Ein Tiergrab auf dem Tierfriedhof in Dortmund.
Bildrechte: MDR/WDR/Martin Buchholz

Nah dran - die Reportage | 08.06.2017 | Jetzt in der Mediathek Ein Grab für Hasso

Wie Menschen um ihre Tiere trauern

Wie kommt es dazu, dass immer mehr Hundehalter den Tod ihres Tieres betrauern, als hätten sie ihr eigenes Kind verloren? Martin Buchholz begibt sich in seinem Film auf Spurensuche.

Ein Tiergrab auf dem Tierfriedhof in Dortmund.
Bildrechte: MDR/WDR/Martin Buchholz

Eine Bestattung auf einem Friedhof in Dortmund: Drei Frauen stehen weinend an der vorbereiteten Grabstätte und sehen zu, wie der kleine, mit bunten Blumen verzierte Sarg in Kindergröße langsam hinabgelassen wird. Der Verstorbene ist ihr Hund.

Wie kommt es dazu, dass immer mehr Hundehalter den Tod ihres Tieres betrauern, als hätten sie ihr eigenes Kind verloren? Wie artgerecht ist es, wenn sie ihr Tier Zeit seines Lebens auch genau so behandeln: wie einen geliebten Menschen?

Mit diesen Fragen und gemischten Gefühlen macht sich Reporter Martin Buchholz auf den Weg, begleitet die trauernden Hinterbliebenen bei der Beisetzung ihres Hundes, trifft professionelle Tierbestatter und passionierte Hundeliebhaber wie Manfred Baum, der sagt: "Hunde sind die besseren Menschen. Sie enttäuschen Dich nie." Der Rentner möchte später gemeinsam mit der Urne seines Dackels Muck beerdigt werden. Dafür hat die katholische Kirche seines Ortes nun schon mit bischöflicher Genehmigung die Friedhofsordnung geändert.

"Für immer mehr Menschen ist ihr Hund ein hundertprozentig vollwertiges Familienmitglied", meint Moderatorin Simone Sombecki ("Tiere suchen ein Zuhause") und erklärt: "Darum macht es für viele tatsächlich keinen Unterschied, ob ihr Partner oder ihr Hund stirbt. Schmerz und Trauer sind die gleichen."

Angaben zur Sendung Ein Grab für Hasso

Ein Film von Martin Buchholz
Redaktion: Angelika Wagner

Produktion: WDR 2017

Zuletzt aktualisiert: 09. Juni 2017, 11:15 Uhr