MDR Unternehmen | L 74 | Leipzig, 09.02.2012 : MDR zum 67. Jahrestag der Zerstörung Dresdens
Der MDR widmet am 13. Februar dem Gedenken an die Opfer der Bombardierung Dresdens vor 67 Jahren eine umfassende Berichterstattung in seinem Fernseh- und seinen Hörfunkprogrammen sowie unter MDR.DE.
MDR FERNSEHEN
Wie soll Dresden an die Bombardierung der Stadt am 13. Februar 1945 erinnern? Seit Jahren wird über eine Antwort gestritten. Die einen wünschen sich ein stilles Gedenken, andere wollen mit Blockaden ein Zeichen gegen die Aufmärsche der Rechtsextremen setzen. Gibt es überhaupt ein richtiges und für alle Bürger der Stadt gültiges Erinnern? Das ist am 67. Jahrestag der Zerstörung Dresdens am Montag, 13. Februar 2012, um 22.15 Uhr, Thema des "MDR Extra – Schwieriges Erinnern in Dresden" – live aus der Elbestadt.
MDR aktuell und der "Sachsenspiegel" suchen in der 45-minütigen Sendung gemeinsam nach Antworten. Andreas Brückner und Andreas Rook sprechen mit Historikern und Zeitzeugen, die das Inferno noch miterlebt haben. Mit Politikern und Dresdnern diskutieren sie, welche Form des Gedenkens an diesem Tag angemessen ist.
MDR-Reporter sind dabei, wenn sich im Zentrum Dresdens eine Menschenkette gegen Rechtsextremismus formiert, aber auch beim stillen Gedenken an der Frauenkirche.
Diese Sondersendung ist zudem auf MDR.DE als Livestream zu verfolgen.
Über den gesamten Tag hinweg informieren zudem die aktuellen Magazine des MDR FERNSEHENS zu den Ereignissen.
MDR 1 RADIO SACHSEN
Der Heimatsender wird am 13. Februar seine Hörer sowie bundesweit die ARD-Hörfunkprogramme mit Berichten, Nachrichtenminuten und Korrespondenten-Gesprächen auf dem Laufenden halten. Schwerpunkt der Berichterstattung sind die Menschenkette um die Dresdner Innenstadt am späten Nachmittag sowie die Aktion "10.000 Kerzen" auf dem Dresdner Neumarkt.
Im Vorfeld sind auf MDR 1 RADIO SACHSEN Beiträge über die Geschichte des Erinnerns an die Zerstörung, über die Auseinandersetzungen im vergangenen Jahr und die aktuelle Debatte über Demonstrationen, Gegendemonstrationen und Blockaden sowie über die politische Einordnung in Sachsen und im Bund zu hören.
MDF INFO
Auch das Nachrichtenradio ist am Gedenktag mit einem Übertragungswagen für die aktuelle Live-Berichterstattung vor Ort. Bereits am Sonntag, 12. Februar, sendet MDR INFO ein Interview mit Jochen Bohl, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.
MDR FIGARO
Das MDR-Kulturradio überträgt am Dienstag, 14. Februar, von 20.05 bis 22.00 Uhr, live aus der Semperoper Dresden, mit dem "Dresden Requiem – Ode an den Frieden" von Lera Auerbach das diesjährige Gedenkkonzert zur Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg. Zu erleben mit der Vokalkomposition in "FIGARO im Konzert" unter Leitung von Vladimir Jurowski sind die Sächsische Staatskapelle Dresden, der Sächsische Staatsopernchor Dresden, der St. Thomas Choir of Boys (New York), der St. Paul's Cathedral Chor (London), der Countertenor Marten Engeltjes und der Bariton Mark Stone.
Für die junge russische Komponistin Lera Auerbach war es eine ganz besondere Verpflichtung, als "Capell-Compositrice" der Spielzeit 2011/2012 für die traditionsreichen Dresdner Gedenkkonzerte im Auftrag der Sächsischen Staatskapelle ein "Dresden Requiem" zu schreiben. Ist es doch seit Rudolf Mauersbergers "Dresdner Requiem" aus dem Jahr 1948 die einzige Totenmesse, die in direktem Bezug zur Zerstörung Dresdens im Februar 1945 komponiert wurde. Die Uraufführung von Lera Auerbachs "Dresden Requiem – Ode an den Frieden" findet bereits am 11. Februar in der symbolträchtigen Frauenkirche statt.
MDR.DE
Auch im Internet bei MDR.DE gibt es ein umfangreiches Angebot – informativ, interaktiv und multimedial. Es kann kommentiert und mitdiskutiert werden. Neben der Berichterstattung finden die Nutzer zu den aktuellen und den historischen Ereignissen Bildergalerien, viele Hintergrundinformationen und Beiträge aus Hörfunk und Fernsehen als Audio/Video on demand.
