Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt : Betonkrebs zerstört Autobahnen

In Sachsen-Anhalt sind derzeit 110 Autobahnkilometer mit dem sogenannten Betonkrebs befallen. Wie das Verkehrsministerium am Freitag mitteilte, müssen ganze Abschnitte repariert werden. Betroffen sind die Autobahnen 9, 14 und 38.

Kreuz Magdeburg wird ab August saniert

Die ersten Sanierungsarbeiten sollen den Angaben zufolge im August auf der A14 im Bereich des Kreuzes Magdeburg beginnen. Bis 2013 sollen insgesamt 35 Autobahnkilometer neu betoniert werden. Die Kosten für die Reparaturen gehen in die Millionen - eine genaue Summe nannte das Ministerium bisher jedoch nicht. Wann alle betroffenen Abschnitte repariert sein werden, steht auch noch nicht fest.

Betonkrebs - ein deutschlandweites Problem

Betonkrebs entsteht, wenn bestimmte Säuren mit Zement reagieren. Deshalb mussten in den vergangenen Jahren bereits mehrere Autobahnen saniert werden, einige von ihnen sogar schon kurz nach ihrer Fertigstellung. Wie die "Sächsische Zeitung" bereits vor zwei Jahren berichtet hatte, ist das Phänomen in den neuen Bundesländern am verbreitetsten.

Zuletzt aktualisiert: 02. Juni 2012, 21:06 Uhr

6. Dr. Hörnig Sachverständiger:
Betonkrebs war vor dem Bau der Autobahnen bekannt und erforscht (Bauakademie Weimar). Natürlich interessierte das Verwaltungsexperten der Degas nicht. Schuld ist niemand und bestimmt entspricht die Qualität der verwendeten Zusatzstoffe den Richtlinien. Das die Richtlinien für den Zweck falsch waren, war doch nicht erkennbar. Die Bauqualifkation fehlte diesen Leuten, die das Geld aller ausgeben dürfen. Zum Ausgleich wird neues Geld gebraucht. Deshalb braucht Deutschland unbedingt eine Maut und alle dürfen mit bezahlen!
03.06.2012
13:38 Uhr
5. Norbert Meier:
Lauter Fachleute hier. Die "DDR" war ja für ihre fantastischen Strassen bekannt !
02.06.2012
21:21 Uhr
4. Claus:
Betonkrebs. Blödsinn, da wurde wieder gefuscht!
02.06.2012
20:40 Uhr
3. Agnes:
Das ist zwar unökonomisch aber dennoch okay. Das sind ganz normale Gepflogenheiten in der kapitalistischen Wirtschaft. Der Verschleiß ist im Produkt eingebaut, damit es nach einer gewissen Zeit neu angeschafft bzw. erneuert werden muss. Man nennt das Obsoleszenz. Im vorliegenden Fall handelt es sich um öffenliche Autobahnen. Damit ist gewährleistet, dass wieder Geld aus öffentlicher Hand (aus unserer Hand) in die Hand von Straßenbauunternehmern fließt. Und Arbeiter, die damit beauftragt werden, bekommen für einen geringen Teil des Geldes auch wieder zu tun. Wie schon die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und die ihr angeschlossenen Sprachrohre in den "Volksparteien" sagen: "Sozial ist, was Arbeit schafft."
02.06.2012
18:27 Uhr
2. Lüder:
Die Reichsbahn der DDR kannte das Problem auch: Schwellenaids wurde es genannt. Es ist eine Kieselsäure Alkali Reaktion an gebrochen Steinflächen. Die DDR importierte aus diesem Grund für Schwellen teuren Kies aus Skandinavien und verwendete nur Nasszement , der auch teurer war und nicht mehr devisenträchtig verkauft werden konnte was sehr weh tat. Millionen von Betonschwellen musste ausgewechselt werden. Man hätte ja mal diese Experten fragen können..., aber man vetrieb sie lieber. Das ist klar Baupfusch und der schnelle Euro, Ökonomenmurks wegen der Kosten.
01.06.2012
16:18 Uhr
1. Heinz Faßbender:
Wusste man das mit dem Betonkrebs nicht vorher? Im Land der Innovationen und des Fortschrittes?
01.06.2012
15:54 Uhr

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Betonkrebs - Was ist das?

Beim sogenannten Betonkrebs handelt sich um die Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR). Bei dieser kommt es zu einer chemischen Reaktion zwischen den Alkalien des Zementsteins und alkalilöslicher Kieselsäure aus Betonzuschlägen. Durch die Reaktion kommt es zu einer Volumenzunahme, der Beton wird auseinandergetrieben. Die Folge sind Risse und Abplatzungen. Die Bauindustrie versucht das Problem unter anderem durch die Verwendung von Zement mit einem geringen Alkali-Gehalt in den Griff zu bekommen.

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