Neu ab 2017 Kaufen und verbrauchen

Fernsehen über DVB-T2 HD

Wer nicht über Kabel oder Satellit, sondern über Antenne fernsieht, muss sein Gerät eventuell aufrüsten. Am 29. März fällt der Startschuss für die Umstellung auf den neuen Standard DVB-T2, der die Programme hochauflösend in HD ausstrahlt. Mitte 2019 soll der Umstieg auf den bundesweiten Regelbetrieb vollzogen sein. Viele Fernseher auf dem Markt können DVB-T2 schon empfangen; für ältere Flachbildfernseher wird ein externer Empfänger benötigt.

Veränderung beim Kabelfernsehen

Der Kabelnetzbetreiber Unitymedia schaltet sein analoges Fernseh-Signal zum 30. Juni 2017 komplett ab. Das TV-Programm kann ab 1. Juli 2017 nur noch digital empfangen werden. Dafür brauchen Kunden dann einen Digital-Receiver oder einen Fernseher mit eingebautem Kabeltuner.

EEG-Umlage steigt

Steckdosenverteiler
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Die EEG-Umlage steigt von 6,35 Cent auf 6,88 Cent pro Kilowattstunde. Hintergrund sind die gefallenen Preise an den Strombörsen, denn die EEG-Umlage ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Börsenpreis und den zugesagten Einspeisepreisen für erneuerbare Energien. Je niedriger also der Börsenpreis ist, umso höher ist die Umlage. Ob durch die höhere Ökostrom-Umlage der Strom für die Verbraucher teurer wird, hängt davon ab, ob die Energieversorger den Anstieg auf die Kunden umlegen oder mit den fallenden Börsenstrompreisen verrechnen. Viele Experten gehen aber von steigen Preisen für die Endkunden aus.

Neuer 50-Euro-Schein kommt

Die neuen 50-Euro-Banknoten der Europa-Serie in der Produktion.
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Im Frühjahr 2017 bringt die Europäische Zentralbank (EZB) einen neuen 50-Euro-Schein in Umlauf. Er gehört zur sogenannten "Europa-Serie", aus der bereits die 5-, 10-, und 20-Euro-Banknote eingeführt worden sind. Neben dem veränderten Design verfügen sie vor allem über Reliefs, Wasserzeichen, Hologramme sowie Bereiche, die ihre Erscheinung unter UV- oder Infrarotlicht verändern. Diese Merkmale sollen die Geldscheine fälschungssicherer machen.

Die noch ausstehenden neuen 100- und 200-Euro-Noten sollen die Europa-Serie in Zukunft abschließen. Ein genauer Termin dafür steht noch nicht fest. Einen neuen 500-Euro-Schein wird es nicht mehr geben.

Staubsauger sollen weniger Strom saugen

Ab September 2017 dürfen nur noch Haushaltsstaubsauger mit einer Maximalleistung von 900 Watt verkauft werden. Bis dahin sind 1.600 Watt zulässig. So soll der Stromverbrauch gedrosselt werden.

Volle Mehrwertsteuer auf Fotobücher

Eine Frau blättert in einem Fotobuch
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Auf Fotobücher wird der volle Mehrwertsteuersatz von 19 Prozent erhoben und nicht mehr der reduzierte Satz von sieben Prozent. Bislang wurden sie wie Bücher mit dem geringeren Satz besteuert. Ab 2017 werden sie jedoch als Fotoalben behandelt, für die der volle Satz gilt.

Das Ende der Roaming-Gebühren

Eine Frau telefoniert am Rand eines Swimming Pools mit ihrem Smartphone
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Über die Abschaffung der Roaming-Gebühren im EU-Ausland ist immer wieder diskutiert worden. Im Juni sollen sie nun tatsächlich wegfallen. Darauf haben sich die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten geeinigt. Ein Streitpunkt war die Möglichkeit des Missbrauchs. Es wurde befürchtet, dass jemand dauerhaft in einem Land lebt, aber die günstigeren Tarife eines Anbieters aus einem anderen Land nutzt. Anbieter sollen diese Möglichkeit unterbinden dürfen, allerdings erst nach vier Monaten.

Fälschungssichere Kassen

Eine Spielzeugkasse
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Ladenbesitzer müssen auf fälschungssichere Registrierkassen umstellen. Außerdem sind die Verkäufer verpflichtet, ihren Kunden Quittungen auszustellen. Die Kassen müssen zudem bis 2020 über ein zertifiziertes Sicherheitssystem verfügen, das ein Löschen von Umsätzen verhindert. Ab 2018 können die Steuerbehörden unangemeldete Kassenkontrollen durchführen. Mit diesen Maßnahmen soll der Steuerbetrug durch manipulierte Kassen und nicht gebuchte Umsätze verhindert werden. Betreiber von Würstchenbuden oder Ähnlichem sind aber von der Kassenpflicht ausgenommen.

Ettiketierung von Heizungslabeln

Haben Heizkessel, die älter als 15 Jahre sind, noch kein Effizienzlabel, müssen sie nun damit gekennzeichnet werden. Dies soll im Rahmen der üblichen Kontrollen geschehen. Für Verbraucher fallen hierfür keine Kosten an. Die Effizienzlabel zeigen an - analog von denen zu Haushaltsgeräten - wie energiesparsam mit dem jeweiligen Modell geheizt werden kann. Ineffiziente Geräte sollen so aufgedeckt werden. Das soll zu einem Austausch anregen.

Weniger Phosphat in Maschinengeschirrspülmittel

Geschirrspüler
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Ab dem 1. Januar 2017 gelten neue Grenzwerte für Phosphate und andere Phosphorverbindungen in Maschinengeschirrspülmitteln. Ihr Anteil darf gemäß einer EU-Verordnung 0,3 Gramm nicht mehr überschreiten. So soll die Qualität von Flüssen und Seen weiter verbessert werden. Auch Klärwerke profitieren zudem davon, sie sparen teure Substanzen zum Ausfiltern der Phosphate ein.

Bessere Energieeffizienz für Dunstabzugshauben

Ein Küchenherd mit Dunstabzugshaube
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Neu in den Handel kommende Dunstabzugshauben müssen mindestens der Energieeffizienzklasse E entsprechen, die schlechtere Klasse F fällt weg. Die Klassifizierung soll 2018 und 2020 von jetzt A+ noch um A++ und A+++ erweitert werden.

HQI- und HQL-Lampen verboten

Halogen-Metalldampf- (HQI) und Quecksilberdampflampen (HQL) mit einer Lichtausbeute von weniger als 80 Lumen pro Watt dürfen ab 2017 nicht mehr eingebaut oder verkauft werden. In Hallen sowie in Außen- und Straßenlaternen sind diese Lampen zu finden.

Hautcremes ohne Konservierungsstoff Methylisothiazolinon

Schuppenflechte: eine junge Frau bestreicht ihre Stirn mit einer Creme.
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Hautcremes und Lotions dürfen nicht mehr den Konservierungsstoff Methylisothiazolinon (MI) enthalten. Grund ist, dass immer mehr Menschen Kontaktallergien gegen MI entwickelt haben. Außerdem legen Studien nahe, dass MI die Nervenzellen im Gehirn schädigen kann. Das Verbot, MI zu verwenden, gilt für sämtliche auf der Haut verbleibenden Kosmetikprodukte, die ab dem 12. Februar 2017 in den Handel gebracht werden.

In Planung

Bessere Kennzeichnung von Mehrwegprodukten
Ein- und Mehrweg soll der Verbraucher durch ein geplantes Verpackungsgesetz besser unterscheiden können. Schilder am Regal sollen deutlich machen, zu welcher Verpackung der Verbraucher greift - oder es dann vielleicht lieber lässt.

Zuletzt aktualisiert: 16. März 2017, 16:19 Uhr