Mitarbeiterin der Firma Q-Cells prüft eine Solarzelle
Erfolgsgeschichte mit abruptem Ende: Aufstieg und Fall von Q-Cells Bildrechte: dpa

Chronologie Aufstieg und Fall von Q-Cells

Vom Drei-Mann-Kollektiv zum Milliarden-Unternehmen, vom Börsenliebling in die Insolvenz: Lesen hier noch einmal die wichtigsten Schritte der Entwicklung von Q-Cells nach.

Mitarbeiterin der Firma Q-Cells prüft eine Solarzelle
Erfolgsgeschichte mit abruptem Ende: Aufstieg und Fall von Q-Cells Bildrechte: dpa

1999:

Die Q-Cells AG wird von drei Ingenieuren gegründet.

2000:

In Thalheim bei Bitterfeld beginnt der Bau der ersten Produktionslinie.

2001:

Das sogenannte Start-up-Unternehmen beschäftigt 19 Mitarbeiter, die ersten Solarzellen laufen vom Band.

2002:

Die Zahl der Beschäftigten steigt auf 82, das Unternehmen schreibt schwarze Zahlen.

2004:

Bei Q-Cells arbeiten 484 Frauen und Männer. Das Unternehmen beteiligt sich an der australischen Solarfirma CSG Solar.

Die Außenansicht des Hauptsitzes der Firma Q-Cells AG in Thalheim bei Bitterfeld.
Die Außenansicht des Hauptsitzes der Firma in Thalheim. Bildrechte: dpa

2005:

Im Herbst geht Q-Cells an die Börse. Im selben Jahr wird das Joint Venture EverQ gegründet, das seit 2010 als eigenständiges Unternehmen Sovello GmbH firmiert.

2007:

Das Unternehmen wächst weiter und beschäftigt mehr als 1.700 Mitarbeiter.

2008:

Q-Cells gilt als der weltweit größte Hersteller von Solarzellen.

2009:

Teile der Produktion werden nach Malaysia verlagert. Q-Cells nimmt dort die Produktion von kristallinen Solarzellen auf.

2010:

Das Unternehmen ändert sein Geschäftsmodell und wandelt sich vom bisherigen Hersteller von Solarzellen zum Anbieter von Photovoltaik-Lösungen. 

2011:

Q-Cells rutscht in tiefrote Zahlen. Das überschuldete Unternehmen macht einen Verlust von 846 Millionen Euro bei einem Umsatz von rund einer Milliarde Euro.

2012:

Am 3. April stellt Q-Cells Insolvenzantrag beim zuständigen Amtsgericht Dessau. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 2.200 Mitarbeiter, davon 500 in Malaysia.

2013:

Q-Cells wird von dem südkoreanischen Mischkonzern Hanwha übernommen. Die Gläubiger des Thalheimer Solarunternehmens stimmten dem Verkauf auf einer Sitzung in Dessau-Roßlau zu. Die Südkoreaner stecken 250 Millionen Euro in die Übernahme.

Hanwha Q.Cells Geschäftsführer Charles Kim
Hanwha Q.Cells Geschäftsführer Charles Kim Bildrechte: dpa

2014:

Der Hanwha-Konzern gibt bekannt, dass Q-Cells mit seinem chinesischen Konkurrenten SolarOne zum größten Solarzellenhersteller weltweit verschmolzen werden soll.

2015

Hanwha Q Cells kündigt den Produktionsstopp in Deutschland zum 1. März 2015 an. Am Standort Bitterfeld-Wolfen sollen bis zu 550 Stellen abgebaut werden. Die Forschungs- und Entwicklungsabteilung bleibt erhalten.

Zuletzt aktualisiert: 28. August 2015, 17:24 Uhr