Ländervergleich : Studie: Mitteldeutschland auf Wachstumskurs
Ein am Freitag veröffentlichter Ländervergleich der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft hat Mitteldeutschland ein gutes Wirtschaftswachstum bescheinigt. Während sich Sachsen auf Platz 4 und Sachsen-Anhalt auf Platz 5 verbesserten, fiel Thüringen auf den sechsten Platz zurück. Sieger des sogenannten Dynamik-Rankings ist Brandenburg. Schlusslicht ist Baden-Württemberg.
Das gute Abschneiden der neuen Länder gilt aber nur für die Wirtschaftsentwicklung. Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt, Ulrich Thomas, sieht die neuen Bundesländer aber auch weiterhin auf Wachstumskurs. Ostdeutschland zähle mittlerweile zu den dynamischsten Regionen in Deutschland. Das sei ein wichtiges Zeichen dafür, dass der Aufbau Ost vorankomme.
Thüringen entwickelt sich langsamer
Sachsen-Anhalt erreichte bei der Entwicklung des verfügbaren Einkommens je Einwohner sogar den ersten Platz. Das Einkommen stieg laut Studie in der Zeit von 2007 bis 2009 um 6,6 Prozent. Im bundesweiten Durchschnitt stieg dieser Wert um 2,7 Prozent. Thüringen entwickelt sich zwar langsamer als die anderen ostdeutschen Bundesländer, belegte aber im Niveauranking, das die absolute Wirtschafts- und Leistungskraft misst, als bestes neues Bundesland den elften Rang. Sachsen erreichte hier den zwölften Platz.
Osten Schlusslicht bei Wirtschaftskraft
Bei der Wirtschaftskraft insgesamt belegt der Osten aber auch weiterhin die hinteren Ränge. Dort führen nach wie vor unangefochten Bayern und Baden-Württemberg. Diese beiden Länder weisen auch die besten Job-Chancen auf.
In der von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und dem Magazin "Wirtschaftswoche" initiierten Studie waren rund 100 Indikatoren miteinander verglichen worden. Dazu gehörten das Bruttoinlandsprodukt, die Produktivität, die Arbeitslosenquote oder die Betreuungsquote in Kindereinrichtungen. Die INSM wurde im Jahr 2000 von den Verbänden der Metall- und Elektroindustrie gegründet und wird von ihnen finanziert.
Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft
Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft wurde im Jahr 2000 von den Verbänden der Metall- und Elektroindustrie gegründet und wird von ihnen finanziert.
