Einsatzkräfte in Schutzanzügen laufen auf einer Straße.
Einsatzkräfte auf dem Weg zum Gericht. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Verdächtiges Pulver ist harmlos Entwarnung nach Großeinsatz in Eisleben

Das am Amtsgericht in Eisleben gefundene verdächtige Pulver hat sich als harmlos heraus gestellt. Der Brief mit einer weißen Substanz hatte einen Großeinsatz von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei ausgelöst.

Einsatzkräfte in Schutzanzügen laufen auf einer Straße.
Einsatzkräfte auf dem Weg zum Gericht. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Am Amtsgericht Eisleben hatte ein Brief mit einem weißen Pulver einen Großeinsatz ausgelöst. Beteiligt waren die Feuerwehr mit 18 Fahrzeugen und 70 Mitarbeitern sowie ein mobiles Labor der Berufsfeuerwehr Halle.

Nach Polizeiangaben war der Brief am Mittwochmorgen beim Gericht angekommen. Als ein Mitarbeiter die Post öffnete, habe sich das Pulver im Raum verteilt. Vier Menschen, die mit der Substanz in Berührung kamen, wurden vorsorglich in einem abgeschlossenen Raum isoliert.

Am Nachmittag gab die Polizei Entwarnung. Bei der Substanz handele es sich nur um Puderzucker.

Großalarm in fünf weiteren Städten

Ebenfalls am Mittwoch waren verdächtige Briefe mit weißem Pulver in Erfurt und Gera in Thüringen, in Chemnitz in Sachsen, im bayerischen Coburg und in Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern eingegangen. Ob ein Zusammenhang zwischen den Vorfällen besteht, ist noch unklar. Hinweise darauf gibt es nach Angaben einer Sprecherin des Bundeskriminalamts bislang noch nicht.

In Sachsen-Anhalt war erst im Dezember beim Jobcenter Naumburg ein ähnlicher Brief anonym eingegangen. Auch da erwies sich das Pulver als harmlos.

Dieses Thema im Programm: • MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 11.01.2017 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Januar 2017, 18:22 Uhr