Dessau : Jubiläumsjahr "Anhalt 800" mit Festakt gestartet
Sachsen-Anhalt feiert 800 Jahre Anhalt: Mit einem Festakt in Dessau hat das Jubiläumsprogramm begonnen. Das ganze Jahr über soll es Konzerte, Theater, Ausstellungen und Feste geben. Höhepunkte sind der Besuch der niederländischen Königin Beatrix im April in Oranienbaum und der Sachsen-Anhalt-Tag im Juli in Dessau-Roßlau.
Mit einem großen Festakt und einem Konzert im Anhaltischen Theater Dessau haben am Freitag die Jubiläumsfeiern zu 800 Jahren Anhalt begonnen. Ministerpräsident Reiner Haseloff sagte zum Auftakt, das Jubiläum verbinde Gegenwart und Zukunft, es lasse Stärken, Potenziale und Besonderheiten entdecken. Die Landesidentität sei gewachsen. "Aus dem Trennungsstrich im Namen unseres Bundeslandes ist mittlerweile ein Verbindungsstrich geworden", sagte der CDU-Politiker. Es gebe in Sachsen-Anhalt Teil-Identitäten wie in jedem anderen Bundesland, aber auch ein selbstbewusstes und gefestigtes Wir-Gefühl. Die Region Anhalt bezeichnete Haseloff als die einzige geschlossene Kulturlandschaft Sachsen-Anhalts, die eine spezifische Architektur, Kultur, Kunst und Philosophie hervorgebracht habe.
"Jubiläum ist großartige Gelegenheit"
Eduard Prinz von Anhalt, Sohn des letzten Anhalter Herzogs Joachim Ernst und Mitglied im Organisationskomitee "Anhalt 800", nannte das Jubiläum eine großartige Gelegenheit zu realisieren, welches wunderschöne Land Anhalt sei. "So wie das Jubiläum angenommen wird, wird viel passieren in diesem Jahr. Und ich werde schauen, dass ich überall dabei sein kann", sagte der Chef des Hauses Anhalt-Askanien. Der Präsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts, Joachim Liebig, bezeichnete Anhalt als eine Region, die immer prägend gewesen sei, vor allem durch Ideen, Toleranz, Freiheit, die von hier ausgegangen seien. Das könne auch wieder so werden.
Königlicher Besuch in Oranienbaum
Bis März 2013 wird das 800-jährige Bestehen der Region im Herzen Sachsen-Anhalts mit zahlreichen Ausstellungen, Konzerten und touristischen Angeboten gefeiert. Ein Höhepunkt wird der Besuch der niederländischen Königin Beatrix und des Bundespräsidenten am 25. April in Schloss Oranienbaum sein. Sie werden die Ausstellung "Dutch Design - Huis van Oranje" mit zeitgenössischen Design- und Modeobjekten eröffnen. Zudem wird der Sachsen-Anhalt-Tag in diesem Jahr vom 6. bis zum 8. Juli in Dessau-Roßlau gefeiert.
1212 - Geburt eines Fürstentums
Die Geschichte Anhalts als eigenständiger Territorialstaat begann im Februar 1212. Der Askanier, Graf Heinrich I., ein Enkel Albrechts des Bären, erbte das Gebiet, dass zu den Stammlanden seiner Familie gehörte. Wenige Jahre später nannte er sich Fürst von Anhalt, nach der gleichnamigen Burg über dem Selketal. Von da an ging der Name auf sein gesamtes Herrschaftsgebiet über. Heinrichs Nachkommen herrschten bis 1918 über das Land. Danach wurde Anhalt Freistaat. 1945 wurde dieser durch die Sowjets liquidiert. Seit 1990 ist Anhalt Teil des neu gegründeten Bundeslandes Sachsen-Anhalt.
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