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Halberstadt

Urteil für rechte Schläger

Fast vier Jahre nach einem Angriff rechtsextremer Schläger auf einen Afrikaner und einen Polizisten in Halberstadt sind die Täter zu Haft- beziehungsweise Bewährungsstrafen verurteilt worden.

Zum dritten Mal vor Gericht

Nach dem Urteil des Landgerichts Magdeburg muss ein 28 Jahre alter Mann dreieinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Gericht wies ihn zudem in eine geschlossene Klinik ein, wo er sich einem Alkoholentzug unterziehen muss. Ein 33 Jahre alter Mann wurde zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und elf Monaten verurteilt. Die Tat sei für ihn wesensfremd, außerdem habe er dem Polizisten freiwillig die Zahlung von 500 Euro Schmerzensgeld angeboten. Die Männer standen wegen des Überfalls am Himmelfahrtstag 2005 bereits zum dritten Mal vor Gericht. In dem Revisionsverfahren ging es nach Angaben eines Gerichtssprechers nicht um die Feststellung ihrer Schuld, sondern um die Höhe der Strafe und die Frage, ob einer der Männer alkoholkrank ist.

Mann aus Liberia und Polizist zusammengeschlagen

Die Angeklagten und weitere Rechtsextreme hatten in Halberstadt einen 36-jährigen Mann aus Liberia und einen zu Hilfe eilenden Polizisten brutal zusammengeschlagen. Im Juli 2007 hatte das Landgericht Magdeburg die Männer in zweiter Instanz zu Haftstrafen zwischen zweieinhalb und dreieinhalb Jahren sowie zu 1.000 Euro Schmerzensgeld verurteilt. Ebenso wie die Vorinstanz sprachen die Richter die Angeklagten damals der gefährlichen Körperverletzung und des Widerstands gegen Polizeibeamte für schuldig.

Zuletzt aktualisiert: 26. Februar 2009, 12:07 Uhr

 

 
 
 
 
 

 

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