Volks- und Heimatfest in Dessau-Roßlau : Hunderttausende feiern 16. Sachsen-Anhalt-Tag
Hunderttausende Menschen haben am Wochenende den 16. Sachsen-Anhalt-Tag besucht. Höhepunkt war am Sonntag ein 5,5 Kilometer langer Festumzug durch die Bauhausstadt. Am Abend endete das größte Bürgerfest des Landes mit der Fahnenübergabe an den nächsten Gastgeber.
Trotz des durchwachsenen Wetters zeigten sich Besucher und Organisatoren zufrieden. Stadtsprecher Carsten Sauer sagte dem MDR SACHSEN-ANHALT, das Programm sei von den Gästen sehr gut angenommen worden. Die Stadt bezifferte die offizielle Besucherzahl am Sonntagabend mit 350.000. Ministerpräsident Reiner Haseloff und Oberbürgermeister Klemens Koschig hatten am Freitag im Stadtpark den Startschuss für den 16. Sachsen-Anhalt-Tag gegeben.
Höhepunkt des Jubiläums 800 Jahre Anhalt
Das Landesfest war Teil des Jubiläumsjahres 800 Jahre Anhalt. Haseloff sagte, mit der Ausrichtung des Landesfestes in Dessau-Roßlau werde unterstrichen, dass der Anhalt-Geburtstag auch ein Landesgeburtstag ist. "Auch wenn unser Land als politisches Gebilde noch jung ist, ist es alles andere als geschichtslos". In Dessau-Roßlau gab es bis Sonntag unter dem Motto "ideenreich & bärenstark" auf insgesamt 16 Bühnen ein vielfältiges Programm. In sechs Regionaldörfern stellten sich die einzelnen Landesregionen und Residenzstädte Anhalts vor. Rund 10.000 Mitwirkende waren an der Organisation des Festes beteiligt.
Zum Start des Landesfestes waren die Hotels und Pensionen in der Stadt restlos ausgebucht. Wie Beate Reißig vom Tourismusmarketing sagte, waren bereits seit Wochen nur noch einzelne Betten und Zimmer verfügbar. Nach einem Aufruf der Kommune hätten viele Privatleute zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten angeboten. Der Sachsen-Anhalt-Tag findet seit 1996 jährlich statt. Nur 2002 wurde das Landesfest wegen der Hochwasserkatastrophe kurzfristig abgesagt. Im nächsten Jahr ist Gommern der Gastgeber, ein Jahr darauf Wernigerode.
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