Franckesche Stiftungen in Halle : Neuer Platz für wertvolle Ölgemälde
Zwei wertvolle Ölgemälde haben am Montag im Historischen Waisenhaus der Franckeschen Stiftungen in Halle einen neuen Platz erhalten. Die überlebensgroßen Bilder von August Hermann Francke und seinem Schwiegersohn Johann Anastasius Freylinghausen sind im Foyer des Hauptgebäudes der Franckeschen Stiftungen zu sehen und damit erstmals seit 40 Jahren wieder öffentlich zugänglich.
Die Gemälde im barocken Schmuckrahmen waren Mitte des 18. Jahrhunderts für die Ulrichskirche angefertigt worden. Dort hatte Francke seit 1715 als Pfarrer gewirkt. Nach umfassender Restaurierung sollen die Bilder nun auf den 350. Geburtstag Franckes im kommenden Jahr aufmerksam machen.
Vorschlag für UNESCO-Welterbe
Francke gründete die Stiftungen 1695 als Sozial- und Bildungswerk. Er baute eine Schulstadt mit Internaten und Betrieben auf und eröffnete ein Waisenhaus. Daneben schickte er von Halle aus Missionare in alle Welt, so nach Amerika, Russland und Indien. Das Gelände der Franckeschen Stiftungen steht auf der deutschen Vorschlagsliste für das UNESCO-Welterbe. Die Stiftung beherbergt einzigartige Kleinode wie das längste Fachwerkhaus Europas oder die älteste europäische Wunderkammer des Barock. Im Bau befindet sich derzeit noch der neue Sitz der Bundeskulturstiftung.
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