Service | MDR THÜRINGEN - Das Radio | 25.06.2012 : Trotz Hitze in den Schlaf kommen
Noch zeigt sich das Wetter nicht gerade hochsommerlich, doch lassen heiße Sommertage bestimmt auch in dieser Saison nicht lange auf sich warten. Dann – bei 30 Grad im Schatten, in der Wohnung staut sich die Hitze schon am frühen Nachmittag - fragt man sich: Wie soll man nachts nur Schlaf finden? Gerade im Sommer häufen sich Schlafprobleme. Aber: Keine Panik! Und: Einen kühlen Kopf bewahren! - Diese Tipps von "MDR THÜRINGEN - Das Radio" helfen gegen schlaflose Nächte.
Der Körper ist müde, es ist Zeit - doch an Einschlafen ist nicht zu denken. Die Wärme quält. Der Körper wälzt sich hin und her. Jede Position ist unangenehm. Viele quält dieses Phänomen im Sommer, wenn die Zimmertemperatur weit über 20 Grad Celsius liegt und der Körper einfach nicht zur Ruhe kommen will. Der Organismus ist darauf programmiert, die Körpertemperatur zum Schlafen um rund 1 Grad Celsius herabzusenken. Unter einer Bettdecke im warmen Zimmer funktioniert das nicht. Mit diesen Tricks lässt sich der Körper auch im Sommer in den Schlaf bringen.
Einschlaf-Tipps für den Sommer
- Weniger ist mehr: Ein dickes Federbett braucht im Hochsommer niemand. Eine dünne Sommerdecke tut es auch. An besonders heißen Tagen reicht es auch, nur unter dem Bettbezug zu schlafen. Auch in einem Kissen kann sich Hitze stauen – ohne liegt der Kopf kühler. Übrigens: In besonders heißen Nächten verliert der Körper pro Nacht etwa einen Liter Flüssigkeit. Ein Baumwolllaken nimmt diese Menge am besten auf.
- Nur keine Scham: Schlafen geht vor Chic. Auch wer sonst vielleicht kein Fan davon ist, sollte sich im Sommer, wenigstens probeweise, nackt zur Bettruhe begeben.
- Wasser marsch! Duschen vorm Schlafengehen hilft, den Körper herunterzukühlen. Eine kalte Dusche kann aber das Gegenteil bewirken: Sie bringt den Kreislauf in Schwung und damit den Körper unnötig auf Hochtouren. Also: Lauwarmes Wasser tut's auch.
- Ausnahmsweise mal nicht trinken: Zwar ist es ratsam, dem Körper im Sommer ausreichend Flüssigkeit zukommen zu lassen. Viel Trinken vorm Schlafengehen ist allerdings keine gute Idee. Die Menge sollte stattdessen mehr über den Tag verteilt werden. Andernfalls schafft es die Blase nicht durch die Nacht.
- Bloß kein Durchzug. Auch wenn es verlockend ist: Durchzug ist bei Nachtruhe eher kontraproduktiv. Denn im Schlaf reagiert der Körper empfindlicher auf Zugluft, wacht leichter auf. Auch Ventilatoren verursachen diesen Effekt. Sie sollten nachts unbedingt aus sein.
- Sport als Schlafhilfe: Bewegung am Abend macht richtig müde. Dabei ist weniger aber mehr: Zu viel Sport treibt den Kreislauf nur unnötig in die Höhe und verhindert eher ein ruhiges Einschlafen. Zwischen Sport und Einschlafen sollten noch rund zwei Stunden Zeit liegen.
- Prosten ist erlaubt: Ob man im Sommer vorm Einschlafen wie gewohnt ein Glas Bier oder einen Wein trinken darf - darüber streiten die Wissenschaftler. Fest steht: Wer einen stabilen Kreislauf hat und zudem noch Appetit, sollte sich keinen Zwang antun. Im Zweifel: Ausprobieren, ob man einen Unterschied führt.
- Lüften nur am kühlen Abend oder Morgen. Ansonsten sollte man darauf achten, dass tagsüber die Fenster zu und Jalousien geschlossen sind. Das gilt insbesondere für den Morgen, damit man nicht schweißgebadet im Sonnenschein aufwacht.
