Zeitz
"Das unerschrockene Wort" geht an Andrea Röpke
In Zeitz ist am Sonnabend der Preis "Das unerschrockene Wort" an die Politologin und freie Journalistin Andrea Röpke verliehen worden. Sie recherchiert seit Jahren über die Naziszene.
Trotz persönlicher Repressalien Arbeit weiterverfolgt
Die Jury begründete ihre Auszeichnung damit, dass Röpke bei ihrem investigativen Journalismus auch nicht vor Notlagen gescheut habe, um die Gefahren des Rechtsextremismus für die Gesellschaft aufzudecken. Trotz gravierender Repressalien durch rechtsradikale Gewalttäter habe sie an ihrer Arbeit festgehalten und damit ein Zeichen gesetzt. Röpke hatte unter anderem über die Aktivitäten der sogenannten "Heimattreuen deutschen Jugend" (HdJ) berichtet, in deren Sommerlagern Kinder und Jugendliche gedrillt wurden.
Unerschrockenes Auftreten gewürdigt
Die Auszeichnung "Das unerschrockene Wort" wird seit 1996 alle zwei Jahre von den 15 Lutherstädten verliehen. Dazu zählen neben Zeitz unter anderem auch Erfurt, Eisenach, Heidelberg und Worms. Eine Jury, bestehend aus deren Stadtoberhäuptern und sechs weiteren Personen des öffentlichen Lebens, entscheidet über die Vergabe.
Die Lutherstädte wollen im Sinne des Reformators Martin Luther Menschen ehren, die in Wort und Tat bedeutsame Aussagen gemacht und diese auch gegen Widerstände couragiert vertreten. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert. Röpke wurde bereits 2006 als "Reporterin des Jahres" und 2007 mit dem Medienpreis "Leuchtturm" geehrt.
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Beiträge zum Preis das "unerschrockene Wort"
Zuletzt aktualisiert: 25. April 2009, 21:51 Uhr

