Sachsen-Anhalt

Korrespondenzausstellung zur neuen Landesschau : "Otto der Große und das Bistum Halberstadt"

Einblick in mittelalterliche Machtkämpfe - und den Sarkophag von Bischof Bernhard

Im Halberstädter Dom läuft eine Sonderausstellung, die Einblick in den Machtkampf zwischen Otto dem Großen und dem Halberstädter Bischof gibt. Sie ist eine der Korrespondenzausstellungen zur Kaiser-Otto-Landesschau in Magdeburg.

Spielort des MDR Musiksommer: Der Dom Halberstadt
Die Otto-Ausstellung ist bis zum 9. Dezember im Halberstädter Dom zu sehen.

Bis zum 9. Dezember wird nach Angaben der Domschatzverwaltung über eine der wesentlichen Zäsuren in der Geschichte des Bistums Halberstadt informiert. Unter dem Titel "In der Hoffnung auf ewigen Lohn. Otto der Große und das Bistum Halberstadt" soll über den erbittert geführten Streit zwischen Otto dem Großen und dem Halberstädter Bischof Bernhard berichtet werden. Wie es weiter hieß, porträtiere die Ausstellung ein zähes Ringen um Rechte, Einflussbereich und Macht im frühen Mittelalter. Außerdem werde nur in ihrem Rahmen der Sarkophag von Bischof Bernhard geöffnet, der sonst von einer schweren Eichenplatte bedeckt sei.

Otto und Bernhard rangen 13 Jahre lang um die Macht. Otto wollte ein neues Erzbistum in Magdeburg gründen, das im Wesentlichen aus dem bedeutsamen Bistum Halberstadt hervorgehen sollte. Gekämpft wurde mit allen Mitteln: Otto setzte den Bischof fest, der exkommunizierte ihn daraufhin, Otto kam als Büßer zurück. Schließlich starb der Bischof und Otto konnte das Erzbistum Magdeburg 968 gründen.

Neue Landesschau in Magdeburg

Sachsen-Anhalts neue Landesausstellung findet vom 27. August bis zum 9. Dezember 2012 in Magdeburg statt und beleuchtet Otto den Großen (912-973) und die Grundlagen des europäischen Kaisertums. Mehr als 250 Exponate aus internationalen Museen, Schatzkammern, Bibliotheken und Archiven werden in der Schau "Otto der Große und das Römische Reich" zu sehen sein.

Zuletzt aktualisiert: 13. Juli 2012, 18:55 Uhr

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Kaiser Otto der Große

Kaiser Otto der Große gilt als Wegbereiter des heutigen Europas. Ein Fundament für die Bildung Europas als kulturelle und politische Einheit legte Otto im Jahr 955, als sein Heer die Truppen Ungarns besiegte. Damit endeten innere Machtkämpfe und Otto, der damit stärkste Mann in Europa, konnte eine Neuordnung seines Reiches einleiten.

In Nachfolge Konstantins des Großen und Karls des Großen wollte Otto römischer Kaiser werden und im Norden des Reiches mit Magdeburg ein neues Erzbistum, ein "Konstantinopel des Nordens", gründen. 962 wurde Otto in Rom von Papst Johannes XII. zum Kaiser gekrönt und prägte das "Heilige Römische Reich Deutscher Nation".

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