Der Hilfspolizist Clemens Kokert bereitet in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) das Geschwindigkeitsmessgerät in einem Spezialfahrzeug der Polizei für den Einsatz vor.
Bildrechte: dpa

Fragen und Antworten Was Bewerber als Wachpolizisten mitbringen müssen

Sachsen-Anhalt sucht händeringend nach Bewerbern für die Wachpolizei. Sie soll den derzeitigen personellen Engpass der Polizei ausgleichen. Beworben haben sich bisher aber nur wenige. Warum? MDR SACHSEN-ANHALT beantwortet wichtige Fragen zu der Kurzausbildung.

Der Hilfspolizist Clemens Kokert bereitet in Magdeburg (Sachsen-Anhalt) das Geschwindigkeitsmessgerät in einem Spezialfahrzeug der Polizei für den Einsatz vor.
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Warum haben sich bisher nur so wenige Bewerber für die Wachpolizei gemeldet?

Eine offizielle Begründung gibt es nicht. Allerdings vermutet Andreas von Hoff, Sprecher der Polizeidirekt Nord: "Man darf nicht verkennen, dass die Voraussetzungen der Wachpolizisten die gleichen sind wie für die normalen Polizeivollzugsbeamten." Nach zwei Jahren als Wachpolizist könne man in den Vorbereitungsdienst für die Laufbahn eines Polizeivollzugsbeamten wechseln. Aktuell suche jedoch jedes Bundesland Polizisten. Die Kollegen, die sich die zwei Jahre als Wachpolizei sparen wollen, würden sich daher in erster Linie direkt für den mittleren oder gehobenen Vollzugsdienst bewerben.

Bis wann können sich Interessierte bewerben?

Eine Bewerbung für die Kurzausbildung zum Wachpolizisten ist bis zum 18. Juni 2017 möglich.

Können sich auch Frauen bewerben?

Ja, auch Frauen können sich bewerben. Nicht nur das: Ihre Bewerbungen sind sogar ausdrücklich erwünscht.

Welche Voraussetzungen müssen Bewerber erfüllen?

Für Bewerber der Wachpolizei gelten die gleichen Voraussetzungen wie für Bewerber, die sich auf die Laufbahn eines Polizeivollzugsbeamten bewerben. So müssen auch sie beispielsweise mindestens einen Realschulabschluss vorweisen können und größer als 1,60 Meter sein. Auch dürfen sie das 32. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Wie lang dauert die Ausbildung?

Die Ausbildung dauert drei Monate.

Ersetzen Wachpolizisten voll ausgebildete Polizeibeamte?

Nein, die Wachpolizei ist kein Ersatz für voll ausgebildete Polizeibeamte. Allerdings sind sie angesichts des derzeitigen Personalmangels eine Alternative und helfen dabei, die Vollzugsbeamten zu entlasten.

Wofür werden die Wachpolizisten eingesetzt?

Die Wachpolizei soll gezielt für die Überwachung und Regelung des Straßenverkehrs eingesetzt werden. Darunter fällt zum Beispiel die Begleitung von Schwerlasttransporten.

Wie viele Wachpolizisten sucht Sachsen-Anhalt derzeit?

Zum 1. September 2017 werden für die Polizeidirektion Nord 35 sowie für die Polizeidirektionen Ost und Süd jeweils fünf Wachpolizisten gesucht.

Dieses Thema im Programm MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 08.06.2017 | 05:00 Uhr

Quelle: MDR/mkl

Zuletzt aktualisiert: 07. Juni 2017, 21:04 Uhr

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3 Kommentare

09.06.2017 12:33 Thomas Bringezu 3

Vielleicht sollte man die Altersgrenze einfach herauf setzen ich habe mich leider auch zweimal vergeblich versucht anzumelden aber mit 47 ist man halt zu alt obwohl ich denke keine Anwartschaft auf eine Verbeamtung zu wollen. Das liegt mir fern aber ich denke eher mit zunehmenden Alter auch das Fein und Taktgefuehl für diesen Beruf zu haben.....

08.06.2017 18:07 Reiner202 2

Mir scheint das nur eine Kindertruppe gebraucht wird. Ältere, die Erfahrung haben sind nicht erwünscht. Es riecht nach Diskriminierung. Diese sind
von der Erfahrung den Jüngeren alle mahle überlegen.

08.06.2017 10:09 Philipp 1

Mich interessiert die Vergütung !