Himmelfahrt

Polizei nimmt zahlreiche Rechtsextreme fest

Die Polizei hat am "Männertag" in Sachsen-Anhalt zahlreiche Rechtsextreme in Gewahrsam genommen.

Nach Angaben der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd hatten sich in Schönburg im Burgenlandkreis etwa 40 Personen auf einer Wieser zu einer "Herrentagsfeier" getroffen. Zwischen den Männern kam es zum Streit und zur Prügelei. Als die Polizei eintraf, stemmten sich die Streithähne dann vereint gegen die Beamten. Einige zeigten den Hitlergruß. Die Polizei ermittelt in vier Fällen wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Ermittlungen aufgenommen

Auch in Burg im Jerichower Land zeigten drei Männer am offenen Fenster den Hitlergruß. Nach Angaben der Polizei in Burg hatte eine Zeugin die Männer dabei beobachtet und "Sieg-Heil"-Rufe gehört. Eine Person soll auch mit einer Waffe auf Passanten gezielt haben. Mit Hilfe eines Spezialeinsatzkommandos durchsuchte die Polizei die Wohnung. Sie fanden ein Feuerzeug in Form einer Pistole und CDs. Auch in diesem Fall hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen.

Eine Nacht in Polizeigewahrsam

Zu einem dritten Zwischenfall kam es in Halberstadt. Hier feierten Anhänger der rechten Szene eine Party, spielten rechtsgerichtete Musik und skandierten rechte Parolen. Die Polizei des Reviers Harz löste die Feier auf und erteilte Platzverweise. Zehn Personen zwischen 23 und 41 Jahren mussten die Nacht in Polizeigewahrsam verbringen, nachdem sie sich den Aufforderungen der Beamten widersetzt hatten.

Hövelmann: Normaler Einsatztag für die Polizei

Innenminister Holger Hövelmann sagte, für die 1.500 Polizisten, die Himmelfahrt im Einsatz waren, sei es "ein normaler Einsatztag" gewesen. Die Beamten hätten dafür gesorgt, dass es im Land weitestgehend ruhig geblieben sei.

Zuletzt aktualisiert: 22. Mai 2009, 14:14 Uhr

 

 
 
 
 
 
 

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