Sachsen-Anhalt

Bilanz : Milliardenförderung für Forschung im Osten - Thüringer Unis profitieren

Der Bund hat seit 1990 Forschungs- und Entwicklungsprojekte in den neuen Ländern und Berlin mit über 46 Milliarden Euro gefördert. Nach Informationen des MDR THÜRINGEN flossen aus den Zuschüssen der verschiedenen Ministerien 3,7 Milliarden Euro nach Thüringen.

Der Ost-Forschung fehlen Großunternehmen

Ein Sprecher des Bundesbildungsministeriums sagte, mit den Förderprogrammen würden bewusst Innovationen in den neuen Ländern gefördert, um neue Märkte zu erschließen oder Alleinstellungspositionen zu erlangen. Dabei würden die Kompetenzen der vielen kleinen Hochtechnologie-Unternehmen genutzt. Dem Ausbau regionaler Initiativen seien allerdings durch die kleinteilige Wirtschaftsstruktur im Osten Deutschlands Grenzen gesetzt. Es fehlten weiter Großunternehmen, die Forschung und Entwicklung vorantreiben könnten. Statistisch wird rund 85 Prozent der Forschung in deutschen Unternehmen von Firmen mit mehr als 500 Angestellten betrieben.

Mehr als 3.000 Projekte in Thüringen gefördert

Das Bundesbildungsministerium bezuschusste in Thüringen seit 1990 insgesamt 3.204 Projekte. Aus den jüngeren Förderprogrammen "InnoRegio", "Unternehmen Region" und "Spitzenforschung und Innovation" mit Geldern aus dem Solidarpakt flossen rund 200 Millionen Euro nach Thüringen. Das Geld kam vor allem Hochschulen des Freistaats und der optischen sowie der Textil- und Baustoffforschung zugute. Mit sieben Millionen Euro wurde auch die Entwicklung des barrierefreien Tourismus am Rennsteig gefördert. Die TU Ilmenau teilte mit, die Universität sei stolz auf die Höhe ihrer Fördermittel. Die Förderung lohne sich.

Am Mittwoch will Bundesbildungsministerin Annette Schavan das neue Forschungs-Förderprogramm "Zwanzig20" in Dresden vorstellen.

Zuletzt aktualisiert: 22. August 2012, 08:58 Uhr

1. Heinz Faßbender:
Nur alles rein in den Osten........damit man umso mehr auf die [...] Wesi schimpfen kann.... | [Ammerkung der MDR.DE-Redaktion: beleidigender/provozierender Ausdruck entfernt]
22.08.2012
11:13 Uhr

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