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Wintereinbruch in Mitteldeutschland : Frost führt zu zahlreichen Wasserrohrbrüchen

Die tiefen Temperaturen haben in Mitteldeutschland für eine Reihe von zum Teil schweren Wasserrohrbrüchen gesorgt. In vielen Orten mussten Feuerwehren und die Reparaturtrupps der Wasserversorger ausrücken, teilweise waren Hauptleitungen geborsten, die komplette Straßen mit einem Eispanzer überzogen. Einige Leitungen brachen sogar mehrfach.

Ein Mann beseitigt am Mittwoch (03.02.2010) in Hamburg Schnee und Eis in einer Einfahrt, damit das angestaute Wasser ablaufen kann.

Wie die Leitstellen der sächsischen Feuerwehren am Montag mitteilten, hat es am Wochenende Rohrbrüche in Königswalde im Erzgebirge und in Bautzen gegeben. "Bei den tiefen Temperaturen gefriert das Wasser sofort auf der Straße und macht sie zu einer gefährlichen Rutschbahn", erklärte ein Sprecher der Feuerwehr in Bautzen am Montag. In Dippoldiswalde im Osterzgebirge musste die Feuerwehr gleich viermal ausrücken, um Straßen zu sperren. Auch aus Zwickau, Leipzig, Dresden und Halle wurden Rohrbrüche gemeldet.

Hauptrohrbrüche in Leipzig und Bautzen

In Leipzig und Bautzen führte der Frost zu Schäden an wichtigen Hauptrohren. In der Leipziger Antonienstraße führte am Sonntagnachmittag ein defekter Unterflurhydrant zum Bruch einer 25 Zentimeter starken Leitung. Wie die Kommunalen Wasserwerke (KWL) mitteilten, muss für die Reparatur und den anschließenden Straßenbau die Antonienstraße in dem betroffenen Bereich stadtauswärts voraussichtlich bis zum 8. Februar gesperrt werden. Laut KWL sind Teile des Leipziger Leitungsnetzes mehr als 80 Jahre alt, die gebrochene Leitung stamme sogar aus dem Jahr 1892. Durch den Bau neuer Leitungen nehme die Zahl der Rohrbrüche jedoch weiter ab, 2010 seien sie um 15 Prozent auf rund 800 zurückgegangen.

In Bautzen brachen gleich zwei wichtige Leitungen. Am Sonntagabend zerstörte der Frost eine Leitung in der Neusalzaer Straße. Die Bundesstraße 96 musste von der Polizei gesperrt werden, weil sie sich binnen kurzer Zeit in eine riesige Eisfläche verwandelt hatte. Nachdem ein Hauptventil abgesperrt werden konnte, begannen die Bautzener Stadtwerke mit den Reparaturarbeiten. An der Leitung trat aber offenbar noch ein weiterer Schaden auf. Den Stadtwerken zufolge ging in der Allendestraße durch den Frost eine weitere Hauptleitung zu Bruch.

20 Meter hohe Fontäne in Halle

Ein Rohrbruch hat am Sonntag auch in Halle für Aufsehen gesorgt. Wie ein Polizeisprecher sagte, schoss das Wasser wie eine Fontäne etwa 20 Meter in die Höhe und lief die viel befahrene Philipp-Müller-Straße in Halle entlang. Angesichts der frostigen Temperaturen bestand die Gefahr, dass sich die Strecke in eine gefährliche Eisbahn verwandelt. Die Straße wurde teilweise gesperrt und der Verkehr umgeleitet. Die defekte Leitung wird repariert.

Zuletzt aktualisiert: 07. Februar 2012, 20:51 Uhr

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