Sachsen-Anhalt

Einzigartige Dauerausstellung : Genscher-Haus Halle präsentiert Zwei-Plus-Vier-Vertrag

Das Genscher-Haus in Halle-Reideburg präsentiert seit Sonnabend eine neue Dauerausstellung. Gezeigt werden einzigartige historische Dokumente.

Ein Glanzpunkt der Schau "Einheit und Freiheit" im Geburtshaus des langjährigen Bundesaußenministers Hans-Dietrich Genscher ist eine originalgetreue Kopie des Zwei-plus-vier-Vertrags. Das Papier liegt normalerweise im Historischen Archiv des Auswärtigen Amtes in Berlin. Genscher erklärte zur Eröffnung der Ausstellung, es sei wichtig durch Bilder und Dokumente daran zu erinnern, wie kompliziert die Lage 1989 war und wie viel Mut die Menschen hätten aufbringen müssen, um in der DDR auf die Straße zu gehen.

Der am 12. September 1990 in Moskau unterzeichnete Zwei-plus-Vier-Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland, der DDR und den vier Siegermächten Sowjetunion, USA, Großbritannien und Frankreich machte den Weg für die deutsche Einheit frei.

Hans Dietrich Genscher Dauerausstellung Geburtshaus Halle Reideburg
Bundesaußenminister a.D. Hans-Dietrich Genscher hat die neue Dauerausstellung in seinem Geburtshaus in Halle-Reideburg eröffnet.

Zuletzt aktualisiert: 01. Dezember 2012, 21:16 Uhr

4. Agnes:
@Illuminatus der Erste: Dass in Jugoslawien ungeklärte Verwandtschaftsverhältnisse gewisser führender Persönlichkeiten eine Rolle gespielt haben sollen, habe ich auch noch nicht gewusst. Könnten Sie das bitte etwas näher ausführen? Ich lerne auch gern dazu. An Titos nicht ungeklärter Herkunft kann man jedenfalls sehr gut ablesen, dass Jugoslawien keine einseitige serbische Angelegenheit war, als die es gelegentlich hingestellt wird.
03.12.2012
17:41 Uhr
3. Illuminatus der Erste:
Alle Vorkommentatoren haben absolut recht: In der Blüte ihrer Jahre, auf dem Höhepunkt sozialistischer Wirtschaftsentwicklung, gerade als Versorgung, Effizienz, Umweltschutz und Sozialpolitik weltweit, also: WELTWEIT als erstrebenswertes Vorbild, ja leuchtendes Beispiel ökonomischen und politischen Fortschritts gefeiert und bewundert wurden, als glückliche Menschen mit glücklichen und keinedrogennehmenden Kindern auf das fröhlichste tagelang sangen und sich aus reichhaltigstem Gemüseangebot auf Weltniveau gesündest ernährten - in diesem Moment haben, wenn ich sie recht verstehe, dunkle Mächte unter der Führung des internationalen Finanzkapitals und Egon Krenz den Maschinenpark der DDR heimlich aufgekauft, um die daniederliegende eigene Industrie durch qualitativ überlegenes Beutegut aufzurüsten und anschliessend den Sozialismus in Jugoslawien wg. ungeklärter Verwandschaftverhältnisse gewisser Führender Persönlichkeiten zu ruinieren? Na sowas: Das habe ich ja überhaupt nicht gewusst!
03.12.2012
01:49 Uhr
2. Agnes:
Mit Vollzug der deutschen Einheit konnte Genscher dann an der EG (wie damals die EU hieß) und der UNO vorbei die slowenischen und kroatischen Sezessionisten in Jugoslawien unterstützen und somit helfen, die jugoslawische Einheit zu zerstören. Jugoslawien wurde als sozialistisches Gegenmodell zum Ostblock nicht mehr benötigt. Das traditionelle Feindbild für Deutschland in dem dann folgenden Krieg hieß - wie schon unter Kaiser Wilhelm Zwo und Hitler dem Einzigen - Serbien. Warum damals die Hilfe nur für slowenische und kroatische Sezessionisten und nicht auch für baskische und kurdische? P.S.: Titos Vater war Kroate, seine Mutter Slowenin.
02.12.2012
10:24 Uhr
1. Ostdeutschland:
Deutsche Einheit? Ausverkauf der DDR! Unser Land wurde durch Bonzen hergeschenkt. Maschinenparks wurden im Osten ab und Tage später im Westen wieder aufgebaut. Die Industrie wurde abgewickelt und somit Konkurrenz, der sich der Weltmarkt geöffnet hätte, aus den Weg geräumt!
01.12.2012
22:39 Uhr

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