MDR SACHSEN-ANHALT | 27. Juli bis 12. August : "Diskus-Queen" bloggt aus London
Vom 27. Juli bis 12. August finden die 30. Olympischen Sommerspiele in London, vom 29. August bis 9. September die Paralympics statt. Insgesamt 389 Athleten gehören zum deutschen Olympiateam. MDR RADIO SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir, SACHSEN-ANHALT HEUTE und "MDR um zwölf" berichten über Sachsen-Anhalts Olympioniken.
Sie träumte von einer olympischen Goldmedaille
14 Sportlerinnen und Sportler sowie sechs Paralympics-Teilnehmer aus Sachsen-Anhalt kämpfen an der Themse um Medaillen. Eine der deutschen Hoffnungen ist die Diskuswerferin Nadine Müller. Die 26-Jährige hat zum ersten Mal an Olympischen Spielen teilgenommen und belegte Platz fünf - das hatte sie sich sicher anders vorgestellt. Für MDR SACHSEN-ANHALT schildert sie ihre Erlebnisse im ARD-Olympia-Blog.
Ihr Frage an Nadine Müller
An dieser Stelle können Sie unserer Olympionikin Nadine Müller Fragen stellen. Und mit etwas Glück wird sie diese in ihrem folgenden Blog-Eintrag beantworten. Nur Mut, schreiben Sie ihr!
Das Talent bekam Nadine in die Wiege gelegt
Nadine Müller begann 1998 mit dem Diskuswurf und startet für die Halleschen Leichtathletik-Freunde. Sie wurde bis 2009 von Gerhard Böttcher, der auch die Olympiasiegerin von 1996 Ilke Wyludda betreute, und nach dessen Renteneintritt von René Sack trainiert. Ihre außergewöhnliche Körpergröße von 1,93 Meter und eine Armspannweite von 2,06 Meter bieten ihr besonders gute Voraussetzungen für den Diskuswurf. Sie besuchte ein Sportgymnasium.
Das Diskuswerfen bekam sie sozusagen in die Wiege gelegt, denn ihr Vater Hans-Jochen Müller war ebenfalls Diskuswerfer. Die gebürtige Leipzigerin ist Polizeiobermeisterin bei der Bundespolizei und lebt in Roitzsch bei Halle an der Saale. In ihrer Freizeit betreibt sie als Ausgleich Sport, hört Musik und liebt gutes Essen - vor allem Sushi.
| Jahr | Alter | Bestleistung | Platz DM | international |
|---|---|---|---|---|
| 2002 | 17 | 48,90 m | 1.DM B-Jgd | - |
| 2003 | 18 | 53,44 m | 2. DJM | 2. JEM |
| 2004 | 19 | 57,85 m | 1. DJM | 3. JWM |
| 2005 | 20 | 59,35 m | 5. DM | 10. U23-EM |
| 2006 | 21 | 58,46 m | 1. DJM | - |
| 2007 | 22 | 62,93 m | 3. DM | 9. U23-EM |
| 2008 | 23 | 61,36 m | 2. DM | - |
| 2009 | 24 | 63,46 m | 1. DM | 6. WM |
| 2010 | 25 | 67,78 m | 1. DM | 8. EM |
| 2011 | 26 | 66,99 m | 1. DM | 2. WM |
| 2012 | 26 | 68,89 m | 1. DM | 2. EM / 5. Olympia |
Links in der ARD
Geschichte des Diskuswurfs
Erstmals ist das Diskuswerfen als olympische Disziplin bei den antiken Olympischen Spielen des Jahres 708 v. Chr. nachweisbar. Seit 1907 werfen die Männer mit einem kreisrunden, zwei Kilogramm schweren Diskus, der einen Radius von elf Zentimetern besitzt. Der Diskus der Frauen wiegt die Hälfte.
Von 1928 an, als auch Frauen erstmals zum Diskuswurf bei den Olympischen Spielen zugelassen waren, wurde aus einem Wurfkreis mit 2,5 Metern Durchmesser geworfen. Heute besteht ein Wettkampf aus sechs Versuchen. Nur die beste gültige Weite eines Athleten zählt. Nach drei Runden qualifizieren sich die besten acht Athleten für die drei Finalrunden.



