Läufer am Start.
Die Marathonläufer starteten früh am Morgen in Leipzig. Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT

16. Mitteldeutscher Marathon "Ein top Lauf, kann man echt nicht meckern"

Tausende Läufer waren am Sonntag wieder zwischen Halle und Leipzig unterwegs. Bei bestem Herbstwetter maßen sie sich im Marathon, Halbmarathon und auf vielen kürzeren Strecken. Die Sportler kamen aus ganz Deutschland.

Läufer am Start.
Die Marathonläufer starteten früh am Morgen in Leipzig. Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT

Bei strahlendem Sonnenschein waren am Sonntag mehr als 4.100 Läufer auf allen Strecken des 16. Mitteldeutschen Marathons (MDM) unterwegs. Die Marathonstrecke führte wieder von Leipzig nach Halle und zog Läufer aus ganz Deutschland an. Ein Mann erzählte MDR SACHSEN-ANHALT im Ziel in Halle: "Also ich komme aus dem Saarland, die Strecke als solches war schön." Ein anderer war von der Verpflegung begeistert: "Hut ab und Respekt, ich weiß nicht wie viele Dorffeuerwehren, wie viele Freiwillige ich gesehen hab. Super dichte Getränkeversorgung!"

Plastebecher die mit Wasser gefüllt sind.
Für die durstigen Sportler gab es genügend Verpflegungspunkte. Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT

Die Läufer konnten nicht nur die 42 Kilometer angehen, auch Staffelläufe sowie Zehn-, Drei- und ein Ein-Kilometer-Lauf wurden angeboten. Veranstalter André Cierpinski war am Nachmittag zufrieden: "Ich denke, wir haben heute eine gute Veranstaltung hinbekommen. Das Wetter hat ordentlich mitgespielt, die Läufer sind auch gut zufrieden, wir haben viele glückliche Gesichter." Besonders Carola Schmidt aus Schönebeck war fassungslos: Sie gewann ihren ersten Marathon mit drei Stunden 19 Minuten. Zweite wurde die Finnin Marika Krohns aus Halles Partnerstadt Oulu.

Sieger brauchte 2 Stunden 45 Minuten

Marathonläufer auf einem Deich.
Zu Beginn führte die Strecke durch die idyllische Auenlandschaft bei Leipzig. Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT

Bei den Männern gewann Thomas Hegenbart vom Universitätssportverein Erfurt. Er schaffte die Strecke von Leipzig nach Halle in zwei Stunden und 45 Minuten. Einer, der nach ihm ins Ziel kam, sagte über die Laufstrecke: "Am Anfang wunderschön, das grüne Auenland fand ich großartig. Nur war es dann leider ein bisschen Kilometergeschinde im Industriegebiet." Eine Frau erzählte dagegen vollauf begeistert: "Ich komme aus Rheinland-Pfalz und wir haben heute den Marathon als Doppel gemacht. Gestern den 40. Harzmarathon und heute den hier angeschlossen."

"Ein top Lauf, kann man echt nicht meckern", war ein anderer Sportler zufrieden. Die Wärme machte nur wenigen zu schaffen. Wie Klaus Steinbrecher vom MDM dem MDR SACHSEN-ANHALT sagte, hätte es keine ernsthaften Probleme gegeben. Im Ziel bekam dann jeder Läufer eine Medaille, frei nach dem Motto: "Bei uns ist jeder ein Sieger". In einer Woche geht es dann mit den Laufveranstaltungen weiter – denn am 22. Oktober findet der Magdeburg-Marathon statt.

Der hallesche Marktplatz voller Menschen.
Der Markt in Halle war wegen der vielen Läufer und Zuschauer so voll wie sonst nur zu Konzerten. Bildrechte: MDR SACHSEN-ANHALT

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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 15.10.2017 | 14:40 Uhr
MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 15.10.2017 | 19:00 Uhr

Quelle: MDR/lk

Zuletzt aktualisiert: 15. Oktober 2017, 17:00 Uhr

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3 Kommentare

16.10.2017 19:46 Thomas Ischganeit 3

Die Strecke ist enorm arm an Highlights und zwischen Kilometer 34 und 38 sind wir gefühlt 10 Runden durch ein Wohngebiet gelaufen. Das hatte was von “wir müssen unbedingt die 42 voll bekommen“. Kein alkoholfreies Bier im Ziel, die Stimmung entlang der Strecke zu 95 Prozent unterirdisch. Da war unsere erste und letzte Teilnahme am MDM.

16.10.2017 10:07 Wulle 2

Die Anmoderation bei "Sachsen-Anhalt heute" war ja reinste Comedy: "Was für den Triathleten der Ironman, das ist für die Marathonläufer der Mitteldeutsche Marathon". Hallo? Von welchem Planeten kommt denn dieser Moderator?? Liegt aber ganz auf der Linie der Organisatoren. Da wird von über 4000 Teilnehmern gesprochen, laut Ergebnisliste sind aber nur knapp 2200 ins Ziel gekommen. Man macht sich halt größer als man ist - das fängt schon beim Titel der Veranstaltung an.

Anmerkung MDR SACHSEN-ANHALT: Das war eine Anmoderation mit einem Augenzwinkern. ;)

15.10.2017 18:48 Mario Grauhl 1

Es kommt immer auf die ansprüche an, die man an einen Marathon stellt. Verpflegung aller 5km, das kennt man schon anders besonders bei solchen Temperaturen. Wechselstellen der Staffeln, die so nicht gekennzeichnet sind, Kilometermarkierungen mit Farbspray auf Waldwegen mit Laub, Staffelläufer/innen ohne Kennzeichnung auf dem Rücken - sorgt immer für Unruhe nach den Wechseln bei den Marathonis, Zeitläufer die aus 20 m Entfernung nicht mehr als solche zu erkennen waren (wo waren Luftballons bzw. Bowflags wie bei anderen Marathons). Fazit, Sehr viel Luft nach oben, aber wer nichts besseres gewohnt ist, der git sich mit solchen Veranstaltungen zufrieden. Das geht auch im Mitteldeutschen Raum deutlich besser, schaut einfach nächste Woche nach Dresden, Magdeburg oder im Frühjahr nach Leipzig.
Sport frei.
Mario