Bundespräsident Steinmeier mit zwei anderen Personen am Chemiepark Bitterfeld-Wolfen.
Bundespräsident Steinmeier (M.) zu Besuch im Chemiepark Bitterfeld Bildrechte: MDR/André Damm

Bundespräsident in Anhalt und Wittenberg Steinmeier unterwegs mit 130 Diplomaten

Immer einmal im Jahr lädt der Bundespräsident Diplomaten und Botschafter aus aller Welt auf eine kleine Rundreise durch Deutschland ein. Diesmal ist Frank-Walter Steinmeier nach Sachsen-Anhalt gekommen. Mit seinen Gästen besucht er die Regionen Anhalt und Wittenberg.

Bundespräsident Steinmeier mit zwei anderen Personen am Chemiepark Bitterfeld-Wolfen.
Bundespräsident Steinmeier (M.) zu Besuch im Chemiepark Bitterfeld Bildrechte: MDR/André Damm

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist am Mittwoch auf Stippvisite in Sachsen-Anhalt. Gemeinsam mit 130 Diplomaten hat er unter anderem die Chemieregion Bitterfeld-Wolfen besucht. Steinmeier würdigte dabei den Aufbau nach der Wiedervereinigung.

"Es ist durch die Hilfe der Politik, vor allem aber durch den Ehrgeiz und den Willen von vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hier vor Ort gelungen, eine Atmosphäre zu schaffen, dass niemand daran denken konnte, den Chemiestandort zu schließen", so Steinmeier in Bitterfeld. Rückblickend werde man von glücklichen politischen Konstellationen und von Verantwortungsbewusstsein auch in der Wirtschaft sprechen können.

Steinmeier würdigt Chemiestandort

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier geht durch das Werksgelände der Bayer Bitterfeld GmbH in Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt).
Steinmeier bei Bayer in Bitterfeld Bildrechte: dpa

Der Bundespräsident und die Botschafter aus Ländern wie China, Indien, Afghanistan, der Türkei, Eritrea, Togo und Zypern besuchten ein Werk der Bayer Bitterfeld GmbH, in dem Aspirin-Tabletten für die ganze Welt produziert werden. Das Unternehmen hatte sich vor 23 Jahren in Bitterfeld angesiedelt. Am Standort würden die Eigenschaften der Deutschen und Deutschlands deutlich, dass man Zustände ändern wolle, die unbefriedigend seien, sagte Steinmeier.

Station der Rundreise war auch Oranienbaum. In seiner Rede dort sagte Steinmeier, er fürchte angesichts der großen Konflikte in der Welt um die Werte der Aufklärung. Ihm scheine, "als gingen die Werte der Aufklärung in einigen führenden Köpfen erneut verloren."

Bundespräsident Steinmeier am Rednerpult vor Gästen an einer Tafel.
Steinmeier in der Orangerie in Oranienbaum Bildrechte: MDR/Falko Wittig

Steinmeier kritisierte, dass "Journalisten, Schriftsteller, Intellektuelle in Gefängnissen verschwinden", wie es etwa in der Türkei derzeit der Fall ist. Zudem beklagte er, dass "die Vernunft als Währung des politischen Diskurses in digitalen Echokammern, in rabiaten Twitter-Gefechten oder in gezielten Desinformationskampagnen entwertet wird".

Zum Abschluss der Reise stand noch Wittenberg auf dem Programm.

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 13.09.2017 | ab 6:30Uhr

Quelle: MDR/DPA/AFPdüs

Zuletzt aktualisiert: 12. November 2017, 18:27 Uhr

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7 Kommentare

12.11.2017 15:31 Andy 7

Steinmeier würdigt Chemiestandort. Der Witz der Woche. Nach der sog. Wende wurde fast alles platt gemacht.
14.09.2017 09:16 Axel
Für uns macht niemand etwas, erst recht nicht ein Politiker und schon gar keiner von der SPD!

14.09.2017 11:28 Ekkehard Kohfeld 6

Axel 5 Sorry Leute, man muß ihn nicht mögen. Man muß auch nicht mögen, wie er in der Vergangenheit agiert hat .. aber das er diese Reise mit 180 Diplomaten im Schlepptau gerade macht, macht er für EUCH!Diese 180 Diplomaten sind der multipilkative berichterstattende Schlüssel für ausländische Regierungen und Investoren, damit Eure Region bekannt und interessant wird, um Arbeitsplätze zu schaffen!Es wär daher schade, wenn Ihr selbst das vermasselt!##Ich weiss ja nicht was sie gerade träumen glauben sie nicht das man in Ausland Deutschland nicht kennt und man eine Bundespräsident dafür braucht um unser Industrie
Arbeitsplätze zu schaffen dafür haben wir aber keinen Bundespräsidenten dafür haben die Firmen zumindest die Großen Pressabteilungen unser Bundespräsident ist doch kein Pressesprecher oder ist der Posten so tief angesiedelt wie eine plumpe Werbesendung?Und da reisen 180 Diplomaten mit ich wußte gar nicht das wir so viele haben und sind die nicht in den Botschaften vor Ort?

14.09.2017 09:16 Axel 5

Sorry Leute, man muß ihn nicht mögen. Man muß auch nicht mögen, wie er in der Vergangenheit agiert hat ...
... aber das er diese Reise mit 180 Diplomaten im Schlepptau gerade macht, macht er für EUCH!
Diese 180 Diplomaten sind der multipilkative berichterstattende Schlüssel für ausländische Regierungen und Investoren, damit Eure Region bekannt und interessant wird, um Arbeitsplätze zu schaffen!
Es wär daher schade, wenn Ihr selbst das vermasselt!

13.09.2017 00:39 Bürgerin 4

Ist das wirklich wichtig?
Aber immerhin... Ich hatte schon den Eindruck, es gäbe ihn garnicht mehr, denn zu den brennenden Fragen und Problemen scheint er ja wohl sprachlos zu sein.

13.09.2017 21:51 Baldur von Ascanien 3

Warum macht er nicht wieder eine Reise in die Ukraine? Da war er doch immer gern gesehen. Oder gibt es bei Bitterfeld auch Nazis die er unterstützen kann?

13.09.2017 17:29 Peter 2

wieder viel Geld verbrannt.....für nichts!!!

13.09.2017 17:28 Sabine Sonntag 1

Traurig, dass unser Land keinen besserern Präsident gefunden hat. In freier Wahl stürzte er als Kanzlerkandidat in ein historsiches 23%-Tief. Mit seiner Aussage, Trump sei "ein Hetzer", hat er bewiesen, dass er diplomatische Spielregeln nicht begreift.