Quedlinburg : Feininger-Tagung befasst sich mit künstlerischem Werk
Die Lyonel-Feininger-Galerie in Quedlinburg im Harz rückt das künstlerische Schaffen ihres Namensgebers in den Mittelpunkt einer Tagung. Wie der Galerieleiter Björn Egging sagte, werden zu der Veranstaltung am Freitag Feininger-Forscher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz erwartet.
Die Veranstaltung mit dem Titel "Lyonel Feininger. Das druckgrafische Werk" steht für Experten und Laien gleichermaßen offen: "Uns ist jeder kunstinteressierte Gast willkommen", sagte Egging. Im Programm stünden neun Vorträge über den amerikanischen Maler und Grafiker Lyonel Feininger (1871-1956).
Letzte Arbeiten für den Brandschutz
Vom 5. November an müsse die Galerie in der Unesco-Welterbestadt erneut für vier Wochen schließen, sagte der Galerieleiter. "Es sind noch Restarbeiten für den Brandschutz zu erledigen." Erst im vergangenen Winter wurde die Brandschutzanlage in dem Haus auf Vordermann gebracht. Dafür wurde die Galerie am 1. November 2011 für fünf Monate geschlossen.
Einer der umfangreichsten Feininger-Bestände
Jährlich besuchen den Angaben zufolge rund 13.000 Menschen das Museum, das nach dem Maler und Grafiker Lyonel Feininger benannt ist. Dort sind Radierungen, Grafiken, Lithografien, Fotos sowie Holzschnitte des Künstlers zu sehen. Die Sammlung ist eine der umfangreichsten, geschlossenen Bestände des Künstlers in Europa. Sie ist eine Dauerleihgabe des Quedlinburgers und Feininger-Freundes Hermann Klumpp, der sie vor den Nazis bewahrte. Feininger selbst war nie in Quedlinburg. Es reizte ihn nicht, weil er die Stadt als zu provinziell empfand.
Die Sammlung wird zudem mit Arbeiten anderer Künstler wie Kandinsky, Klee und Nolde ergänzt. Immer wieder gibt es Sonderausstellungen zu sehen, zuletzt eine des Künstlers Jonathan Meese. Das Haus verfügt auch über einen reichen Bestand an Druckgrafik aus DDR-Zeiten.
Die Lyonel-Feininger-Galerie
Die Lyonel-Feininger-Galerie in der UNESCO-Welterbestadt Quedlinburg ist keine Galerie im herkömmlichen Sinn, sondern eher ein Kunstmuseum und Ausstellungshaus. Es wurde 1986 eröffnet und ist seit 2006 ein Bestandteil der Stiftung Moritzburg in Halle. Der amerikanische Maler und Grafiker Lyonel Feininger (1871-1956) gab nicht nur der Quedlinburger Galerie seinen Namen, sondern hatte auf der Moritzburg sein Atelier. Die Feininger-Galerie ist einzigartig in Europa.



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