Regionalstudio Halle - Nachrichten um 18:00 Uhr


Terrorprozess hat in Halle begonnen

Vor dem Landgericht Halle hat heute der erste Prozess gegen einen Terrorverdächtigen in Sachsen-Anhalt begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 17-jährigen Syrer vor, eine schwere staatsgefährdende Gewalttat vorbereitet zu haben. Der junge Mann kam im Herbst 2015 als unbegleiteter Flüchtling nach Sachsen-Anhalt. Er soll versucht haben, sich über das Internet eine Kalaschnikow sowie eine Anleitung für einen Sprengstoffgürtel zu besorgen. Auf einer einschlägigen Plattform chattete der Syrer mit einem verdeckten Ermittler des Verfassungsschutzes. Ihm schrieb er, er sei nicht in Deutschland, um hier zu leben und auch nicht, um ein oder zwei Menschen mit dem Messer zu töten. Er habe vielmehr Größeres vor. Im Januar wurde er schließlich festgenommen. Die Öffentlichkeit ist von dem Verfahren ausgeschlossen, da gegen den Angeklagten nach Jugendstrafrecht verhandelt wird. Die Sicherheitsbehörden in Sachsen-Anhalt beobachten derzeit weniger als eine Handvoll islamistische Gefährder, so ein Sprecher des Innenministeriums. Alle seien durchweg bekannt und würden ständig überwacht.


Fliegerbombe auf Acker im Saalekreis ist entschärft

Die Zweieinhalb-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in der Nähe von Leuna ist am Dienstagvormittag erfolgreich entschärft worden. Das teilte der Saalekreis mit. Eine Sprecherin sagte, der Sperrradius ist damit aufgehoben. Rund 200 Anwohner, die ihre Häuser verlassen mussten, konnten wieder zurück. Der Blindgänger war gestern von einem Bauern bei Arbeiten auf seinem Acker zwischen Dölkau und Zweimen gefunden worden.


Burgenlandkreis: Landrat begrüßt Vorgehen gegen EU-Umweltauflagen

Der Landrat des Burgenlandkreises Ulrich begrüßt den Einsatz von Ministerpräsident Haseloff gegen neue EU-Umweltauflagen. Die deutschen Braunkohleländer, auch Sachsen-Anhalt, hatten das Bundeswirtschaftsministerium aufgefordert, gegen strengere Grenzwerte für Kohlekraftwerke zu klagen. Landrat Ulrich sagte MDR SACHSEN-ANHALT, es brauche keine weitere Verschärfung der Situation um die Braunkohlestandorte. Ulrich zufolge arbeiten 2000 Menschen direkt in der Kohle. Jede Verschlechterung der Rahmenbedinungen gefährde diese Arbeitsplätze. Dagegen kommt Kritik von den Grünen. Umweltministerin Dalbert sagte MDR SACHSEN-ANHALT, der Vorstoß sei inhaltlich falsch. Es gehe um die Gesundheit der Bevölkerung. In Sachsen-Anhalt gibt es vier Braunkohle-Kraftwerke. Das größte steht in Schkopau. Bis 2021 müsste der Ausstoß von Stickoxiden, Quecksilber und Feinstaub verringert werden. Ob die Kraftwerksbetreiber in Sachsen-Anhalt nun für teures Geld nachrüsten müssen - darin sind sich Experten uneinig.


LKW-Fahrer stirbt auf A38

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der A38 ist am Morgen ein Lkw-Fahrer ums Leben gekommen. Wie die Autobahnpolizei mitteilt, war er zwischen dem Kreuz Rippachtal und Leuna ungebremst auf einen Sattelzug aufgefahren. Der Mann verstarb am Unfallort. Der Fahrer des Sattelzuges blieb unverletzt. Der entstandene Sachschaden wird auf ca. 60.000 Euro beziffert. Die Autobahn war in Richtung Göttingen bis zum frühen Nachmittag gesperrt.


Vergewaltigungsprozess gegen Hallenser

Vergewaltigung und Körperverletzung werden einem 24-jährigen Hallenser vorgeworfen. Der Prozess beginnt am Dienstag am Landgericht Halle. Zum ersten Mal getroffen haben sich der Angeklagte und das spätere mutmaßliche Opfer in der Wohnung des Mannes in Halle. Das war voriges Jahr im November. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es zwischen beiden nur whatsapp-Kontakt. Auf dem Nachrichten-Portal sollen sich beide auch kennen gelernt haben. Nach Angaben der Frau ist sie von dem Mann in der Wohung vergewaltigt worden. Der Angeklagte streitet das ab und behauptet es sei zu einvernehmlichem Sex gekommen.


Wie weiter mit den Bären von Droyßig?

In Droyßig im Burgenlandkreis sind die beiden Braunbären heute Thema im Gemeinderat. In einer Diskussion soll darüber beraten werden, wie es mit den beiden Tieren weitergeht. Anlass ist eine im Internet gestartete Petition von Tierschützern. Diese fordern, dass die Gemeinde die beiden Tiere abgibt, weil die Unterbringung der Bären nicht der artgerechten Haltung entspräche. Knapp 4.000 Unterschriften wurden bis jetzt gesamelt. Die wenigsten der Unterstützer kommen jedoch aus Droyßig. Für heute Abend hat eine der Initiatoren ihr Kommen angekündigt. Auch interessierte Bürgerinnen und Bürger sind ab 19:00 Uhr ins Gemeindeamt eingeladen.


Baby zu Tode geschüttelt: Haftstrafe für Mutter aus Weißenfels

Weil sie ihr Baby zu Tode geschüttelt haben soll, muss eine junge Frau aus Weißenfels für drei Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Die 22jährige wurde am Montag am Landgericht Halle wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt. Der Angeklagten war offenbar bis zur Urteilsverkündung nicht klar, dass sie zu einer langen Gefängnisstrafe verurteilt werden kann. Sie hatte bis zum Schluss zu den Vorwürfen geschwiegen. Erst in letzten Minute hat sie eingeräumt, das Kind kurz geschüttelt zu haben, weil sie dachte es atme nicht mehr. Doch die beiden Gutachten zur Todesursache und zu den Verletzungen an Gehirn, Augen und Rückenmark waren mehr als deutlich. Nur durch heftigstes Schütteln konnten derartige Verletzungen entstehen, an denen das Kind letzlich gestorben ist.


Neue A14 Baustelle

Autofahrer auf der A14 Richtung Magdeburg müssen mehr Zeit einplanen. Grund ist die Fahrbahnerneuerung an der Anschlussstelle Peißen. Auf einer Strecke von zwei Kilometern wird eine neue Asphaltdecke aufgetragen. Deshalb wird der Verkehr von drei Spuren auf eine Spur verengt. Laut Landesstraßenbaubehörde sei vor allem das Erneuern der Fahrbahnübergänge bei den sieben Brücken auf dieser Strecke aufwendig. Zwei Wochen dauert die Fahrbahnverengung. Dann wird die A14 Abfahrt Halle-Peißen bis Mitte November voll gesperrt.


MBC muss vorerst auf zwei Spieler verzichten

Gleich zwei Hiobsbotschaften hat Basketball Bundesligist Mitteldeutscher BC zu verkraften. Bei Publikumsliebling Sergio Kerusch besteht der Verdacht auf Hodenkrebs. Bereits am Dienstag ist der 28-Jährige operiert und der Tumor entfernt werden. Eine pathologische Untersuchng des entfernten Gewebes soll dann zeigen, ob der Tumor gutartig oder bösartig ist. Morgen dann wird Malte Schwarz operiert. Der Rückkehrer hatte sich beim Testspiel in Jena den Zeigefinder der linken Hand gebrochen. Schwarz wird mehrere Wochen fehlen, könnte dann aber zum Saisonstart Ende September wieder dabei sein.


Auslosung 2. Runde Landespokal: 1. FC Romonta - HFC

Der HFC reist in der zweiten Runde des Landespokals zum 1. FC Romonta Amsdorf. Das ergab die Auslosung am Montag. Erst in der vergangenen Woche gastierte der Hallesche FC zu einem Freundschaftsspiel in Amsdorf, als Dankeschön für die Hilfsbereitschaft bei der Suche nach Testspielorten im vergangenen Winter. Die Hallenser gewannen den freundschaftlichen Vergleich 6:0. Am ersten Septemberwochenende wird es dann weniger freundschaftlich zugehen. Der HFC ist klarer Favorit in der zweiten Pokalrunde.


Aktuelle Informationen aus dem Süden Sachsen-Anhalts

Das Studio Halle von MDR SACHSEN-ANHALT informiert Sie an jedem Wochentag jeweils um 6:30 Uhr, 7:30 Uhr, 8:30 Uhr, 9:30 Uhr, 12:30 Uhr, 16:30 und 17:30 Uhr aktuell über regionale Ereignisse und Themen aus dem Süden Sachsen-Anhalts: von Bernburg bis Zeitz, von Sangerhausen bis Bad Dürrenberg. Am Sonnabend hören Sie regionale Nachrichten jeweils zur halben Stunde von 7:30 Uhr bis 9:30 Uhr. Sie erreichen unsere Redaktion per Mail über studio-halle@mdr.de

Zuletzt aktualisiert: 22. August 2017, 18:15 Uhr

Radio & Fernsehen