Haldensleben : Ausstellung zum Kalten Krieg eröffnet
In der Haldensleber Kulturfabrik ist am Dienstag eine Ausstellung über den Kalten Krieg eröffnet worden. Unter dem Titel "Der Kalte Krieg. Kurze Geschichte einer geteilten Welt" soll darin gezeigt werden, wie Polen den deutsch-deutschen Konflikt im Kalten Krieg erlebt hat. Außerdem haben Besucher Gelegenheit, die zentralen Ereignisse des Kalten Krieges zu betrachten. In der Schau werden bekannte und in Vergessenheit geratene Fotos aus der Zeit zwischen 1947 und 1990 gezeigt. Eröffnet wurde sie von Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh.
Mit Freundschaft alte Gräben überwinden
Dauerhafte freundschaftliche Beziehungen zur Republik Polen sind laut Kultusminister ein wichtiger Beitrag für ein stabiles und friedliches Europa. Man habe mit der Wojewodschaft Masowien vor neun Jahren eine enge regionale Zusammenarbeit vereinbart, die speziell auf kultureller Ebene intensiviert wurde. "Ohne die vielfältigen Annäherungsprozesse wäre es nicht so schnell gelungen, alte Gräben zwischen Ost und West zu überwinden", so Dorgerloh.
Die Wanderausstellung wurde vom polnischen Institut für Nationales Gedenken in Warschau erstellt. Veranstalter ist die Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung und der Kulturfabrik Haldensleben. Sie kann bis zum 30. November 2012 besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.
Im Kalten Krieg waren die politische Atmosphäre zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Polen weitgehend frostig. Auch zur DDR, die bereits 1950 die polnische Westgrenze anerkannt hatte, blieb das Verhältnis bis zum Mauerfall distanziert.
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