazin "ZAPP" haben zudem bei Twitter nachgefragt, wie das Unternehmen selbst mit dem Phänomen Bots umgeht und eine bemerkenswerte Antwort bekommen ...

Ab Mittwoch, 13. September 2017, ab 20.00 Uhr unter www.mdr.de/medien360g, auf Facebook unter www.facebook.com/medien360g sowie am Mittwoch, 13. September 2017, 23.20 Uhr bei ZAPP (NDR) und unter www.ndr.de/zapp.

Zuletzt aktualisiert: 13. September 2017, 16:28 Uhr