Region Halle

Jobcenter-Affäre : Ex-Jobcenter-Chef Schimek klagt gegen Entlassung

Der ehemalige Chef des Merseburger Jobcenters, Roland Schimek, wehrt sich gegen seine Entlassung. Nach Angaben seines Anwalts reichte er beim Arbeitsgericht Halle Klage gegen seine außerordentliche Kündigung durch den Saalekreis ein.

Außerordentliche Kündigung wird geprüft

Jobcenter
Roland Schimek klagt gegen seine Entlassung.

Schimek wolle vom Gericht prüfen lassen, ob die außerordentliche Entlassung rechtmäßig ist. So sei er vor der Kündigung nicht angehört worden. Außerdem habe der Landkreis ihm gegenüber keine konkreten Vorwürfe erhoben.

Der Kreistag des Saalekreises hatte vor gut drei Wochen einstimmig beschlossen, Schimek außerordentlich zu kündigen. Damit will er erreichen, dass dieser kein Gehalt mehr bekommt, bis seine eigene Kündigung wirksam wird.

Arbeitslose an eigene Firmen vermittelt

Schimek wird vorgeworfen, seit 2005 Arbeitslose in 25 eigene Firmen vermittelt zu haben. Dafür soll der Unternehmer rund 210.000 Euro an Eingliederungshilfe sowie Provisionen erhalten haben. Nach Ansicht der Kreisrechnungsprüfer verstieß Schimek damit gegen das Gesetz.

Schimek hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Er habe sich nicht persönlich bereichert. Von den Vermittlungen hätten stets die Langzeitarbeitslosen profitiert. Als die Vorwürfe öffentlich bekannt wurden, hatte er seinen Posten als Chef des Jobcenters zum Juli kommenden Jahres gekündigt. Bis dahin würde er weiter mindestens 5.000 Euro Gehalt pro Monat bekommen.

Zuletzt aktualisiert: 22. Dezember 2011, 18:18 Uhr

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