Sachsen-Anhalt

Baby tot geschüttelt : Vater wegen Schuldunfähigkeit freigesprochen

Der Mann, der in Magdeburg sein zwei Monate altes Baby tot geschüttelt hat, ist am Donnerstag wegen Schuldunfähigkeit freigesprochen worden.Der 34-Jährige soll dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden, heißt es im Urteil.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der wegen zweifacher Körperverletzung und Körperverletzung mit Todesfolge angeklagte Mann unter einer psychischen Erkrankung leidet. Zwar gehe man davon aus, dass der Angeklagte das Baby so heftig geschüttelt habe, dass es an den Folgen starb. Aufgrund einer Schizophrenie habe der Vater seine Handlungen aber nicht steuern können. Da ähnliche Taten auch in Zukunft nicht ausgeschlossen seien, müsse er therapiert werden, heißt es im Urteil weiter.

Angeklagter hat Tat gestanden

Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten auf Schuldunfähigkeit plädiert. Der Angeklagte, der keinen Schul- und Berufsabschluss hat, hatte die Tat während des Prozesses eingeräumt.

In der Nacht zum 25. Februar kam es zum Streit zwischen den beiden Eltern. Der 34-Jährige warf ein Teelicht nach der 25-jährigen Kindsmutter, die dabei leicht verletzt wurde. Daraufhin verließ die Frau die Wohnung und ließ das Baby beim Vater zurück. Wutentbrannt soll der Mann das Mädchen mehrfach heftig geschüttelt haben. Das Gericht geht davon aus, dass es auch mehrfach mit dem Kopf gegen eine Wand oder einen anderen festen Gegenstand gestoßen wurde. Daraufhin alarmierte der Vater den Notarzt. Doch das Baby starb kurze Zeit später an den massiven Verletzungen.

Zuletzt aktualisiert: 20. Juli 2012, 10:00 Uhr

3. Mela Nie:
Als normal denkender mensch rechnet man damit auch garnicht das jemand seinem eigenen kind was antut . Ich würde nachts auch beim streit allein gehen , besser als mein kind durch die nacht zu tragen !!!! Die kinds mutter hat in meinen augen alles richtig gemacht in der situation hätte man so weit garnicht denken können wenn man jemand liebt . also erst ma überlegen , bevor ihr euch ne meinung macht und sie muss ihr restliches leben damit klar kommen .....
20.07.2012
17:19 Uhr
2. Jen:
Traurig, dass eine Mutter so handeln kann. Sie hätte die Kleine schützen MÜSSEN! Mit dieser Schuld muss sie nun leben...
19.07.2012
23:26 Uhr
1. gitte:
Und für die Mutter hat dies überhaupt keine Konsequenzen? Wie kann sie in der eskalierenden Situation einfach "ihrer Wege" gehen? Hilfe hat sie ja keine geholt. Mir unverständlich, einiges. Das arme, unschuldige Kind.
19.07.2012
16:35 Uhr

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