Region Dessau

Bitterfeld-Wolfen : Solarkonzern Q-Cells einigt sich mit Gläubigern

Der angeschlagene Solarkonzern Q-Cells will mit einem radikalen Schulden- und Kapitalschnitt einen Neuanfang versuchen. Q-Cells teilte am Mittwoch in Bitterfeld-Wolfen mit, man habe sich darauf mit den wichtigsten Gläubigern geeinigt. Ziel sei es, dass die Anleihenbesitzer künftig als Eigentümer einsteigen und dann 95 Prozent des Unternehmens halten. Die Leidtragenden der Rettungsmaßnahme sind die bisherigen Aktionäre - sie würden weitgehend aus der Gesellschaft herausgedrängt.

Steigender Aktienkurs

Den Kapitalschnitt müssen die Aktionäre, die Inhaber der sogenannten Wandelanleihen und die zuständigen Behörden noch genehmigen. In der Hoffnung auf eine Rettung der Firma sprang der Aktienkurs am Mittwochnachmittag zeitweise um mehr als 20 Prozent nach oben. Damit könne Q-Cells künftig als nahezu schuldenfreies Unternehmen im Markt agieren. Das teilte ein Unternehmenssprecher mit.

Die Anleiheninhaber seien nach einer Überprüfung des Geschäftsplans zu dem Schluss gekommen, möglichst viele Mittel im Unternehmen zu belassen. In den Jahren 2013 bis 2015 würden dann wieder positive Ergebnisse erwartet. Das an der Frankfurter Börse notierte Unternehmen mit rund 2.200 Mitarbeitern ist in extremer Finanznot. Es hat kein Eigenkapital mehr. Drei Wandelschuldverschreibungen - das sind Anleihen mit der Möglichkeit der Umwandlung in Aktien - werden im laufenden Jahr sowie 2014 und 2015 fällig.

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Zuletzt aktualisiert: 03. Februar 2012, 19:10 Uhr

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