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Thale

Teilnehmer marschierten in Wehrmachts-Kostüm

Vier Tage nach dem Ende des Sachsen-Anhalt-Tages in Thale gibt es Aufregung um den Förderverein für das Militärhistorische Museum Anhalt. Nach einem Bericht der "Mitteldeutschen Zeitung" sollen Mitglieder des Vereins auf dem Landesfest in alten Uniformen der Wehrmacht und der SS marschiert sein.

Thale mit Besuchern und Ständen; Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
An einem Umzug durch Thale sollen auch Männer in Wehrmachts-Kostümen teilgenommen haben.

Der Förderverein war für die Veranstaltung vom Kulturamt der Stadt Dessau-Roßlau gemeldet worden. Das bestätigte eine Sprecherin der Stadt. Vereinsvorsitzender Rainer Augustin selbst kann den Wirbel um die Uniformen nicht verstehen. Bei dem Landesfest sei es schließlich um das Ende des Zweiten Weltkrieges gegangen, sagte er der Zeitung. Daher seien neben russischen und amerikanischen Soldaten natürlich auch Wehrmachtsangehörige marschiert.

Gezielte Provokation

Augustin wehrte sich zudem gegen Spekulationen, nach denen auch Hakenkreuze an den Uniformen zu sehen waren. Diese seien "abgeklebt gewesen". Der Verein wies auch den Vorwurf zurück, ein schwarz gekleidetes Mitglied habe eine SS-Uniform getragen. Das Militärgeschichtliche Forschungsamt in Potsdam bestätigte der "Mitteldeutschen Zeitung" hingegen, dass Teilnehmer in SS-Uniformen aufgetreten seien.

Der Verein "Miteinander" geht von einer gezielten Provokation aus. "Dort sind bewusst Anklänge an die SS gesucht worden", sagte Sprecher Sebastian Striegel der Zeitung.

Zuletzt aktualisiert: 18. Juni 2009, 21:12 Uhr

 

 
 
 
 
 
 

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