Sachsen-Anhalt

Umzug nach Vockerode : Asylbewerber verlassen Möhlau

Am Donnerstag hat der Auszug von 170 Asylbewerbern in Möhlau begonnen. Das dortige Asylbewerberheim wird bis Jahresende geschlossen. Die Männer werden künftig im rund 20 Kilometer entfernten Vockerode untergebracht. Dort steht für die Asylbewerber, die aus über 30 Ländern kommen, ein leerstehender Plattenbau bereit.

Seit Jahren waren die Zustände im Asylbewerberheim Möhlau kritisiert worden. Zuletzt hatten Mitarbeiter des Landesverwaltungsamtes in der ehemaligen Kaserne der Sowjetarmee erneut Spuren von Schimmel im Sanitärbereich entdeckt. Salomon Wantchoucou, Sprecher der Flüchlinge, hatte vor dem Umzug gesagt, dass seit 20 Jahren, seit Bestehen des Heimes in Möhlau, nichts mehr investiert oder renoviert wurde.

Der Grünen-Landtagsabgeordnete Sören Herbst hatte die Schließung der Gemeinschaftsunterkunft Möhlau bereits begrüßt. Die dort herrschenden Zustände seien weit von einer menschenwürdigen Unterbringung entfernt gewesen, so der flüchtlingspolitische Sprecher. Er kritisierte jedoch zugleich den Umzug der Bewohner nach Vockerode. "Das ist keine tragfähige Lösung", sagte Herbst schon Anfang Dezember. Asylsuchende müssten im Sinne der Integration dezentral in Wohnungen untergebracht werden.

Was nun im kommenden Jahr mit der einstigen Kaserne in Möhlau wird, bleibt vorerst unklar. Laut Eigentümer steht es vorerst leer.

Zuletzt aktualisiert: 28. Dezember 2012, 14:53 Uhr

9. Anwohnerin:
@Rudi: wo sie recht haben haben sie recht ;D das muss sogar ich als ossi zugeben. Ok ich hatte mir die Asylanten auch schlimmer vorgestellt. Bisher halten sie sich brav zurück, nur wenn man bedenkt dass wir in jedem eingang security haben... Das sagt alles. Naja und dann sieht man was heut passiert ist :( von 9 uhr morgens bis 15 uhr -.- heilloses durcheinander! Grosseinsatz und das am 1. Tag! Naja noch grob 2 wochen dann sind die meisten von uns MIETERN hier raus!
28.12.2012
23:30 Uhr
8. Ostdeutscher:
6. ein Bayer: Es wird Zeit das Dir einer Deine Lederhosen auszieht! Ich bin mir zu mehr als 100% sicher, dass Du einer derjenigen bist, den Süddeutschland 1990 aufgenommen hat. Warst Du über Ungarn abgehauen oder über die Prager Botschaft???
28.12.2012
18:39 Uhr
7. PIROL:
@ein Bayer.Also sollen die Asylbewerber nicht arbeiten dürfen?Schämen sie sich eigentlich nicht ob dieser menschenfeindlichen Aussagen?Pfui Deibel!
28.12.2012
18:28 Uhr
6. ein Bayer:
Antwort an Pirol: wieso sollen die Asylbewerber nach Süddeutschland umgesiedelt werden, reicht es nicht das schon genug Ossis bei uns sind ; übrigens leben sehr viele Asylbewerber und Ausländer mit Migrationshintergrund in Süddeutschland, haben hier ihre Arbeit und Heimat, nur in Ostdeutschland herrscht eben großer Ausländerhass und deshalb wollt ihr die "Fremden " nicht, traurig, ihr ward auch froh als Süddeutschland euch aufgenommen hat
28.12.2012
18:01 Uhr
5. Rudi Rüssel:
@2. Anwohnerin: Für verdammt miese recherche ist der MDR bekannt, ebenso für Zensur! Ein Ostdeutscher Sender schreibt vom Plattenbau, das sagt doch alles.
28.12.2012
16:50 Uhr
4. Rosemarie:
1. winfried: Das lag sicher daran, dass Sie keine Fachkraft waren und auch keinen Migrationshintergrund hatten! IRONIE aus! Ich kann mir auch nicht vorstelle das abgelehnte Asylbewerber nicht auffindbar sind, die werden doch abgeschoben. Es ist ja schon verwunderlich, dass nicht jeder sein Einfamileinhaus mit Garten bezieht. Huch bin ich jetzt eine rechte???
28.12.2012
16:35 Uhr
3. PIROL:
Asylsuchende müssten im Sinne der Integration sofort in den Arbeitsprozess eingegliedert werden!Eine Umsiedlung nach Süddeutschland wäre im Sinne der Integration!In Süddeutschland herrscht Fachkräftemangel der dadurch flächendeckend beseitigt werden könnte!Asylbewerber in einem Gebiet mit solch hoher Arbeitslosenquote wie in Sachsen-Anhalt anzusiedeln ist grundweg falsch!
28.12.2012
14:52 Uhr
2. Anwohnerin:
Sehr geehrte mdr mitarbeiter. Offensichtlich handelt es sich hier um verdammt miese recherche!!!! Die wohnungen im plattebau der strasse der jugend stehen NICHT LEER!!!! Ich wohne unter anderem noch dort! Genau wie mindestens 20 weitere personen! Aber dass scheint allen egal! Manche einwohner sind seit 20 jahren dort. Und nun werden sie verscheucht! Ich habe vor kurzem meine komplette wohnung renoviert und viel zeit und geld hineingesteckt um mir ein wohliges heim zu schaffen! Und nun?! Werden wir vertrieben! Trauriges deutschland!
27.12.2012
19:23 Uhr
1. winfried:
Für deutsche Flüchtlinge aus der damaligen DDR war die vorläufige zentrale Unterbringung ( z.B. Friedland, Zirndorf ) eine selbstverständliche Normalität bevor sie sich, nach Abschluß des Aufnahmeverfahrens, in der BRD niederließen. Der Sozialromantiker Herr Herbst wird sicher das Einsammeln abgelehnter, jedoch nicht auffindbarer Asylbewerber übernehmen, einschließlich entstehender Kosten.
27.12.2012
17:33 Uhr

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