Sachsen-Anhalt

Rechnung : Saftige Strafe wegen Facebook-Party

Leere Diesdorfer Straße, gesäumt von Polizeiautos. Im Vordergrund: Eine Straßensperre.

Eine saftige Rechnung über 200.000 Euro flatterte einem jungen Mann aus dem Bördelandkreis ins Haus. Nach einer außer Kontrolle geratenen Party-Einladung auf Facebook hat ihm nun die Polizei - wie angekündigt - die Kosten eines Großeinsatzes auferlegt. Wie der 20-Jährige gegenüber der "Magdeburger Volksstimme" am Sonnabend betonte, sehe er sich völlig außerstande, diese Summe aufzubringen. Die Familie hat sich inzwischen einen Anwalt genommen. Nur durch ein Versehen sei er in dem Online-Netzwerk zum Veranstalter der Party im vergangenen Oktober aufgestiegen, beteuerte er.

Vorwurf: Aufruf zu Gewalt

Laut Stadtverwaltung und Polizei allerdings habe er damals auf Facebook weitere Freunde eingeladen, obwohl die eigentliche Veranstalterin längst abgesprungen war. Der 20jährige Lehrling soll außerdem zu Gewalt gegen die Polizei aufgerufen haben und den Party-Treffpunkt am Magdeburger Bahnhof festgelegt haben. Die Partygäste sollten ihre Personalausweise zu Hause lassen, um nach der geplanten Randale nicht identifizierbar zu sein. Am Ende hatten mehr als 5.500 Nutzer ihr Kommen angekündigt, weshalb die Polizei mit einem Großaufgebot anrückte, um ein Stadtviertel in Magdeburg abzusperren.

Noch 12 mögliche Mitveranstalter müssen sich erklären

Insgesamt müssen sich 12 mögliche Mitveranstalter neben dem jungen Mann aus Mahlwinkel im Börderkreis schriftlich erklären, sagte Polizeisprecher Frank Küssner am Samstag in Magdeburg. Die Stadt Magdeburg hatte die im Sozialen Netzwerk Facebook angekündigte Party ausdrücklich verboten. Am Ende waren doch noch mehr als 500 "Partygäste" gekommen. Die Kosten für den Großeinsatz wurden von Juristen ermittelt und lägen definitiv bei 200.000 Euro, wie Polizeisprecher Küssner versicherte.

Frühere Meldungen

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Zuletzt aktualisiert: 09. Februar 2013, 15:04 Uhr

16. Iche:
@9. Michael Kaiser, Es sollte eine Party werden dagegen ist nichts zu sagen, da aber sich soviele angemeldet haben passten Sie wohl auch nicht in der Wohnung rein! Also hätte es draußen stattgefunden. Es wurde aber keine Versammlung angemeldet die hätte genehmigt werden können! Noch dazu wurde zu gewalttaten aufgerufen nicht nur gegen die Polizei! Und dann kommt das Versammlungsgesetz ins Spiel! Die zuständige Behörde kann eine Versammlung verbieten wenn nach den zur Zeit des Erlasses der Verfügung erkennbaren Umständen die öffentliche Sicherheit oder Ordnung bei Durchführung der Versammlung oder des Aufzuges unmittelbar gefährdet ist (§ 15 Abs. 1 VersammlG) Da davon auszugehen war das es zu Straftaten kommen könnte musste auch die Polizei vorrort sein!Wäre die Versammlung genehmigt worden stünde die Polizei auch dort,weil sie als staatliche Gewalt dafür zuständig ist diese Versammlung zu schützen! Soweit alles klar? Das hat aber auch überhaupt nichts mit Polizeistaat zu tun!
11.02.2013
13:59 Uhr
15. Iche:
@Hella, ein BHF wird sicher nicht vom Vater Staat gesprengt, das haben andere versucht und es wurde vereitelt zum Glück! Fernsehen schauen und Tagespresse verfolgen hilft da schon sehr viel weiter! Und dann sei doch bitte so frei und verlasse dieses Land! Suche Dir ein Land wo man ungestraft alles machen kann ohne in die schranken gewiesen zu werden! Es gibt sicher sehr viele von Deiner Sorte dann nehme Sie mit! Ich bin froh das es die Polizei gibt und Sie für mich da ist!
11.02.2013
13:41 Uhr
14. Heinz Wilhelm:
Lustige Überschrift. Eine Strafe hat niemand zu befürchten, eine saftige schon garnicht. In diesem sogenannten Rechtsstaat wird wohl der Steuerzahler wieder zur Kasse gebeten.
10.02.2013
18:30 Uhr
13. ABC:
@ winfried: Diese Art der Forderung wird nicht so einfach restschuldbefreit. Für solche Dinge ist die Inso auch nicht gedacht.
10.02.2013
11:22 Uhr
12. Hella:
"... was sie auch baun, es werden stets Kasernen ..." (Erich Kästner) Wer frei sein will, sollte Deutschland den Rücken kehren. Man kann sich heute wohl auch schon dadurch ruinieren, wenn man auf dem Bahnhof einen Tüte Mehl verschüttet - dann wird der Bahnhof gesprengt und man muß die Rechnung zahlen. Das hat eher was von Hysterie und garnichts mit dem Rechtsstaatsprinzip der Angemessenheit zu tun ... Wer nur tauscht endlich die Schilder von Irrenhaus und Regierung zurück?! Hella
09.02.2013
21:50 Uhr
11. Ruth N.:
1. Reconquista: Leute wie Du, müssten zufällig am Treffpunkt dieser Meute vorbeikommen und keine Polizei in der Nähe. Dein Geschreih nach Polizei und Dein anschließendes Posting hier würde mich interessieren.
09.02.2013
21:29 Uhr
10. Robert Zeuner:
Hoffentlich wird nicht wieder der Arsch eingekiffen und die Verantwortlichen werden wirklich zur Kasse gebeten und zwar mit Zinsen! 1. Reconquista: Ihre Meinung haben Sie exclusiv!
09.02.2013
21:09 Uhr
9. Michael Kaiser:
weshallb ist die Polizei denn ausgerückt und wer hat das veranlasst? Ist es obligatorisch das Menschenansammlungen nun von der Polizei begleitet werden oder wollte die Polizei ihrerseits drohen? Wie kann jemand über das Internet zu Gewalt gegen Polizei an einem bestimmten Ort aufrufen, wenn nicht sicher ist ob überhaupt Polizei dort ist? Soll hier doch der Polizeistaat gegründet werden?
09.02.2013
20:37 Uhr
8. Klaus Pfister:
Wer schon mal so bloed ist um oeffentlich zu Gewalttaten gegen Polizei, Volksgemeinschaft aufzurufen sollte doch mindestens damit rechnen das er dafuer zur Kase gebeten wird! Ist schon gut das diese Idioten dann auch zahlen muessen! Denn der arme Steuerzahler hat seit Jahren die Schnauze voll um fuer jeden Grosseinsatz der Polizei zahlen zu muessen!
09.02.2013
17:40 Uhr
7. winfried:
Na endlich handeln Polizei und Stadt konsequent. __ Dem jungen Mann rate ich ggf. Privatinsolvenz anzumelden. Das gibt ihm mehrere Jahre Zeit über sein Handeln nachzudenken und läßt ihn dennoch "weiterleben".
09.02.2013
16:20 Uhr

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