Reformationsjubiläum Dänische Königin auf Stippvisite in Wittenberg

Die dänische Königin Margrethe II. war am Dienstag überraschend in Wittenberg zu Gast. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit besuchte sie dort die Schlosskirche, in der Luther und Melanchthon begraben liegen. Es handelte sich bei dem Termin um keinen offiziellen Staatsbesuch. Ihr Aufenthalt sollte eigentlich geheim gehalten werden.

Königshaus stiftet Altarbehang

Ende Oktober 2015 hatte das dänische Königshaus mitgeteilt, dass Margrethe II. der Wittenberger Schlosskirche zum Reformationsjubiläum einen Altarbehang schenken werde. Die 75-Jährige gilt als ausgewiesene Textilkünstlerin. Sie will das sogenannte Antependium selbst mit einer Lutherrose besticken. Am 2. Oktober 2016 soll der rote Behang, diese Farbe wird traditionell zu Pfingsten und am Reformationstag verwendet, persönlich übergeben werden. Bis dahin sollen die derzeitigen Sanierungsarbeiten an der Schlosskirche in Wittenberg, an die Luther der Überlieferung zufolge 1517 seine Thesen zur Kirchenreformation anschlug, abgeschlossen sein.

Margrethe war zuletzt im Mai 2015 in Wittenberg zu Gast. Sie besichtigte seinerzeit die wichtigsten Luther-Gedenkstätten und informierte sich über den Umbau des Schlossensembles.

Königin Margrethe in Wittenberg
Mit Handgepäck zischte die dänische Königin am Dienstag zur Schlosskirche in Wittenberg. Bildrechte: MDR/André Damm

Margrethe II. von Dänemark Die 75-Jährige wurde nach dem Tod ihres Vaters, König Friedrich IX., am 14. Januar 1972 zur Königin ausgerufen. Das größte Laster der Monarchin ist das Rauchen. Niemand weiß genau, wie viele Glimmstängel die Königin täglich raucht.

In ihrer Neujahrsansprache für 2016 teilte Margrethe II. mit, dass sich ihr Ehemann Henrik aus den öffentlichen Aufgaben an der Seite seiner Frau weitgehend zurückziehen wird. Margrethe ist seit 1967 mit Henrik verheiratet. Das royale Paar hat zwei Söhne, Kronprinz Frederik und Prinz Joachim, sowie acht Enkelkinder.

Die Königin und Prinz Henrik eint eine starke Zuneigung zu Dackeln. Unter ihren vielen kurzbeinigen Begleitern wurde besonders "Reichshund Balthasar" zur Legende. Margrethe II. begründete ihre Dackel-Begeisterung mit den Worten: "Sie nehmen nicht viel Platz weg, und man bekommt sozusagen einen kompletten Hund in der Größe eines halben Hundes."

Zuletzt aktualisiert: 12. Januar 2016, 20:59 Uhr