Region Halle

Autobahn 9 bei Naumburg : Acht Verletzte nach Gefahrgut-Unfall

Bei einem Unfall mit einem Gefahrguttransporter sind im Süden Sachsen-Anhalts acht Menschen durch chemische Gase verletzt worden. Wie die Polizei am Sonnabend mitteilte, war am Freitagabend auf der Autobahn 9 zwischen Naumburg und Droißig ein Lkw mit Chemie-Containern bei einem Überholmanöver in die Leitplanke gekracht. Dabei habe er vier Behälter mit verschiedenen ätzenden Stoffen verloren. Daraufhin seien Chemikalien ausgetreten, die miteinander reagiert und giftige Gase freigesetzt hätten.

Unter den Verletzten befanden sich neben dem Lkw-Fahrer die drei Insassen des überholten Wagens sowie weitere Autofahrer. Sie wurden im Klinikum Weißenfels behandelt. Die Autobahn musste in beiden Richtungen für mehrere Stunden gesperrt werden.

Fahrbahn nicht verätzt

Säure-Warnschild.
Nach dem Chemie-Unfall sind keine Bauarbeiten nötig.

Vertretern von Umweltamt und Polizei zufolge hat die Fahrbahn keine reparaturbedürftigen Schäden genommen. Möglicherweise müsse am Montag lediglich ein Teil des Erdreichs am Straßenrand abgebaggert werden. Ein Polizeisprecher sagte, wegen des gefrorenen Bodens seien keine gefährlichen Stoffe ins Erdreich gesickert. Die Experten hatten sich am Sonnabendvormittag an der Unglücksstelle getroffen, um die Schäden zu begutachten. Sie hatten befürchtet, dass die Fahrbahn infolge des Chemieunfalls erneuert werden muss.

Zuletzt aktualisiert: 12. Januar 2013, 16:18 Uhr

1. Friedrich:
Laut Pressemitteilung 21 000€ Sachschaden. Rechnet man die Einsatzkosten von Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei hinzu, sind es schnell mehr als 100 000€. Das stundenlange Im-Stau-Stehen von tausenden PKW und LKW dürfte einen volkswirtschaftlichen Schaden angerichtet haben, der noch weitaus höher ist. Durch diesen Umnfall wurden Millionenwerte vernichtet.
12.01.2013
20:52 Uhr

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