Region Halle

Halle : Neue "Brücke"-Ausstellung eröffnet

In einer neuen Ausstellung zeigt das Landeskunstmuseum Halle zeigt rund 80 Werke des Expressionismus. Unter dem Titel "Wort wird Bild - Illustrationen der 'Brücke'-Maler" werden Arbeiten von vier Mitgliedern der berühmten Künstlergruppe gezeigt.

Blick in die Ausstellung "Wort wird Bild - Illustrationen der Brücke-Maler" während eines Presserundganges am Donnerstag (02.02.2012) im Landeskunstmuseum Moritzburg in Halle/Saale.
Die Schau mit Lithographien, Radierungen und Holzschnitten ist bis zum 3. Juni zu sehen.

Wie das Museum mitteilt, gehören dazu Holzschnitte, Lithographien und Radierungen von Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel, Karl-Schmidt-Rottluff und Max Pechstein. Eine Besonderheit der Ausstellung ist ein Struwwelpeter-Heft mit Zeichnungen von Ernst Ludwig Kirchner, die er im Alter von vier bis sechs Jahren schuf. Das Heft aus den Jahren 1884 bis 1886 sei noch nie ausgestellt worden, sagte die Direktorin der Stiftung Moritzburg, Katja Schneider. Daneben sind unter anderem Holzschnitte von Erich Heckel zu Oscar Wildes "Die Ballade vom Zuchthaus von Reading" zu sehen.

Ein Großteil der gezeigten Exponate stammt aus der Sammlung eines Würzburger Unternehmers, zudem sind Leihgaben des Berliner Brücke-Museums zu sehen. Die Ausstellung ist bis zum 3. Juni zu sehen.

Zuletzt aktualisiert: 04. Februar 2012, 17:25 Uhr

Künstlervereinigung "Brücke"

Die "Brücke" wurde 1905 in Dresden von den vier Architekturstudenten Ernst Ludwig Kirchner, Fritz Bleyl, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff gegründet. Später kamen weitere Mitglieder hinzu. Die Künstler hatten sich dem Expressionismus verschrieben, einer Stilrichtung, bei der der Künstler nicht das Motiv detailgetreu wiedergibt, sondern sein Erlebnis für den Betrachter darstellen will. Die "Brücke" löste sich 1913 auf. Ihr Malstil wurde von den Nationalsozialisten als "entartete Kunst" verfemt.

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