IBAN-Feld auf einem Überweisungsformular.
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Neu ab Februar 2016 IBAN, Ebay und k(l)eine Münzen

Die alte Kontonummer wird nun endgültig von der IBAN abgelöst. Gewerbliche Ebay-Verkäufer haben es leichter. Und die Einzelhändler der Stadt Kleve wollen keine Ein- und Zwei-Cent-Münzen mehr.

IBAN-Feld auf einem Überweisungsformular.
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Alles IBAN?

Vom 1. Februar 2016 an sind Bankgeschäfte auch für Privatpersonen nur noch mit der IBAN möglich. Die Internationale Kontonummer - IBAN steht für "International Bank Account Number" - hat in Deutschland immer 22 Stellen, international sind aber bis zu 34 Stellen möglich. Die Bankenkennung BIC (Bank Identifier Code) muss dagegen bei Zahlungen innerhalb der EU, nach Island, Liechtenstein oder Norwegen nicht mehr angegeben werden.

Gewerbliche Ebay-Verkäufer haben es leichter

Ebay ändert zum 1. Februar seine Standards für gewerbliche Verkäufer. Am wichtigsten dürfte dabei wohl sein, dass schlechte Bewertungen nicht mehr automatisch die Mängelquote des Händlers verschlechtern. Dies passiert nur noch in folgenden Fällen:

  • Ein Fall bleibt offen, ohne dass der Verkäufer etwas zur Klärung mit dem Kunden unternommen hat und Ebay den Fall schließen muss.
  • Ein Verkäufer bricht einen Kauf ab.  

Bei den Angaben zur Servicequalität spielt jetzt auch der fristgemäße Versand eine Rolle. Die entsprechenden Bewertungen werden entweder von Käufer abgefragt oder - sofern der Verkäufer eine Sendungsnummer hochgeladen hat - von Ebay direkt aus dem Lieferstatus des Zustellers übernommen.

Kein Kleinstgeld in Kleve

Eine Plastikfigur in Gestalt einer Frau, die einen vollen Einkaufswagen schiebt, steht zwischen einer aufrecht stehenden Ein-Cent- und einer Zwei-Cent-Münze.
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Viele Händler der Stadt Kleve in Nordrhein-Westfalen wollen ab 1. Februar ohne Ein- und Zwei-Cent-Münzen auskommen. Stattdessen wird an der Kasse der Betrag auf- und abgerundet. Damit folgen sie dem Beispiel der unmittelbar angrenzenden Niederlande. In dem Nachbarland wird schon seit 2004 nicht mehr mit dem Kleinstgeld bezahlt. Mit dem Verzicht fällt vor allem der Aufwand weg, den die kleinen Münzen verursachen und der mit Gebühren zu Buche schlägt. Gleichzeitig kommen die Klever Einzelhändler mit ihrer Entscheidung den zahlreichen niederländischen Kunden, die bei ihnen einkaufen, entgegen.

Studien-Restplatzbörse startet früher

Die Restplatzbörse für Studienplätze der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) öffnet in diesem Jahr früher. Wie die HRK mitteilte, können Bewerber dort bereits von Februar an nach freien Studienplätzen suchen. Bisher war das erst ab März möglich. Hintergrund ist, dass die Hochschulen sehr früh mit der Vergabe der Plätze beginnen. In der Börse stellen die Hochschulen Studienplätze ein, die wieder frei geworden sind. Das kann etwa vorkommen, wenn jemand einen Platz nicht annimmt, weil er bereits an einer anderen Hochschule zugelassen wurde. Die Nutzung der Studienplatzbörse ist kostenlos.

Registrierungspflicht für Hersteller

An die Recycling-Auflagen des neuen Elektrogesetzes müssen sich von Februar an auch Hersteller und Importeure von Photovoltaikmodulen und Haushaltsleuchten halten. Wer in Deutschland solche Produkte vertreibt, muss bei der "stiftung elektro-altgeräte register" registriert sein. Das gilt nicht nur für deutsche Hersteller, sondern für alle Anbieter, die Solarmodule in Deutschland verkaufen. Wer der Registrierungspflicht nicht nachkommt, muss mit hohen Bußgeldern rechnen. Zudem kann nicht registrierten Unternehmen der Geschäftsbetrieb untersagt werden.

Zuletzt aktualisiert: 29. Januar 2016, 13:59 Uhr