Unternehmen | Leipzig, 28.09.2015 MDR weist Spekulationen zurück

Der Mitteldeutsche Rundfunk hat öffentliche Spekulationen über Kosten und Auftragsvergabe zur Aufklärung der Betrugsaffäre beim Erfurter Kinderkanal zurückgewiesen.

Der MDR hatte 2011 nach Aufdeckung der KiKA-Affäre erstmals eine Berliner Strategieberatungsfirma für Wirtschaftskriminalität mit internen Ermittlungen beauftragt. Ziel war die Aufklärung möglicher weiterer strafrechtlich relevanter Handlung sowie die Überprüfung der internen Abläufe und Kontrollsysteme. Daraus sollte das Unternehmen Steuerungsmaßnahmen als Vorsorge gegen weiteren Missbrauch entwickeln.

"Die Leistungen der Firma sind von Anfang an dokumentiert und waren auch stets Bestandteil der MDR-Wirtschaftsplanabrechnungen und der Jahresabschlüsse, die den jeweils zuständigen Aufsichtsgremien vorlagen", sagte MDR-Intendantin Karola Wille am Montag in Leipzig.

Der Verwaltungsrat als das für die Wirtschaftsführung des Senders zuständige Aufsichtsgremium sei im notwendigen Maße in die Auftragsvergabe an das Berliner Unternehmen eingebunden gewesen, bestätigte MDR-Verwaltungsratsvorsitzender Frank Möhrer. Der Verwaltungsrat sei gemäß den staatsvertraglichen Vorgaben über Art und Umfang des Auftrags informiert und beteiligt worden.

Zuletzt aktualisiert: 29. September 2015, 10:14 Uhr