Die Themen dieser Woche | 25.06.2012
Auf dieser Seite:
- Katholiken kritisieren grüne Gentechnik
- Tag der Autobahnkirchen
- Patriarch von Jerusalem kritisiert Lage der Christen im Heiligen Land
- Diakonie engagiert sich für soziale Berufe
- Mögliche Überreste eines Hospitals der hl. Elisabeth in Marburg entdeckt
- Handschriften der früheren jüdischen Gemeinde Erfurt untersucht
Katholiken kritisieren grüne Gentechnik
Grüne Gentechnik schafft unter den Armen neue Abhängigkeiten. Der Eichstätter Bischof Hanke sagte dem Kölner Domradio, diese Technik sei keine Hilfe im weltweiten Kampf gegen Hunger. Außerdem verändere Gentechnik die Natur. Das sei nicht mehr rückholbar, so Hanke. Er forderte, die Landwirtschaft besser zu organisieren – vor allem regionale Kreisläufe in Afrika.
Tag der Autobahnkirchen
Gestern wurde der "Tag der Autobahnkirchen" gefeiert. Dazu gab es am Nachmittag vielerorts eine kurze Andacht und einen Segen für Reisende. Zudem erhielten Besucher ein Heft mit Gebeten und Liedern für unterwegs sowie ein Verzeichnis der Autobahnkirchen in Deutschland. Bundesweit gibt es 39 dieser Raststätten. Sie werden jährlich von einer Million Menschen besucht. Die erste Autobahnkirche war 1958 an der A8 bei Augsburg eingeweiht worden.
Patriarch von Jerusalem kritisiert Lage der Christen im Heiligen Land
Der Patriarch von Jerusalem, Fouad Twal, fordert mehr Bewegungsfreiheit für die Christen im Heiligen Land. Twal sagte in Bethlehem, die politische Lage hindere Christen und Palästinenser an einem normalen Alltagsleben. Viele junge Christen wüssten gar nicht mehr, wo das Grab Christi sei. Sie bekämen nie die Erlaubnis, Jerusalem zu besuchen.
Diakonie engagiert sich für soziale Berufe
Der Präsident der Diakonie, Johannes Stockmeier, hat sich dafür ausgesprochen, soziale Berufe attraktiver zu gestalten. Dazu plane der Bundesverband der Diakonie eine Kampagne zu den Pflegeberufen. Vor allem junge Leute müssten gewonnen werden, so Stockmeier. Er kritisierte den bürokratischen Aufwand, den Pflegekräfte zu leisten haben.
Mögliche Überreste eines Hospitals der hl. Elisabeth in Marburg entdeckt
Archäologen haben bei Ausgrabungen in Marburg die Fundamente eines mutmaßlichen Hospitals der Heiligen Elisabeth entdeckt. Bei dem Fund handelt es sich um die Überreste eines Steingebäudes, das mindestens 27 Meter lang war. Zudem hatte es ein Schieferdach und eine repräsentative Halle. Man müsse die Vorstellung begraben, nach der das von Elisabeth gegründete Hospital klein, armselig sowie aus Lehm und Stroh gebaut worden sei, so die Grabungsleitung. Die Heilige Elisabeth war eine ungarische Königstochter und kam 1228 nach Marburg. Sie ließ Kranke und Gebrechliche pflegen.
Handschriften der früheren jüdischen Gemeinde Erfurt untersucht
Wissenschaftler der Freien Universität Berlin untersuchen mittelalterliche hebräische Handschriften der früheren jüdischen Gemeinde Erfurt. Dazu gehört die weltgrößte handgeschriebene Bibel auf Pergament. Die Schriften sollen Eingang in die Dauerausstellung der Alten Synagoge Erfurt finden. Erfurt will mit dem früheren Gotteshaus und anderen Zeugnissen mittelalterlichen jüdischen Lebens auf die Welterbeliste der UNESCO.
