Die Geschichte Anhalts ist untrennbar mit dem Geschlecht der Askanier verbunden. Seit dem 11. Jahrhundert gestalten sie die Geschicke des Landes, werden Herren über die Mark Brandenburg und Herzöge von Sachsen.
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Im Februar 1212 stirbt der Askanier-Herzog Bernhard von Sachsen. Sein älterer Sohn Heinrich erbt das anhaltische Territorium und begründet ein eigenes Fürstentum. Sechs Jahre später nennt er sich Fürst von Anhalt.
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Die Anhalter Fürsten kennen lange kein Erstgeburtsrecht. Das Land wird immer wieder unter mehrere Söhne aufgeteilt. Die erste große Landesteilung erlebt Anhalt 1252.
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Die Nähe zur Lutherstadt Wittenberg begünstigt früh die Einführung der Reformation in Anhalt. Der Köthener Fürst Wolfgang wird ein Hauptstreiter des evangelischen Glaubens. Der Dessauer Fürst Georg wirkt als Reformator.
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Der Dreißigjährige Krieg bringt Anhalt große Verluste. Durch die einzige Elbbrücke bei Dessau hat das Land strategische Bedeutung - besonders für den Kaiser. Mehrfach wird es von verschiedenen Kriegsparteien geplündert.
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Ab Mitte des 17. Jahrhunderts lehnen sich Anhalts Fürsten eng an Brandenburg-Preußen an. Fürst Leopold von Anhalt-Dessau wird zum "Exerziermeister" der preußischen Armee.
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Fürst Leopold III. Friedrich Franz führt zahlreiche von der Aufklärung geprägte Reformen durch. Unter seiner Regierung entsteht das Dessau-Wörlitzer Gartenreich.
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Seit 1806/07 nehmen die Anhalter Fürsten den Herzogstitel an. Nach der Befreiung von Napoleon bleibt Anhalt erhalten. Doch die Revolution von 1848/49 erfasst das Land stark.
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Nach dem Aussterben aller anderen Nebenlinien wird Anhalt 1863 unter dem Dessauer Herzog Leopold IV. vereinigt. Das Land entwickelt sich zu einem Zentrum deutscher Industrie. 1918 muss das Herzogshaus abdanken.
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Im November 1918 dankt das anhaltische Herzogshaus ab. Das Land wird Freistaat in der Weimarer Republik. 1934 verliert es seine Hoheitsrechte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird Anhalt von den Sowjets komplett aufgelöst.
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1945 besteht Anhalt zunächst in Form des Regierungsbezirks Dessau fort. Der wird später jedoch aufgelöst. Im 1990 neu gegründeten Sachsen-Anhalt erinnert nur noch der Name an das alte Land Anhalt.
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