MDR | 16.06.2017 25 Jahre MDR: Intendantin Karola Wille sieht den Sender im Jubiläumsjahr auf Zukunftskurs zum Multimediahaus

25 Jahre nach dem Sendestart sieht Intendantin Karola Wille den MDR gut gerüstet für die Zukunft. Den Weg in die digitale Ära habe der Sender erfolgreich eingeschlagen, sagte die Intendantin bei einem Empfang zum Jubiläumsjahr am 15. Juni in Dresden-Hellerau. So arbeite der MDR heute schon trimedial über die alten Grenzen der klassischen Mediengattungen hinweg und habe sich vor allem im Netz weiterentwickelt.

Prof. Dr. Karola Wille
Bildrechte: MDR/Martin Jehnichen

"Ich sehe den MDR auch in Zukunft dort, wo er jetzt schon ist: Ganz nah bei den Menschen in Mitteldeutschland - mit qualitativ hochwertigen Angeboten im Radio, im Fernsehen und im Netz überall dort, wo sie unterwegs sind. Das ist und bleibt seit 25 Jahren unser wichtigstes Ziel", betonte Karola Wille. Sie erinnerte an die Gründungszeit des MDR, die ein Aufbruch in die Welt der freien Medien gewesen sei, die unabhängig informieren und aufklären sollten, um eine fundierte Meinungsbildung zu ermöglichen. Diese Freiheit ist aus Sicht der Senderchefin auch in der heutigen Gesellschaft keineswegs selbstverständlich, sondern ein hohes Gut, was es zu verteidigen gilt. Der MDR bleibe ein stabiler Garant für eine freie, offene Mediengesellschaft, versprach Karola Wille.

Rückblickend stellte die Intendantin fest, dass sich der MDR von Beginn an in einem dynamischen Wettbewerbsumfeld beweisen und sich intern wie extern mit rasanten Veränderungen auseinandersetzen musste - sehr ähnlich wie es viele Menschen im Osten auch selbst erlebten. "Die Aufgabe des MDR war es, bei der Identitätsfestigung Orientierung zu bieten und zugleich eine Balance zu halten zwischen Annäherung an Neues und Besinnung auf Bekanntes. Daraus hat sich im Laufe der Sendergeschichte eine ganz besondere Beziehung der Leute in den drei Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu 'ihrem' MDR entwickelt. Wir haben es geschafft, diesem Teil Deutschlands eine starke publizistische Stimme und andererseits unserem Publikum ein Stück Heimat zu geben. Das uns geschenkte Vertrauen ist unser größter Erfolg und ich möchte mich dafür ganz herzlich bedanken." 

Die Entscheidung der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, gemeinsam eine Dreiländeranstalt ins Leben zu rufen, würdigte die MDR-Intendantin als eine kluge und weitsichtige Weichenstellung. So sei 1991 mit dem MDR-Staatsvertrag das Fundament für eine wirtschaftlich und publizistisch unabhängige und leistungsstarke Anstalt gelegt worden.

Mit dem Empfang, zu dem zahlreiche frühere MDR-Mitarbeiter und Wegbegleiter gekommen waren, erinnerte der MDR an den Sendestart am 1. Januar 1992. Anschließend wurde das Jubiläumsjahr mit einem Konzert des MDR-Sinfonieorchesters mit Werken der beiden Komponisten Hauschka und Max Richter im Festspielhaus Hellerau musikalisch gefeiert.

Zuletzt aktualisiert: 16. Juni 2017, 12:55 Uhr