Die Belagerung Magdeburgs von 1550-1551.
Die Belagerung Magdeburgs von 1550-1551 Bildrechte: Magdeburger Museen

Ausstellung "Gegen Kaiser und Papst" Magdeburg als Vorkämpferin und Verteidigerin der Reformation

Magdeburg war die erste Großstadt, die sich zur Reformation bekannte und die ihren protestantischen Glauben auch hartnäckig und dauerhaft verteidigte. Wie Luthers Bewegung das Leben der Bevölkerung veränderte und welchen Auseinandersetzungen sich die Stadt in den bewegten Zeiten der Reformation stellen musste, zeigt die neue Sonderausstellung "Gegen Kaiser und Papst" im Kulturhistorischen Museum Magdeburg. Zu sehen sind dabei erstmals auch drei originale Handschriften des Reformators.

Die Belagerung Magdeburgs von 1550-1551.
Die Belagerung Magdeburgs von 1550-1551 Bildrechte: Magdeburger Museen
Die Belagerung Magdeburgs von 1550-1551.
Bildrechte: Magdeburger Museen

Ausstellung "Gegen Kaiser und Papst" | 01.09.2017 bis 28.01.2018 | Kulturhistorisches Museum Magdeburg Magdeburg als Vorkämpferin und Verteidigerin der Reformation

"Gegen Kaiser und Papst" – Sonderausstellung zur Reformation in Magdeburg

Magdeburg war die erste Großstadt, die sich zur Reformation bekannte und ihren neuen Glauben auch hartnäckig verteidigte. Welchen Kämpfen sich die Stadt dabei stellen musste, zeigt die Schau "Gegen Kaiser und Papst".

MDR KULTUR - Das Radio Do 31.08.2017 07:40Uhr 03:45 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Belagerung Magdeburgs von 1550-1551.
Bildrechte: Magdeburger Museen

Ausstellung "Gegen Kaiser und Papst" | 01.09.2017 bis 28.01.2018 | Kulturhistorisches Museum Magdeburg Magdeburg als Vorkämpferin und Verteidigerin der Reformation

"Gegen Kaiser und Papst" – Sonderausstellung zur Reformation in Magdeburg

Magdeburg war die erste Großstadt, die sich zur Reformation bekannte und ihren neuen Glauben auch hartnäckig verteidigte. Welchen Kämpfen sich die Stadt dabei stellen musste, zeigt die Schau "Gegen Kaiser und Papst".

MDR KULTUR - Das Radio Do 31.08.2017 07:40Uhr 03:45 min

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Es waren turbulente, unsichere Zeiten, in denen sich die Erneuerungsbewegung einst vollzog, die Martin Luther mit seinen Thesen 1517 angestoßen hatte. Denn durch die Verbreitung des neuen protestantischen Glaubens befürchteten die katholische Kirche und Landesherren immer auch vor allem Machteinbußen. Besonders deutlich wird der Kampf um Macht und Glauben in Magdeburg.

Die Stadt musste sich im Laufe ihrer Geschichte gleich mehreren Auseinandersetzungen stellen: Zuerst gegen Kardinal Albrecht von Brandenburg, um sich der Reformationsbewegung anschließen und Unabhängigkeit erlangen zu können, und später gegen Kaiser Karl V., um den neuen lutherischen Glauben zu verteidigen und zu festigen.

Wertvolle Exponate aus dem 16. Jahrhundert

Veranschaulicht werden diese Macht- und Glaubenskämpfe in der Sonderausstellung "Gegen Kaiser und Papst" im Kulturhistorischen Museum Magdeburg anhand von 250 wertvollen Exponaten. Sie verdeutlichen auch, wie die Reformation das Leben der Menschen in Magdeburg veränderte. Zu sehen sind u.a. originale Kunstwerke, Gemälde, Handschriften und auch Waffen.

Exponate der Ausstellung

Interimstaler von 1550
Interimstaler von 1550 Taler mit der Inschrift "Packe dich Satan du Interim". Das sogenannte Interim war das Religionsgesetz von Kaiser Karl V., mit dem er versuchte, die Menschen zum katholischen Glauben zurückzuholen. Bildrechte: Magdeburger Museen
Interimstaler von 1550
Interimstaler von 1550 Taler mit der Inschrift "Packe dich Satan du Interim". Das sogenannte Interim war das Religionsgesetz von Kaiser Karl V., mit dem er versuchte, die Menschen zum katholischen Glauben zurückzuholen. Bildrechte: Magdeburger Museen
Spottmedaille ‚Papst und Teufel‘
Spottmedaille "Papst und Teufel" Interimstaler und Spottmedaillen wurden zum Spott auf das Religionsgesetz des Kaisers gemünzt. Bildrechte: Kulturhistorisches Museum Magdeburg
Hellebarden aus dem 16. Jahrhundert
Hellebarden aus dem 16. Jahrhundert Hellebarden sind Hieb- und Stichwaffen. Sie wurden bei den Auseinandersetzungen um Magdeburg eingesetzt. Bildrechte: : Magdeburger Museen
Die Belagerung Magdeburgs von 1550-1551.
Die Belagerung Magdeburgs von 1550-1551 Bildrechte: Magdeburger Museen
Drei Bücher liegen auf einem Tisch.
Originale Luther-Handschriften Die drei wiedergefundenen Luther-Autographen sind einzigartige Zeitzeugnisse der Reformation und haben einen zum Teil abenteuerlichen Weg hinter sich: Von Magdeburg nach Staßfurt und in den Wirren der Nachkriegszeit nach St. Louis/USA. Von da kehrten sie 1996 unversehrt nach Magdeburg zurück. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Plakat zur Ausstellung ‚Gegen Kaiser und Papst.
Plakat zur Ausstellung "Gegen Kaiser und Papst" Bildrechte: Kulturhistorisches Museum Magdeburg
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Originale Luther-Handschriften

Auf 450 Quadratmetern Ausstellungsfläche erfahren Besucher, wie Magdeburg als erste Großstadt des Alten Reiches mit damals 30.000 Einwohnern bereits 1524 ein klares Bekenntnis zur Reformation ablegte, wie die Stadt zum Zufluchtsort für Anhänger des lutherischen Glaubens wurde ("Herrgotts Kanzlei") und wie sie sich 23 Jahre später, 1547, hartnäckig und erfolgreich Kaiser Karl V. und seinem Religionsgesetz ("Interim") widersetzte, mit dem die Bevölkerung zum katholischen Glauben zurückkehren sollte.

Außerdem sind im Kulturhistorischen Museum erstmals auch drei originale Handschriften des Reformators Martin Luther zu sehen, von denen man lange Zeit angenommen hatte, sie seien verschollen. Unter den einzigartigen Zeitdokumenten der Reformation ist auch ein Testament Luthers.

Plakat zur Ausstellung ‚Gegen Kaiser und Papst.
Bildrechte: Kulturhistorisches Museum Magdeburg

Angaben zur Sonderausstellung "Gegen Kaiser und Papst – Magdeburg und die Reformation"
Vom 1. September 2017 bis 28. Januar 2018
Kulturhistorisches Museum Magdeburg

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag | 10-17 Uhr
Samstag und Sonntag | 10-18 Uhr

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 31. August 2017 | 07:10 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 01. September 2017, 08:58 Uhr