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MDR UNTERNEHMEN | L 256 | Leipzig, 15.06.2011 : KI.KA-Betrugsfall: Weitere personelle Konsequenz

MDR beendet Zusammenarbeit mit freiem Mitarbeiter der Herstellungsleitung im Ki.Ka

Die weitere Prüfung der Geschäftsbeziehungen des ARD/ZDF-Kinderkanals (KI.KA) durch die internen Revisionen von MDR und ZDF ergab den Verdacht, dass sich ein freier Mitarbeiter der Herstellungsleitung des Ki.Ka durch kriminelle Handlungen einen Vorteil verschafft hat.

Der MDR hat die Zusammenarbeit mit dem freien Mitarbeiter mit sofortiger Wirkung außerordentlich beendet. Ein entsprechendes Schreiben wurde Anfang Juni 2011 zugestellt. Bereits im Dezember 2010 hatte der MDR den ehemaligen Herstellungsleiter außerordentlich gekündigt, im März folgte eine weitere außerordentliche Kündigung gegen eine Mitarbeiterin in der Herstellungsleitung. Zudem wurden Abmahnungen sowie Ermahnungen ausgesprochen.

"Die weiteren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft sind abzuwarten", erklärte der MDR-Unternehmenssprecher Dirk Thärichen und betonte: "In den vergangenen Monaten hat der MDR auf Basis des Revisionsberichtes entsprechende Maßnahmen eingeleitet, um künftig Vorfälle dieser Art zu verhindern. Zudem sieht der Sender eine stärkere Anbindung des KI.KA an den MDR vor. Zusätzlich soll beim KI.KA eine Beschaffungsstelle bei der Programmgeschäftsführung eingerichtet und die Compliance-Organisation des MDR durch die Berufung eines Compliance-Beauftragten weiterentwickelt werden."

Außerdem hat der MDR hat ein externes Beraterteam eingesetzt, um die Wirksamkeit der bestehenden Kontrollmechanismen im Ki.Ka und im MDR analysieren und überprüfen zu lassen (vgl. MDR-Presseinformation vom 16.05.2011).

Zuletzt aktualisiert: 15. Juni 2011, 17:42 Uhr

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