Sachsen-Anhalt : Betonkrebs zerstört Autobahnen
In Sachsen-Anhalt sind derzeit 110 Autobahnkilometer mit dem sogenannten Betonkrebs befallen. Wie das Verkehrsministerium am Freitag mitteilte, müssen ganze Abschnitte repariert werden. Betroffen sind die Autobahnen 9, 14 und 38.
Kreuz Magdeburg wird ab August saniert
Die ersten Sanierungsarbeiten sollen den Angaben zufolge im August auf der A14 im Bereich des Kreuzes Magdeburg beginnen. Bis 2013 sollen insgesamt 35 Autobahnkilometer neu betoniert werden. Die Kosten für die Reparaturen gehen in die Millionen - eine genaue Summe nannte das Ministerium bisher jedoch nicht. Wann alle betroffenen Abschnitte repariert sein werden, steht auch noch nicht fest.
Betonkrebs - ein deutschlandweites Problem
Betonkrebs entsteht, wenn bestimmte Säuren mit Zement reagieren. Deshalb mussten in den vergangenen Jahren bereits mehrere Autobahnen saniert werden, einige von ihnen sogar schon kurz nach ihrer Fertigstellung. Wie die "Sächsische Zeitung" bereits vor zwei Jahren berichtet hatte, ist das Phänomen in den neuen Bundesländern am verbreitetsten.
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Betonkrebs - Was ist das?
Beim sogenannten Betonkrebs handelt sich um die Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR). Bei dieser kommt es zu einer chemischen Reaktion zwischen den Alkalien des Zementsteins und alkalilöslicher Kieselsäure aus Betonzuschlägen. Durch die Reaktion kommt es zu einer Volumenzunahme, der Beton wird auseinandergetrieben. Die Folge sind Risse und Abplatzungen. Die Bauindustrie versucht das Problem unter anderem durch die Verwendung von Zement mit einem geringen Alkali-Gehalt in den Griff zu bekommen.


